Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Mittwoch, 01 Juli 2015 14:32

Fastenbrechen mit Bundeskanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (l.) mit der Sprecherin des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland, Nurhan Soykan, beim Fastenbrechen Bundeskanzlerin Angela Merkel (l.) mit der Sprecherin des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland, Nurhan Soykan, beim Fastenbrechen
Berlin (dpa/fp) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gestern erstmals offiziell zum Fastenbrechen im Ramadan eingeladen.

Zu der traditionellen Mahlzeit, mit der Muslime nach Sonnenuntergang ihr Fasten beenden, waren neben Vertretern islamischer Verbände und Vereine – wie die Sprecherin des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland, Nurhan Soykan – auch Repräsentanten anderer Religionsgemeinschaften wie der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland, Alois Glück, sowie die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD) eingeladen.

Die Bundeskanzlerin verwies bei dieser Gelegenheit auf die weltweiten Gewalttaten im Namen einer Religion, zu oft leider im Namen des Islams. Doch jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, jeder Generalverdacht verbiete sich, sagte Merkel. Die allermeisten Muslime seien rechtschaffene und verfassungstreue Bürgerinnen und Bürger. "Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört."

Zugleich verwies die Kanzlerin auf Übergriffe auf Gläubige und ihre Gotteshäuser, auf Synagogen, Moscheen und Kirchen. "Solche Taten richten sich gegen uns alle", sagte sie. Dies seien Anschläge auf die Glaubensfreiheit und auch auf die Demokratie. Als Bürger müsse man hier klar Stellung beziehen. Die Mehrheit dürfe keine schweigende Mehrheit sein.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, rief ebenfalls zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Es sei wichtig, über Religionsgrenzen hinweg für Vielfalt einzutreten. Sie verurteilte Terroranschläge im Namen von Religionen sowie Ausgrenzung und Vorurteile gegen Menschen unterschiedlichen Glaubens. Phänomene wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit nähmen täglich zu. Um so wichtiger sei es, auf Begegnung und Austausch zu setzen.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren