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Donnerstag, 08 Januar 2015 11:44

Imam von Bordeaux: "Muslime müssen ihre Wut zeigen"

Solidarität mit "Charlie Hebdo" Solidarität mit "Charlie Hebdo"
Bordeaux (afp) - Der Imam von Bordeaux hat die Muslime in Frankreich zu Protesten gegen den Anschlag auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" aufgerufen.

Die Attacke in Paris, bei der zwei mutmaßliche Islamisten zwölf Menschen töteten und dies als "Rache" reklamierten, sei "fast eine Kriegshandlung", sagte Imam Tareq Oubrou am Abend nach einem Treffen mit Papst Franziskus im Vatikan. Der Anschlag reiche "an das heran, was der 11. September für die USA war".

Er sei zwar eigentlich ein Gegner von Demonstrationen, fügte der Imam einer der größten französischen Städte hinzu. Doch nun rufe er die Muslime in Frankreich auf, "in Scharen auf die Straßen zu gehen und ihre Empörung zu zeigen". Er nannte den Angriff auf die Satire-Zeitschrift ein "monumentales Beben. Eine rote Linie wurde gebrochen. Der zivile Frieden ist bedroht. Muslime müssen ihre Wut zeigen."

In Paris empfing Staatspräsident François Hollande Vertreter von Christen, Juden, Muslimen und Buddhisten. Im Namen aller Religionen verurteilte der Präsident der protestantischen Gemeinde Frankreichs, François Clavairoly, im Anschluss an das Treffen eine "abscheuliche Tat". "Niemals werden wir es zulassen, dass Menschen so feige ermordet werden, ohne zu reagieren."

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