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Sonntag, 23 Januar 2011 13:52

Japans Außenminister will in Moskau über Gebietsstreit und Wirtschaft sprechen

Japans Außenminister will in Moskau über Gebietsstreit und Wirtschaft sprechen
Moskau (RIA Novosti/IRIB) - Der japanische Außenminister, Seiji Maehara, hofft auf eine mildere Haltung Russlands zum Problem der Südkurilen-Inseln.
Das berichtet Kyodo im Vorfeld des am 10. Februar beginnenden dreitägigen Moskau-Besuchs des japanischen Außenamtschefs unter Berufung auf Quellen im japanischen Kabinett.
Wie Kyodo berichtet, hofft Maehara darauf, dass es ihm bei seinen Verhandlungen mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow gelingen wird, die Haltung Russlands zum Problem der „Nord-Territorien“ (die japanische Bezeichnung für die Südkurilen-Inseln) zu mildern und Voraussetzungen für eine Regelung der Situation zu finden, die nach dem Besuch der Südkurilen-Insel Kunaschir durch Präsident Dmitri Medwedew im November entstanden ist.
Darüber hinaus soll während des Besuchs ein Termin für den Russland-Besuch des japanischen Premiers Naoto Kan zur Sprache gebracht werden. Außerdem möchte sich Maehara um gemeinsame Standpunkte beider Länder zu solchen Fragen wie das Nuklearproblem Nordkoreas und die Entwicklung bilateraler Wirtschaftsbeziehungen bemühen.
Ferner soll bei den Gesprächen in Moskau eine Sitzung der bilateralen Regierungskommission für Handel und Wirtschaft in Aussicht genommen werden. Die Kommission soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, in erster Linie im Fernen Oste und in Ostsibirien diskutieren.
Gestützt auf den bilateralen Handels- und Grenzvertrag aus dem Jahr 1855 erhebt Tokio Anspruch auf die vier südlichen Inseln des Kurilenarchipels Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai.
Die Position Moskaus läuft darauf hinaus, dass die Südkurilen nach dem Zweiten Weltkrieg der damaligen Sowjetunion zugefallen sind, deren Rechtsnachfolge Russland angetreten habe. Daher sei die russische Souveränität über diese Territorien völkerrechtlich fundiert und nicht anzuzweifeln.

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