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Mittwoch, 22 Oktober 2014 15:01

Der Vatikan fordert zur Beteiligung Irans an der Lösung von Konflikten im Nahen Osten auf

Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin
Rom (kathpress.de) -  Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin hat vor dem Konsistorium der Kardinäle und Patriarchen im Vatikan, bei dem Papst Franziskus den Vorsitz hatte, den Terror des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS) scharf verurteilt.
Die derzeitige Lage von Christen und anderen religiösen Minderheiten im Herrschaftsbereich des „Islamischen Staats“ sei „inakzeptabel“ und müsse zu starken Reaktionen der islamischen Führer führen.

„Massenhinrichtungen, Enthauptungen von Andersdenkenden, Verkauf von Frauen auf dem Markt, Kindersoldaten, Zerstörung von religiösen Stätten - das alles hat Hunderttausende zur Flucht gezwungen“, so Parolin wörtlich: „Wir verurteilen klar diese Verletzungen nicht nur des humanitären Völkerrechts, sondern der grundlegendsten Rechte überhaupt, und fordern ein Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr und auf ein Leben in Würde und Sicherheit im eigenen Land. Das ist ein Recht, das von der internationalen Gemeinschaft wie von den Staaten garantiert werden muss.“ Die UNO habe die Pflicht, „neue Völkermorde“ zu verhindern.

Friede lasse sich im Nahen Osten allerdings nicht „unilateral“ herstellen, sondern nur mit einer „umfassenden regionalen Lösung“. Für eine „Stabilisierung der ganzen Region“ wäre ein Ende des israelisch-palästinensischen Konflikts „dringend nötig“, wobei jetzt entsprechende diplomatische Bemühungen forciert werden müssten. Auch der Iran sollte an einer Lösung für die Probleme im Nahen Osten beteiligt werden, so der Kardinal-Staatssekretär.

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