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Donnerstag, 24 April 2014 06:18

Erdogan spricht Armeniern erstmals Beileid aus

Erdogan im Parlament in Ankara: "Schwierige Zeit voller Schmerz" Erdogan im Parlament in Ankara: "Schwierige Zeit voller Schmerz"
Ankara (spiegel.de) - In einer Erklärung hat sich der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan an "die Enkel der 1915 getöteten Armenier" gewandt und ihnen erstmals sein Beileid ausgesprochen.

Erdogan schlug damit deutlich versöhnlichere Töne an als andere türkische Spitzenpolitiker. Allerdings bezeichnete er die Taten nicht als Völkermord. Im Osmanischen Reich kamen nach unterschiedlichen Schätzungen während des Ersten Weltkriegs zwischen 200.000 und 1,5 Millionen Armenier ums Leben.

"Es lässt sich nicht abstreiten, dass die letzten Jahre des Osmanischen Reiches, gleich welcher Religion oder ethnischer Herkunft sie angehörten, für Türken, Kurden, Araber, Armenier und Millionen weiterer osmanischer Bürger eine schwierige Zeit voller Schmerz waren", teilte Erdogan mit. Es sei aber "inakzeptabel, dass die Ereignisse von 1915 als ein Vorwand für eine Anfeindung gegenüber der Türkei benutzt und zu einem politischen Streitthema stilisiert werden."

Erdogan bekräftigte Forderungen nach einem Dialog zwischen der Türkei und Armenien und der Einsetzung einer Historikerkommission, um die Umstände der Massaker zu untersuchen.

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