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Montag, 23 November 2015 17:33

Bericht von Human Rights Watch: Aktivisten prangern Folter in Gefängnissen in Bahrain an

Bericht von Human Rights Watch: Aktivisten prangern Folter in Gefängnissen in Bahrain an
Manama (spiegel.de/IRIB) - Menschenrechtsaktivisten haben die Folter von Gefangenen in Bahrain beklagt.

Laut dem am heutigen Montag veröffentlichten Bericht der Organisation Human Rights Watch (HRW) werden in dem Land Gefängnisinsassen mit Stromschlägen, starker Kälte oder sexueller Misshandlung gequält. In dem 84-seitigen Dokument beklagen mehrere Zeugen, dass sie bei Verhören unter Druck gesetzt worden seien.

Der Bericht beruft sich auf die Zeugenaussagen von 14 Menschen, die von Übergriffen in Polizeigewahrsam berichten.

Proteste der bahrainischen Opposition im Frühjahr 2011, die eine konstitutionelle Monarchie und einen gewählten Ministerpräsidenten forderte, waren durch das Regime der Dynastie der al-Chalifa mit Hilfe der saudi-arabischen Truppen gewaltsam niedergeschlagen worden. Hunderte Menschen wurden festgenommen.

König Hamad setzte danach zwar eine Untersuchungskommission ein, die der Polizei "einen übertriebenen Einsatz von Gewalt" bescheinigte. Doch bisher bemüht sich die Regierung laut HRW nicht ausreichend darum, der Folter ein Ende zu setzen. Deren Behauptungen, es würden inzwischen keine Häftlinge mehr gequält, seien nicht glaubwürdig. In den Sicherheitsbehörden herrsche immer noch "eine Kultur der Straflosigkeit".

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