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Donnerstag, 09 September 2010 07:36

Verbrennt-den-Koran-Tag: Pastor Jones wartet auf Signal Gottes - Taliban planen spektakulären Anschlag

Verbrennt-den-Koran-Tag: Pastor Jones wartet auf Signal Gottes - Taliban planen spektakulären Anschlag
Gainesville (IRIB) - Terry Jones, der Pastor einer radikalen, lediglich 50 Mitglieder zählenden Kirchengemeinde in Gainesville (Florida), hat sich am Mittwoch trotz weltweiter Kritik an seinem Vorhaben zur Verbrennung des Heiligen Buches der Muslime unbeirrt gezeigt.
Er bekräftigte, dass er mit der Aktion am neunten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September dem „radikalen Islam“ klarmachen wolle, „dass wir sein Verhalten nicht tolerieren werden“. Jones deutete jedoch ein mögliches Einlenken in dem Fall ein, dass Gott ihm ein entsprechendes Signal sende.

Der Pastor hat nach eigenen Angaben mittlerweile mehr als 100 Morddrohungen erhalten und trägt jetzt eine Pistole bei sich. Der Sender MSNBC zitierte ein Mitglied der evangelikalen Gemeinde, dem Dove World Outreach Center, mit den Worten, Kirchenmitglieder hätten bereits einen Stapel von etwa 150 Koranen aus verschiedenen Teilen der Welt erhalten. „Wir erwarten, mindestens 200 zu verbrennen.“

In Indonesien und Afghansitan haben Muslime bereits das Vorgehen dieser Kirchengemeinde auf das heftigste verurteilt und Protestkundgebungen gegen die Aktion abgehalten. In Kabul hat die Ankündigung der Koran-Verbrennung bereits zu Protesten geführt. Einige Hundert Demonstranten verbrannten eine Jones-Puppe und skandierten "Tod Amerika", die Polizei wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Aus Kreisen des afghanischen Geheimdienstes hieß es gestern, man habe Informationen darüber, dass die Taliban am Samstag aus Rache einen spektakulären Anschlag in Kabul planten.

Auch unter Politikern und Gruppen weltweit stieß das Vorhaben der Kirchengemeinde auf Empörung und Abscheu.

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