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Freitag, 21 August 2015 15:30

Islamische Bank in Deutschland: Koran-widrige Geschäfte sind tabu

Islamische Bank in Deutschland: Koran-widrige Geschäfte sind tabu
Frankfurt am Main (sputniknews/IRIB) - Das im Nahen Osten und in Südostasien verbreitete islamische Finanzsystem erlebt jetzt ein echtes Wachstum.
Langsam aber sicher kommt das Islamische Banksystem, dessen Normen Wucher verbieten, nun auch nach Deutschland. Eine islamische Bank orientiert sich an den Regeln des Korans. „Es ist eine Art der Wirtschaft, wo es gesündere Beziehungen zwischen dem Investor und jenen gibt, die diese Investitionen erhalten“, erläuterte im Interview für Sputniknews Farhad Saidi, Ratsvorsitzender der Asia-Bank. „Im traditionellen Banking gibt ein Kreditinstitut Geld und sagt: ‚Mir ist egal, was aus Ihnen und Ihrem Business wird, ich brauche 15 Prozent auf die Kredithöhe.‘ Im Islamischen Banking betrachtet sich die Bank als Partner, als Mitinvestor des Empfängers dieser Investitionen. Deshalb tragen sie Gewinn und auch Verlust gemeinsam.“ Der Gewinn im Islamischen Banking sei nicht kleiner und nicht größer, erklärte Saidi. Die Bank müsse wissen, wofür ihre Mittel verwendet werden und in welchem Maße ihr Empfänger kompetent sei. Die Investition müsse auch für die Gesellschaft nützlich sein. Die erste islamische Bank auf deutschem Boden und in der Euro-Zone insgesamt ist die KT Bank AG, eine Tochter der kuwaitisch-türkischen Kuveyt Türk Bank. Es dauerte lange 27 Monate, bis die Finanzsaufsicht grünes Licht gab und der Eröffnung der  ersten Filiale zustimmte. Für sich selbst sieht die Bank ein großes Potenzial in Deutschland. Bislang nehmen rund fünf Prozent von den 4, 3 Mio. Muslimen in der Bundesrepublik das Islamische Banksystem in Anspruch.  Doch damit begrenzt sich die potenzielle Kundschaft nicht.

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