Die Polizei in Athen setzte Tränengas gegen Demonstranten ein, die Brandsätze auf Luxushotels im Zentrum der Hauptstadt geworfen hatten. Die wütenden Protestierenden griffen vor dem Parlamentsgebäude den ehemaligen Verkehrsminister Kostis Hatzidakis mit Steinen und Stöcken an und verletzten ihn.
Zuvor hatte das Parlament strenge Sparmaßnahmen beschlossen, die eine Voraussetzung für das 110-Mrd.-Euro-Hilfspaket der EU waren. Daraufhin legte ein großangelegter Generalstreik fast das ganze Land lahm. Ein Protestmarsch von rund 20.000 Gegnern des Sparpakets artete vor dem Parlament in Gewaltaktionen aus.
Etwa 200 linke Demonstranten skandierten „Diebe! Schäm dich!“ und warfen Steine und Stöcke. Einige davon trafen Ex-Minister Hatzidakis, als er gerade beim Parlament ankam, wie ein Reuters-Reporter berichtete. Der Ex-Minister konnte sich mit blutüberströmtem Gesicht in ein nahe gelegenes Gebäude retten. Vor dem Parlament herrschte Chaos. Vermummte versuchten den Eingang des Finanzministeriums zu stürmen. Sie warfen mehrere Brandflaschen. Immer wieder waren Explosionen zu hören. Die Polizei lieferte den Randalierern Straßenkämpfe rund um den zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament.
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