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Freitag, 26 Dezember 2014 04:54

Fünf Verletzte beim Brandanschlag auf eine Moschee in Schweden

Brennende Moschee in Eskilstuna  |  © TT News Agency/dpa Brennende Moschee in Eskilstuna | © TT News Agency/dpa
Eskilstuna (orf/IRIB) - Bei einem Brandanschlag auf eine Moschee in Schweden sind am ersten Weihnachtsfeiertag fünf Menschen verletzt worden.
Augenzeugen berichteten, dass ein Unbekannter einen Gegenstand durch ein Fenster des Gebäudes geworfen hatte und dann ein großes Feuer ausgebrochen ist. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich zwischen 15 und 20 Menschen in dem Gebäude in der Stadt Eskilstuna auf. Eskilstuna ist eine Stadt mit etwa 65.000 Einwohnern. Der Ort liegt in Zentralschweden. Die Verletzten wurden laut dem Sprecher der örtlichen Polizei, Lars Franzell, mit Rauchvergiftungen, Schnittwunden und Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung ein, nannte aber zunächst keine Verdächtigen. Der Vorsitzende der Vereinigung der Muslime in Schweden, Omar Mustafa, sagte im Radiosender SR, das Land erlebe einen zunehmenden „Hass gegen Muslime“. Schweden beherbergt besonders viele Flüchtlinge. Das skandinavische Land erlebt zugleich ein Erstarken ausländerfeindlicher Kräfte: Die rechtsextremistische Partei Schwedendemokraten wurde bei der Parlamentswahl im September drittstärkste Kraft. Anfang Dezember zwang sie die Minderheitsregierung des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven in die Knie: Die Rechtsextremen stimmten für den Haushaltsentwurf der konservativen Opposition, woraufhin die Regierung eine vorgezogene Neuwahl ankündigte.

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