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Freitag, 27 März 2015 14:58

Umstrittenes Islamgesetz in Österreich: Muslime wollen vor Gericht ziehen

Umstrittenes Islamgesetz in Österreich: Muslime wollen vor Gericht ziehen
Ankara/Wien (trt/IRIB)- Das viel diskutierte Islamgesetz ist im österreichischen Nationalrat(Parlament) verabschiedet worden.
Nun steht der Islam nach österreichischer Art auf der Agenda. Es enthält aber auch einige kontroverse Neuerungen. So sollen Imame künftig an österreichischen Universitäten ausgebildet und von den muslimischen Gemeinden selbst eingestellt werden. „Abgesandte“ Imame aus der Türkei oder Saudi-Arabien dürfen nach einer Frist von einem Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht mehr in Moscheegemeinden vorbeten. Zudem dürfen muslimische Vereine nicht mehr aus dem Ausland finanziert werden. Der österreichische Botschafter in Ankara Klaus Wölfer sagte diesbezüglich folgendes, "Das Islamgesetz hat mit den Entwicklungen im Nahen Osten nichts zu tun. Es ist lediglich die Novellierung eines 100-jährigen Gesetzes." Nach Worten von Wölfer hätte man mit dem neuen Gesetz, den religiösen Festen, islamischen Friedhöfen und Schlachtungen nach islamischer Art gesetzliche Grundlage verschafft. Jedoch reagierten die Muslime auf den Artikel, wonach den islamischen Instituten verboten wird, Finanzen aus dem Ausland zu schaffen, scharfe. Der Botschafter hingegen meint, dass solch ein Verbot nicht der Fall ist. Unterdessen sieht das Gesetz für die Ausbildung von islamischen Geistlichen die Gründung einer islamischen Theologie-Fakultät vor. Dass die österreichischen Gesetze über die religiösen Lehren sind, ist der zentrale Kritikpunkt am Islamgesetz. Dieser Artikel könne in der Praxis zu Einschränkungen führen. Das Gesetz beunruhigt die islamischen Institute in Österreich und die Muslime in Europa. Die europäischen Muslime weisen darauf hin, dass dieses Gesetz zu Missverhältnissen führen wird. Ferner bringen die europäischen Muslime und islamische Institute zum Ausdruck, dass sie dieses Gesetz vor dem Verfassungsgericht und Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen werden.

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