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Donnerstag, 04 Februar 2016 15:50

Obama besucht erstmals US-Moschee und verurteilt anti-islamische Äußerungen

Obama besucht erstmals US-Moschee und verurteilt anti-islamische Äußerungen
Baltimore (Press-TV/Zeitonline) - US-Präsident Barack Obama hat erstmals eine Rede in einer Moschee gehalten. Im Gebetsraum der Islamischen Gesellschaft in Baltimore rief er die Nation zum Zusammenhalt auf. Der Auftritt war eine Reaktion auf die islamfeindlichen Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump.

Er nutzte den Besuch in Windsor Mill nahe Baltimore, um den Besuchern ihren Platz in der US-Gesellschaft zu versichern. Er verurteilte die "unverzeihliche" Rhetorik von Politikern gegen in den USA lebende Muslime. Diese Rhetorik habe "in unserem Land keinen Platz", sagte Obama. "Ein Angriff auf eine Religion ist ein Angriff auf alle Religionen." Trump hatte im Dezember die Schließung der US-Grenzen für Muslime gefordert. Obama kritisierte in seiner Rede das "schwer verzerrte Bild", welches viele Medien und Filme von Muslimen zeichneten. Viel zu oft verwechselten Menschen die Taten von Attentätern mit den Überzeugungen der gesamten Religion, klagte Obama. Er rief dazu auf, Muslime und Terroristen keinesfalls gleichzusetzen. "Viele Amerikaner hören vom Islam nur im Zusammenhang mit Terror", sagte Obama in der Stadt Baltimore. Ein ganzer Glauben und eine religiöse Minderheit würden so in Misskredit gebracht, das dürfe nicht sein. Die wahre Botschaft des Islam nannte er Frieden, was der Grund dafür gewesen sei, dass in den vergangenen Tausend Jahren Menschen zu dieser Religion übertreten, so Obama weiter. Von den Nicht-Muslimen verlangte Obama, Moscheen zu besuchen und bezeichnete islamische Gebetshäuser als einen Ort für die Liebe zu Gott und dem Mitmenschen.

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