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Freitag, 25 April 2014 06:09

Sanktionen statt Gesprächen: Israel reagiert auf palästinensische Aussöhnung

Funkstille: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (links) und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Das Foto zeigt sie bei Gesprächen im Jahr 2010 in Washington. - Foto: dpa Funkstille: Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (links) und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu. Das Foto zeigt sie bei Gesprächen im Jahr 2010 in Washington. - Foto: dpa
Al Quds (nd/IRIB) – Das israelische Regime hat die Friedensgespräche mit der Palästinensischen Autonomiebehörde wegen der Bemühungen der Fatah um eine innerpalästinensische Aussöhnung ausgesetzt.

Dies habe das Sicherheitskabinett unter Leitung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag beschlossen, berichteten mehrere israelische Medien übereinstimmend. Die neunmonatige Frist für die Gespräche läuft kommenden Dienstag aus, ohne dass es eine sichtbare Annäherung beider Seiten gegeben hätte.

Zudem werde Israel wirtschaftliche nicht weiter erläuterte Sanktionen gegen die Palästinenser verhängen, berichtete die Zeitung »Times of Israel«. Außenminister Avigdor Lieberman hatte schon zuvor betont, es werde keine Friedensvereinbarung mit einer Palästinenserführung geben, an der auch die Hamas beteiligt ist.

Unterdessen haben die Vereinten Nationen und die Europäische Union die Bemühungen der palästinensischen Fatah um Aussöhnung mit Hamas positiv bewertet. Der UN-Nahost-Gesandte Robert Serry betonte, die Vereinten Nationen würden die Vereinigung des Westjordanlandes und des Gazastreifens unter einer einheitlichen und rechtmäßigen Regierung weiter unterstützen. Ähnlich reagierte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Die Aussöhnung der Palästinenser unter Leitung von Abbas sei eine wichtige Voraussetzung für die Zwei-Staaten-Lösung, sagte ein Sprecher.

Die beiden größten palästinensischen Parteien hatten sich am Tag zuvor auf die gemeinsame Bildung einer Übergangsregierung sowie Neuwahlen geeinigt.

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