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Mittwoch, 26 November 2014 17:40

NRW-Integrationsminister: Islamfeindlichkeit Gefahr für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Dortmunder SPD-Politiker Guntram Schneider fordert eine differenzierte gesellschaftliche Debatte. Der Dortmunder SPD-Politiker Guntram Schneider fordert eine differenzierte gesellschaftliche Debatte.
Düsseldorf (KNA/IRIB)-  NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) hat sich besorgt über eine zunehmende Islamfeindlichkeit geäußert.

«Diese gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt», erklärte er am Montag in Düsseldorf. Auf der Tagung des «dialog forum islam» (dfi) mit islamischen und alevitschen Verbänden, Vertretern der Landesregierung und Experten versicherte Schneider den Muslimen, dass die Landesregierung fest an ihrer Seite stehe.

„Islamfeindlichkeit begegnet uns tagtäglich. Nicht nur im persönlichen Umfeld, sondern auch in den Medien. Hier braucht es ein Umdenken in der Mehrheitsgesellschaft wie bei den Musliminnen und Muslimen. Wir wollen uns daher stärker einbringen und der Ablehnung des Islam ein positives, reales Bild des Islam in NRW entgegensetzen, indem wir unsere Gotteshäuser und Einrichtungen noch stärker öffnen und uns bei aktuellen Themen konstruktiv einbringen, zum Beispiel bei der momentanen akuten Flüchtlingshilfe", sagte Erol Pürlü, Sprecher des Koordinationsrates der Muslime.

Einig ist sich die Runde laut Schneider darin gewesen, dass die Gewalt der Terrorgruppe IS abzulehnen ist und nicht zum Generalverdacht gegenüber Muslimen in Nordrhein-Westfalen führen darf. «Ich begrüße außerordentlich, dass die nordrhein-westfälischen muslimischen Verbände hier ein klares Bekenntnis gegen jeglichen religiös begründeten Extremismus abgegeben haben», so der Minister.

Unter dem Vorsitz von Integrationsminister Guntram Schneider trat das „dialog forum islam“ (dfi) zum dritten Mal in Düsseldorf zusammen. Neben dem IS-Terror standen die in letzter Zeit angestiegenen Übergriffe auf Moscheen und die vielfachen Diskriminierungserfahrungen von Musliminnen und Muslimen im Mittelpunkt des Treffens.

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