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Mittwoch, 24 Dezember 2014 15:07

Geburtenrate im Iran um 70 Prozent gesunken

Geburtenrate im Iran um 70 Prozent gesunken
Teheran (Iran Daily) - Innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte ist die Geburtenrate im Iran zum 70 Prozent gesunken. Das sagte ein Mitglied des Frauen-Sozialrats auf einer Konferenz unter dem Titel "Bevölkerungskrise im Iran" in Khomein (Provinz Markazi).
Die auf Senkung der zuvor sehr hohen Geburtenrate orientierten Ziele der iranischen Bevölkerungspolitik, so Hajar Moradi, seien schon 2002 erreicht worden, doch auch anschließend sei diese auf einem niedrigen Stand geblieben. Dies sei ein Erfolg der die Weltherrschaft anstrebenden Mächte mit ihrer Werbung für Familienplanung und Konsum sowie ihrer religionsfeindlichen Propaganda in den Entwicklungsländern. Europäische Länder, die USA und Israel würden dagegen große Anstrengungen zur Förderung ihrer eigenen Geburtenquote unternehmen.
 
Moradi äußerte sich überzeugt davon dass die junge Bevölkerung Irans wesentlich zu den wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritten des Landes beigetragen habe. Doch für die Zukunft sollten die Verantwortlichen auf diese Entwicklung größere Aufmerksamkeit richten, denn mittlerweile gehöre Iran zu den Ländern mit einer rasch alternden Bevölkerung. Schon 2041 werden 20 Prozent aller Iraner zu dieser Gruppe gehören.
 
Zu den Hauptursachen für diese Entwicklung gehören für Moradi das angestiegene Heiratsalter und das höhere Alter von Frauen, in dem sie ihre Kinder zur Welt bringen.
 
Die Bevölkerungswissenschaftlerin Shala Kazemipour erläuterte auf dieser Konferenz, dass das ansteigende Heiratsalter seit einigen Jahrzehnten zu beobachten ist. Trotzdem wurde es lange ignoriert und es gibt keinen Plan, wie dieser Entwicklung begegnet werden soll. "Die späte Heirat ist in unserer Gesellschaft wie eine Krankheit", sagte sie. Doch in kulturellen Faktoren begründete Probleme lassen sich nicht in kurzer Zeit lösen, zumal dann nicht, wenn die zur Steigerung der Geburtenquote gebotenen Anreize nicht den Bedürfnissen und Plänen der Jugend entsprechen.

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