Donnerstag, 02. September 2010 um 19:41
Russischer Parlamentarier: Rückkehr der US-Armee nach Irak möglich
Das werde davon abhängen, ob die irakische Regierung die Situation im Land ohne fremde Streitkräfte im Griff halten könne, sagte Margelow, der im Föderationsrat (Oberhaus des russischen Parlaments) dem Auswärtigen Ausschuss vorsteht.
Sollte sich die neue Regierung in Bagdad als unfähig erweisen, die politischen, ethnischen und religiösen Kontroversen im Land beizulegen, würde sie die Amerikaner um einen neuen Einsatz bitten müssen. Allein im August, noch bevor die US-Truppen abgezogen seien, seien im Irak 426 Menschen durch Terroranschläge ums Leben gekommen, sagte Margelow. Damit wollten die Terroristen die Schwäche der irakischen Macht zeigen.
Die USA hatten den Irak im März 2003 überfallen. Formeller Grund war die Behauptung, dass das Regime Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen habe. Während des ganzen Krieges wurden hierfür jedoch keine Beweise gefunden. In dem Krieg hat die US-Armee nach amtlichen Angaben 4.421 Soldaten verloren, rund eintausend zivile Fachkräfte kamen ums Leben. Die Zahl der Todesopfer unter den Irakern liegt nach widersprüchlichern Angaben zwischen 100.000 und 300.000.

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