Freitag, 16 Juli 2010 09:54

BP kann erstmals Ölfluss im Golf von Mexiko stoppen

London (IRIB) - Im Golf von Mexiko ist es dem britischen BP-Konzern erstmals seit Beginn der größten Ölkatastrophe in der US-Geschichte gelungen, den Ölfluss aus dem defekten Bohrloch zu stoppen.

Nach mehreren Verschiebungen hatte der Ölkonzern zuvor mit Tests zum Einsatz eines neuen Abdichtzylinders begonnen.

Die Abdichtkappe sei über dem Förderloch angebracht worden, woraufhin alle Ventile geschlossen worden seien, teilte BP mit. Der Ölfluss ins Meer sei damit erstmals seit der Explosion der Förderplattform "Deepwater Horizon" unterbrochen worden, mit der die Umweltkatastrophe am 20. April begonnen hatte. "Es ist schön zu sehen, dass kein Öl mehr in den Golf fließt", sagte BP-Vizepräsident Kent Wells. Er warnte aber vor vorschneller Zuversicht: "Die Tests haben gerade erst begonnen."

Innerhalb von bis zu 48 Stunden soll sich zeigen, ob das Bohrloch wie erhofft durch den Abdichtzylinder geschlossen werden kann - und das Bohrloch dem dadurch erhöhten Druck standhält. Es besteht die Sorge, dass durch die Kraft des aus der Tiefe aufschießenden Öls neue Lecks in die defekte Fördervorrichtung in rund anderthalb Kilometer Meerestiefe gerissen werden könnten. Wegen dieser Befürchtung war der Start der Tests bereits zwei Mal verschoben worden.

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