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Montag, 14 Januar 2008 13:20

Ereignisse von 2007 in Kultur und Kunst

Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit noch einmal die Ereignisse von 2007 in Gedanken vorbei ziehen zu lassen. Alle Ereignisse auch die im Bereich von Kultur und Kunst hinterlassen Folgen in der Gesellschaft. Wir haben einige dieser Kultur- und Kunstereignisse ausgesucht, die 2007 durch die Nachrichten gingen.

Die UNESCO hat das Jahr 2007 zur Würdigung von Dschalaleddin Maulana zum Jahr Maulanas ernannt. Maulana ist ein großer Dichter der Persischen Sprache gewesen und hat im 7. Jahrhundert nach der Hidschra, d.h. 13. Jahrhundert nach Christus gelebt. 2007 wurde er überall auf der Welt geehrt. Denker haben auf Kongressen über die Wirkung Maulanas auf die Kultur und die Zivilisation insbesondere in der islamischen Welt gesprochen. Zu seinen Ehren wurden Konzerte, Theaterstücke und Filme vorgeführt. Maulana ist nach mehreren Jahrhunderten weiter ein mächtiger Vertreter der persischen Sprache und Literatur und der iranischen Kultur.

In einem anderen Erdteil erregte wieder die Schriftstellerin Rowling Aufsehen, als sie einen weiteren Band ihrer Harry Potter Bücher auf den Markt brachte. Um diesen siebten Band wurde großartige Werbung gemacht. Mehrere Tage machten die Veröffentlichung und der Andrang in den Bücherläden Schlagzeilen. Danach aber hat keiner mehr gefragt, wie die Käufer das Buch eigentlich fanden. In der Harry-Potter-Serie geht es um Zauberei und die Feindschaft zwischen den beiden Hauptfiguren dieser Romanserie. Rowling malt den diabolischen Geist der negativen Figuren so sehr aus, dass viele Erziehungsexperten von negativen Wirkungen auf die Jugend sprechen. Andererseits wurden einige Ausdrücke und Verhaltensweisen der Hauptfigur sogar von Jugendlichen in einem Maße übernommen, dass Frau Rowling gezwungen war, zuzugeben, dass es sich ja nur um eine Phantasiegestalt handle und die Kinder sie nicht nachahmen sollten.

In der Filmindustrie 2007 wurde die Produktion von Filmen mit politischen Themen fortgesetzt, nämlich insbesondere Konflikte im Nahen Osten, wie der Irakkrieg. Über 10 große Filmunternehmen haben 2007 Filme über den Irak, Afghanistan und den Mittleren Osten herausgebracht. Aber die politischen Filme von denen es hieß, dass sie die Wahrheit wiederspiegeln wurden nicht zu Kassenschlagern und brachten im Gegenteil Verluste. Dies lässt vermuten, dass die US-Bürger nichts von der Wahrheit außerhalb der Grenzen ihres Landes wissen wollen.
Zu diesen Filmen von 2007 gehören: „in the valley of Elah" - im Elah-Tal, „The Kingdom" - das Königreich - „Mighty heart" - mächtiges Herz, „Charlie Wilsons` war", der Krieg von Charlie Wilson und „Lions for lambs" - Löwen für Lämmer.

US-Regisseur und -Darsteller, Robert Redford,der den Film „Löwen für Lämmer" über die US-Einmischung in anderen Ländern drehte, sagt: „Unser großes Problem hier in Amerika ist, dass viele unter der Bevölkerung den politischen und gesellschaftlichen Fragen auf der Welt nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken. Wenn wir jetzt auf Afghanistan und Irak achten, so nur deshalb, weil wir dort viele Soldaten haben, die umkommen oder verletzt werden. Wenn das nicht passieren würde, hätte der Krieg und die Kriegssucht der US-Staatsmänner kaum Beachtung gefunden."

Eine gute Nachricht im letzten Jahr war für Iran der Erfolg des iranischen Films auf der asiatischen Kinoszene. Im November 2007 gewannen iranische Filme im Wettbewerb mit 106 Filmen aus Asien und Australien auf dem Festival für Asien und den Pazifik wichtige Preise. Die Filme „Nachtbus" von Kiomarth Purahmad und „Blutspiel" von Frau Rakhschan Bani Etemade und Mohsen Abdul Wahab gewannen den Preis für den besten Film bzw. die beste Regie und der Preis für die beste Kameraführung ging an den Film „Jene drei". Viele Kinokritiker sehen in dem Festival für Asien und den Pazifik so etwas wie den asiatischen Oscar. Das neue iranische Kino hat wegen seiner Tendenzen zur Religion und Spiritualität, sowie wegen der Auseinandersetzung mit menschlichen Fragen, und auch wegen seiner Kreativität in den letzten Jahren gute Erfolge erzielt. Zahlreiche Kenner sehen im iranischen Film den besten Film des asiatischen Kinos und sagen ihm eine glänzende Zukunft voraus.

Das Internet gehört für viele schon zum Alltag. Es hat eine wichtige Wandlung im Bereich der Kommunikationen hervorgerufen. Im Internet ist der Benutzer nicht nur Verbraucher sondern auch Produzent. Durch das Internet wird die Zahl der Empfänger einer Botschaft um ein Vielfaches größer und es können in großen Mengen Informationen produziert und schnell abgerufen werden.
Einige Suchmaschinen haben zum Jahreswechsel Statistiken herausgegeben. Zum Beispiel hat die Suchmaschine Yahoo die Liste von 10 Stichwörtern veröffentlicht, unter denen im letzten Jahr am meisten Nachrichten gesucht wurden. In dieser Liste steht das Wort Iran an zweiter Stelle, und dies obwohl der Krieg im Irak und Afghanistan auch letztes Jahr für viele Schlagzeilen und Nachrichten sorgte. Die Ursache dafür, dass unter dem Stichwort Iran soviele Benutzer nach neuen Nachrichten suchten, dürfte das Thema „iranisches Nuklearprogramm" und die heftigen Gerüchte um diese Frage und schließlich das Eingeständnis internationaler Gremien hinsichtlich der Friedfertigkeit dieses Programmes gewesen sein.

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