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Freitag, 17 Oktober 2014 13:57

Wenn sich das Opfer rechtfertigen muss

Die Fahne der Terrororganisation IS Die Fahne der Terrororganisation IS
von Kassem Mohsen | Oktober 2014 - Verfolgt man Aufmerksam die Diskurse, die die letzten Monate ausmachen, hört man vor allem über die Gefahr,  die vom Islamismus ausgehe.
Die Hintergründe sind die Verbrechen, die von der CIA aufgebauten ISIS begangen werden. Seitdem diese Terroristen im Namen des Islam insbesondere Muslime töten, wird von jedem Muslim erwartet, dass er sich distanziere. Die Rechtspopulistischen Parteien sind lauter denn je, denn jetzt zeigt sich angeblich das, wovor sie ständig warnen: Muslime die Angst und Terror verbreiten. Dabei ist es so, dass sich das Opfer vor Gericht dafür verantworten muss mit dem Täter zu sympathisieren oder sie gar zu unterstützen. Es muss sich rechtfertigen, weil es dem Täter ähnelt, zumindest optisch. Dass aber ideologisch vollkommen entgegengesetzte Sichtweisen auftreten wird nicht berücksichtigt. Kurzum, dass Opfer muss sich für die Taten des Täters mitverantworten. Vielen Menschen ist die Tatsache unbekannt, dass neben Yeziden und Christen auch Muslime nicht vor den Gräueltaten verschont bleiben. Stattdessen zeigt der Finger ununterbrochen auf den Muslim. Aber wer die letzten 3 Jahre beobachtet hat, weiß wie diese Kämpfer vom Westen und seine Verbündeten aufgerüstet wurden. Hierzulande hießen sie jedoch Freiheitskämpfer und waren Befürworter der Demokratie. Im Klartext, wurde die ISIS zu dem, was sie heute ist, durch Waffenlieferung und logistische Unterstützung aus unseren Steuern.  Und das Opfer (der Muslim) muss nun die Folgen aus diesem Handeln ertragen. Gleichzeitig muss er sich aber immer wieder distanzieren und deutlich machen, dass er diese Gruppen nicht unterstützt, obwohl er das schon die letzten 3 Jahre intensiv deutlich gemacht hat, während der Westen damals auf Seiten der „Freiheitsliebenden“ stand. Die Mittäter, sprich der Westen, haben damals ebendiese Gruppen aufgerüstet und spielen sich nun als größter Verfechter gegen den Täter aus.  Wenn die Welt gerecht wäre müssten die politischen Talkshows folgendermaßen aussehen: Themen würden lauten „Wie gefährlich ist der westliche Islam?“. Die Gäste müssten aus einem Politiker bestehen, der in den letzten Jahren die Waffenlieferung gegen diese Gruppen befürwortet hat und aus Jemanden, der schon immer davor gewarnt hat, dass ein Sturz Assads die gesamte Region in Schutt und Asche verwandeln würde, ja gar zur Anarchie führt. Außerdem wäre eine Person eingeladen, die aus dieser Region stammt und den Politiker darauf auffordert sich von den Gräueltaten zu distanzieren. Die Moderatorin müsste den Politiker befragen, wie er die Sicherheit der Muslime in diesem Land gewähren möchte, da durch die ISIS viele plötzlich ihre Wut an Moscheen und Muslimen in Deutschland auslassen. Was sie nicht wissen ist, dass die meisten Opfer der ISIS Muslime sind.  Was für eine Ironie ist das doch, wenn sich deutsche Muslime immer wieder rechtfertigen müssen, dass das Vergehen der ISIS nichts mit dem Islam zu tun hat, obwohl ganz klar die größten Leidtragenden der Islam und die Muslime sind. Dennoch wird in den Mainstream Medien nur von den yezidischen und christlichen Opfern berichtet, sodass der Anschein entsteht, Muslime töten Andersgläubige, also verdienen diese hier in Deutschland ebenso dieselbe Behandlung.  Ihre Meinung zum Essay: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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