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Mittwoch, 20 August 2014 06:08

Palästinensischer Dichter Samih Al-Qasim ist tot

Palästinensischer Dichter Samih Al-Qasim ist tot
Ramallah(Freunde Palästinas/IRIB)- Der palästinensische Dichter, Poet, Schriftsteller, Träger des ägyptischen Literaturpreises, Naguib Mahfouz und Autor von mehr als 50 Büchern, Samih Al-Qasim, ist am Dienstag(gestern) im Alter von 79 Jahren verstorben.

 

Samih Al-Qasim wurde 1939 in Zarqa geboren, einer Stadt die unter dem britisch-palästinensischen Mandat stand. Als Mitglieder der Drusensekte lebte der al-Qasim clan seit Jahrhunderten in Rama, einem Dorf im Norden von Palästina. Als Kind kehrte Samih Al-Qasim dorthin zurück, als der 2. Weltkrieg ausbrach. Rama wurde von israelischen Soldaten während des arabisch-israelischen Krieges besetzt.

Der Al-Qasim Clan blieb in dieser Zeit im Dorf, musste aber unter den "Vorschriften eines Ausnahmezustandes" leben, die die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung innerhalb des Staates Israel bis 1966 bestimmten. Trotz dieser Einschränkungen reiste al-Qasim zusammen mit Mahmud Darwish, mit dem er freundschaftlich verbunden ist, während der späten 50er durch das Land,  um den ländlichen Bevölkerungen aus ihren Gedichten vorzulesen.

1967, am 1. Tag des "Sechs Tage Krieges" wurde Samih Al Qasim, Mitglied der israelisch kommunistischen Partei, von den israelischen Streitkräften gefangen genommen und kam in das Al Damoun Gefängnis in Haifa. Diese Erfahrung schockte Al Qasim zutiefst. Er sagt darüber: "Im Gefängnis entdeckte ich - als die Israelis erklärten: 'Sharm el Sheikh ist in unserer Hand, Jerusalem ist in unserer Hand' - dass ich eine aus zwei Möglichkeiten wählen musste: entweder eine Höhle in den Bergen zu finden, isoliert von der Menschheit, oder eine übergeordnete Sicht auf den Kampf zu gewinnen. Da verlor ich meinen Glauben an großartige nationalistische Worte.

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