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Freitag, 29 Mai 2015 10:47

Türkei: Beweise für Waffenschmuggel nach Syrien

Türkei: Beweise für Waffenschmuggel nach Syrien
Ankara (derstandard.at/IRIB)  - Eine regierungskritische Zeitung in der Türkei wirft dem Geheimdienst MIT versuchten Waffenschmuggel an Terrorgruppen in Syrien vor.

Die Zeitung "Cumhuriyet" veröffentlichte am Freitag Fotos von Granaten, die im Januar vergangenen Jahres auf einem Lastwagen bei Adana in der Nähe der syrischen Grenze entdeckt wurden.

Damals hatte die Staatsanwaltschaft mehrere Lastwagen stoppen lassen und dann festgestellt, dass sie in Begleitung von MIT-Agenten auf dem Weg nach Syrien waren. Offiziell handelte es sich um eine Lieferung humanitärer Hilfsgüter. Türkische Medien hatten zu diesem Zeitpunkt jedoch schon von einem versuchten Waffenschmuggel berichtet.

Ein Video auf der "Cumhuriyet"-Internetseite zeigt Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft beim Öffnen von Kartons und Kästen auf einem der Lastwagen. Die Waffenladung habe 2.000 Granaten für Granatwerfer und schwere Geschütze sowie 80.000 Schuss Munition für leichte und schwere Maschinengewehre umfasst und sei als Medikamentenlieferung getarnt gewesen.

Nach der Aktion in Adana wurden die beteiligten Staatsanwälte und Soldaten ihrer Posten enthoben. Einige stehen vor Gericht. Die Regierung in Ankara wirft ihnen vor, im Auftrag der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen versucht zu haben, den türkischen Staat als Terrorhelfer an den Pranger zu stellen.

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