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Donnerstag, 25 Februar 2016 04:20

Israels Geheimdienst misshandelt palästinensische Gefangene

Misshandelt und gefoltert- Ein Palästinenser wird von einem israelischen Soldaten bewacht. In Gefängnissen soll es zu Misshandlungen gekommen sein. (Foto: AP) Misshandelt und gefoltert- Ein Palästinenser wird von einem israelischen Soldaten bewacht. In Gefängnissen soll es zu Misshandlungen gekommen sein. (Foto: AP)
Tel Aviv (IRIB/Fars News) - Zwei Bürgerrechtsorganisationen haben dem israelischen Geheimdienst Schin Bet vorgeworfen, palästinensische Häftlinge bei Verhören regelmäßig zu misshandeln.

Die israelischen Gruppen B'Tselem und Hamoked vermuten in ihrem 69-seitigen Bericht aufgrund der systematischen Anwendung eine Rückendeckung durch Regierungsstellen. Für den Report "Backed by the system" hatten die Menschenrechtsaktivisten 116 Palästinenser befragt, die 2013 und 2014 in einem Verhörzentrum des Schin Bet vernommen worden waren.

Die dritte gemeinsame Untersuchung der beiden Gruppen bestätige die früheren Ergebnisse, heißt es in dem Bericht. Deshalb liege "die Schlussfolgerung nahe, dass dieses Verhalten die offizielle Verhörstrategie widerspiegelt".

Zu den üblichen Praktiken im Geheimdienst-Verhörzentrum des Schikma-Gefängnisses von Aschkelon im Süden des besetzten Palästinas gehören demnach, die Häftlinge über einen längeren Zeitraum des Schlafs zu berauben, sie stundenlang mit Händen und Füßen an Stühle zu fesseln sowie extremen Temperaturen auszusetzen.

Auch Tage oder Wochen die Kleidung nicht wechseln und nicht duschen zu dürfen sowie die Unterbringung in winzigen, übelriechenden Zellen seien Standardprozeduren, kritisieren die Organisationen.

Der aktuelle Bericht merkt auch an, dass 39 der 116 Befragten vor ihrem Verhör durch den Schin Bet bereits vom Sicherheitsdienst der palästinensischen Autonomiebehörde festgenommen und nach eigenen Angaben gefoltert worden waren. In einigen Fällen hätten die beiden Dienste offenbar ihre Informationen ausgetauscht.

 

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