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Freitag, 01 Mai 2015 15:05

Gedenken an tausende muslimische Opfer im Zweiten Weltkrieg

Gedenken an tausende muslimische Opfer im Zweiten Weltkrieg
Zeithan (islam.de) - In diesem Jahr wurde kürzlich im Kriegsgefangenenlager Zeithain bei Dresden erstmals offiziell der dort umgekommenen muslimischen Rot-Armisten gedacht. Der ZMD-Vorsitzende las dabei die Al-Fatiha und weitere Verse aus dem Koran.

Am 70. Jahrestag der Befreiung des Kriegsgefangenenlagers Zeithain bei Dresden nahm der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Familienangehörigen der Opfer, Repräsentanten verschiedener Staaten, dem Ministerpräsidenten von Sachsen, Stanislaw Tillich, und Vertretern aller Religionsgemeinschaften an einer Gedenkfeier teil. Im Lager Zeithan sind zwischen 1941 und 1945 bis zu 30.000 sowjetische und mehr als 900 Kriegsgefangene aus Italien, Polen und Serbien gestorben, zumeist infolge von Unterernährung und katastrophaler hygienischer Zustände.

Heute hält die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain die Erinnerung wach. Unter den dort Umgekommenen waren tausende Muslime, darunter Krimtataren und Soldaten aus anderen muslimischen Republiken der damaligen Sowjetunion. Mehr als die Hälfte der isgesamt rund 5,7 Millionen Soldaten der Roten Armee, die im Zweiten Weltkrieg in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten, überlebten die katastrophalen Haftbedingungen nicht.

Bei der Gedenkfeier las der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek für die muslimischen Toten die Al-Fatiha und trug weitere Koranverse vor, die er später übersetzte.

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