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Samstag, 04 Juli 2015 05:43

Irans Landwirtschaft verbraucht 92 Prozent aller Wasserressourcen

Irans Landwirtschaft verbraucht 92 Prozent aller Wasserressourcen
Teheran (Iran Daily) – Das iranische Energieministerium warnt vor einer zunehmenden Verschärfung der Wasserknappheit, wobei die Landwirtschaft übermäßige 92 Prozent aller Ressourcen verbraucht.

Aufgrund von Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Entwicklungen in Landwirtschaft und Industrie sowie aufgrund des Klimawandels sind Irans erneuerbare Wasserressourcen nach Schätzungen des Energieministeriums im vergangenen Jahrzehnt erheblich zurückgegangen – ein Trend, der sich voraussich in Zukunft noch verschärfen wird. 

In Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau werden 80 Prozent der Wasserressourcen für die landwirtschaftliche und 10 Prozent für die industrielle Produktion eingesetzt. Die restlichen 10 Prozent sind Trinkwasser. In hochindustrialisierten Ländern ist das Verhältnis 60 Prozent für die Landwirtschaft, 30 Prozent für die Industrie und 10 Prozent für Trinkwasser. Im Iran werden dagegen 92 Prozent der Wasservorräte für die Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen verwendet, zwei Prozent nutzt die Industrie und sechs Prozent sind Trinkwasser. 

Der tägliche Verbrauch an Trinkwasser (für Haushalte, Industrie und Grünflächen) liegt im Iran bei 204 Liter und liegt damit über dem Verbrauch in Spanien (200 Liter), Portugal (194 Liter), Griechenland (175 Liter), Schweden (164 Liter), Großbritannien (153 Liter), Frankreich (139 Liter) und Deutschland (129 Liter). Allerdings gibt es auch Länder mit höherem Verbrauch, z.B. die Schweiz (252 Liter), Italien (213 Liter), die USA (259 Liter) und Kanada (326 Liter). 

Die Anrainerstaaten des Persischen Golfes haben zwar keine erneuerbaren Wasserressourcen, gehören aber dennnoch zu den Ländern mit dem höchsten Trinkwasserverbrauch. So liegt der Tagesverbrauch in Bahrain bei 1.058 Litern, in Kuwait bei 1.208 Litern und in den Vereinigten Arabischen Emiraten bei 2.027 Litern. Den weltweit höchsten höchsten Verbrauch haben die Bürger Saudi-Arabiens mit 2.542 Litern täglich.

 Regionale Spannungen und Konflikte, Migrationssbewegungen und soziale Probleme haben die Wasserkrisen zunehmen lassen. Um ihnen entgegenzuwirken sollte vor allem die Verschmutzung des Wassers verhindert und das öffentliche Bewußtsein für diese Problematik gesteigert werden.

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