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Freitag, 27 März 2015 15:45

Saudische Luftwaffe setzt Angriffe auf Jemen fort

Ein Huthi-Kämpfer vor einem zerstörten Gebäude in Sanaa  |  © epa/dpa Ein Huthi-Kämpfer vor einem zerstörten Gebäude in Sanaa | © epa/dpa
Sanaa (orf/irib) - Die zweite Nacht in Folge haben Saudi-Arabien und verbündete arabische Staaten Luftangriffe auf Stellungen der schiitischen Huthi-Kämpfer im Jemen geflogen.
Auch Ziele in der Hauptstadt Sanaa wurden laut Augenzeugen bombardiert. Die saudis-geführte Militärkoalition versucht den geflüchteten jemenitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zu unterstützen. Hadi selbst verließ mittlerweile den am Rande eines Bürgerkrieges stehenden Jemen. Er soll sich in der saudischen Hauptstadt Riad befinden und am Wochenende zum Gipfel der Arabischen Liga nach Ägypten reisen. Seit dem Beginn der Offensive sind in dem Land Dutzende Zivilisten getötet worden, viele Todesopfer habe es bei Angriffen in der Nacht zum Freitag auf einen Militärstützpunkt im Norden von Sanaa gegeben, sagten Vertreter des Gesundheitsministeriums. Dabei sei ein benachbartes Wohnviertel getroffen worden. Die schiitischen Huthi-Rebellen hatten Sanaa im Januar erobert. Der Iran hat am Donnerstag die von Saudi-Arabien eingeleiteten Luftangriffe im Jemen verurteilt. Laut Press TV hat Teheran eine sofortige Einstellung der Militärintervention in dem Krisenland gefordert. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Marzieh Afkham bezeichnete die Intervention als eine „Aggression" gegen Jemen und fügte hinzu, die Militärschläge würden die Situation in dem Land nur verkomplizieren und die Chance auf eine friedliche Lösung der Krise vernichten. Afkham warnte weiter, Saudi-Arabiens Offensive werde zu einer Ausbreitung des Terrorismus und Extremismus in der Region führen.

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