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Donnerstag, 09 Januar 2014 12:41

Ironie der Geschichte: Früherer Sowjetbürger Lieberman plädiert für Ausbürgerung arabischer Bürger

Avigdor Lieberman Avigdor Lieberman
Tel Aviv. Israels Außenminister Avigdor Lieberman fordert die Ausbürgerung von Millionen arabischen Bewohnern des Landes.
Der aus der früheren Sowjetunion eingewanderte Ultrarechte will auf diese Weise die »demographische Zeitbombe« entschärfen. Dieser rassistische Begriff ist in Israel weit über die Anhänger der Rechten hinaus gebräuchlich. Er bezeichnet die Tatsache, dass gegenwärtig rund ein Fünftel der über acht Millionen israelischen Staatsbürger arabischer Herkunft ist. Angeblich gefährdet das bereits den »jüdischen Charakter« des Staates. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat gerade kürzlich entschieden, dass es keine israelische Nationalität gibt. Die Personalpapiere der Bewohner werden auf »Juden«, »Araber«, »Drusen«, »Armenier« usw. ausgestellt, aber keinesfalls auf »Israelis«. Zwischen den Angehörigen der verschiedenen Gruppen besteht keine rechtliche Gleichstellung. »Jude« zu sein, selbst wenn man gerade erst aus den USA oder Russland zugewandert ist, verbindet sich sofort mit etlichen Privilegien. (Quelle: jW)

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