Diesen Vorwurf haben hochrangige Vertreter aus Netanjahus Likud-Partei erhoben.
Obama soll dem amerikanischen Journalisten Jeffrey Goldberg in privaten Gesprächen mehrfach gesagt haben: „Israel weiß nicht, was sein eigenes bestes Interesse ist.“ Diesen Satz zitierte Goldberg am 14. Januar in seiner Kolumne für das amerikanische Nachrichtenunternehmen „Bloomberg“. Der Journalist, der jüdischer Herkunft ist und in der israelischen Armee gedient hat, schreibt weiter: „Mit jeder neuen Ankündigung einer Siedlung, meint Obama, führt Netanjahu sein Land weiter auf dem Pfad in die fast vollständige Isolation.“
Obama habe außerdem geäußert, sich an die „selbstvernichtende“ Politik Netanjahus gewöhnt zu haben, führt Goldberg weiter aus. „Der Präsident scheint den Premierminister für einen politischen Feigling zu halten, für einen eigentlich unangefochtenen Führer, der dennoch nicht führen oder politisches Kapital für Kompromisse einsetzen will.“ Goldberg würde es nicht wundern, wenn Obama seine Sicht eines palästinensischen Staates öffentlich macht, mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.
Wie die Zeitung „Jerusalem Post“ berichtet, werfen ungenannte Likud-Politiker Obama „erhebliche Einmischung“ im Wahlkampf vor. Der Präsident räche sich an Netanjahu, weil dieser angeblich im amerikanischen Wahlkampf für Obamas Kontrahenten Mitt Romney eintrat. Obamas Vorbehalte gegen Netanjahu rührten auch vom Einfluss des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres und des früheren Premiers Ehud Olmert her. …
http://www.israelnetz.com/aussenpolitik/detailansicht/aktuell/likud-obama-mischt-sich-in-wahlkampf-ein/#.UPfV7R03tic
Letzte Meldungen
- Kerry fordert Israel auf, Siedlungsbau einzustellen
- Chomsky: Obama, Bush und Blair gehören vor IStGH
- Britischer Kampfjet begleitet pakistanisches Flugzeug
- Erneut schwerer Anschlag in Kabul
- Telefongespräch zwischen Joe Biden und Masoud Barezani
- Weitere 20 Firmen und natürliche Personen von neuen US-Sanktionen erfasst
- Pjöngjang doch für neue Atomgespräche
- Atomstreit: Deutsche Banken kündigen Konten iranischer Studenten
- Syrischer Premier fordert erneut politische Lösung der Krise
- Hanija fordert Annullierung bzw. Überarbeitung des Camp-David-Abkommens
Donnerstag, 17 Januar 2013 10:38
Likud: Obama mischt sich in Wahlkampf ein
JERUSALEM / WASHINGTON (inn) – US-Präsident Barack Obama soll gezielt Kritik am israelischen Premier Benjamin Netanjahu gestreut haben, um ihm Wählerstimmen abzunehmen.

