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Donnerstag, 08 Oktober 2015 05:22

Iran boykottiert die Frankfurter Buchmesse

Salman Rushdie / Bild: (c) AFP (GERARD JULIEN Salman Rushdie / Bild: (c) AFP (GERARD JULIEN
Teheran (Dradio.de/IRIB) -  Der Iran wird die nächste Woche beginnende Frankfurter Buchmesse  boykottieren. Das teilte heute das Kulturministerium in Teheran mit.

Dies geschehe aus Protest gegen die Anwesenheit des britischen Schriftstellers Salman Rushdie, der am Dienstag bei der Eröffnungspressekonferenz sprechen soll. Unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit sei eine in der islamischen Welt verhasste Persönlichkeit eingeladen worden. Iran sieht darin eine Provokation nicht nur gegen den diesjährigen Ehrengast der Buchmesse, Indonesien, und hat die anderen teilnehmenden islamischen Staaten aufgefordert, dem eigenen Beispiel zu folgen.

Rushdies 1988 veröffentlichtes Werk "Die satanischen Verse" gilt vielen Muslimen als gotteslästerlich. Der Gründer der Islamischen Republik, Imam Khomeini, der aufgrund seines Scharfsinns die verdeckten destruktiven Ziele des westlichen Kulturimperialismus durchschaute, fällte am 14. Februar 1989 - gestützt auf Koran und Sunna - ein historisches Todesurteil gegen den abtrünnigen Schriftsteller, womit er in der islamischen Welt große Zustimmung fand. Rushdie musste daraufhin jahrelang im Verborgenen leben.

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