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Freitag, 18 Juli 2014 10:30

264 Tote und 2216 Verletzte bei israelischen Angriffen

264 Tote und 2216 Verletzte bei israelischen Angriffen
Tel Aviv/Berlin/Istanbul/Kairo (Freunde Palästinas/IRIB/dpa) - Zehn Tage nach dem Beginn seiner Luftangriffe auf Gazastreifen hat Israel nun eine Bodenoffensive gestartet.
Etwa 27 Palästinenser wurden nach Angaben der Rettungsbehörden in Gaza seit dem Beginn der Aggression am Abend getötet. Darunter sei auch ein fünf Monate altes Baby. Die Zahl der Totenopfer seit Beginn der israelischen Aggression vor elf Tagen stieg nach Angaben der Rettungsbehörden am Freitag auf 264 und 2216 wurden verletzt. Die israelische Armee teilte Freitagfrüh mit, es habe im nördlichen Abschnitt des palästinensischen Küstengebiets einen ersten Verlust auf eigener Seite gegeben. Zwei weitere israelische Soldaten wurden verletzt. „In der Nacht ist viel passiert“, sagte der Chefsprecher des Militärs, General Moti Almos, im Armeeradio. Die israelische Armee beschoss bei ihrer Bodenoffensive im Gazastreifen auch Hochhäuser, in denen palästinensische Medienbüros untergebracht sind. Kampfhubschrauber hätten am frühen Freitagmorgen den Al-Dschauhara-Turm in der Stadt Gaza unter Feuer genommen, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan. Der Foto-Reporter Mohammed Schabab sei dabei verletzt worden. Ein weiterer Angriff galt dem Bericht zufolge dem Daud-Hochhaus im Stadtteil Rimal. Mehrere Mitarbeiter eines von dort sendenden lokalen Radios wurden demnach verletzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstreicht ihr Verständnis für Israels Verbrechen. "Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung", sagte Merkel am Freitag vor Journalisten in Berlin. Deutschland stehe in dieser Frage an der Seite Israels. Der Iran verurteilte hingegen die israelische Aggression im Gazastreifen scharf. "Das ist ein neues Kapitel der unmenschlichen Verbrechen des zionistischen Regimes (Israel)», sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afgham am Freitag. Die Bodenoffensive grenze an ein Kriegsverbrechen, so die Sprecherin nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA. Die Türkei fordert eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu teilte am Freitag im Kurzmitteilungsdienst Twitter mit, er habe dazu mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gesprochen. Die Türkei beantrage außerdem Dringlichkeitstreffen des UN-Menschenrechtsrats und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) , teilte Davutoglu weiter mit. "Wir verurteilen die von Israel nach den inhumanen Morden durch Luftangriffe begonnene Bodenoperation in Gaza auf das schärfste." Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas forderte Israel dazu auf, die Bodenoffensive zu stoppen. Der Einsatz werde nur zu noch "mehr Blutvergießen" führen und die Bemühungen um ein Ende der Gewalt "verkomplizieren", sagte er laut der ägyptischen Nachrichtenagentur MENA in Kairo. Am Nachmittag wurde Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Istanbul erwartet. Er wollte dort mit Staatspräsident Abdullah Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zusammenkommen.

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