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Mittwoch, 24 September 2014 16:20

BAG: Kirchen dürfen Kopftuch verbieten

Die Klägerin streitet seit mehreren Jahren mit einer Bochumer Klinik, die von einer evangelischen Stiftung getragen wird, um das Recht auf ein Kopftuch bei der Arbeit. Die Klägerin streitet seit mehreren Jahren mit einer Bochumer Klinik, die von einer evangelischen Stiftung getragen wird, um das Recht auf ein Kopftuch bei der Arbeit.
Erfurt (fr)- Dürfen kirchliche Krankenhäuser ihren moslemischen Mitarbeiterinnen verbieten, ein Kopftuch zu tragen? Sie dürfen, hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden.

Die Richter sind der Ansicht, dass das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen stärker wiegt als die Religionsfreiheit des Arbeitnehmers.

Kirchliche Einrichtungen dürfen moslemischen Mitarbeiterinnen grundsätzlich das Tragen eines Kopftuchs untersagen. Das hat am Mittwoch das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden. Zur Begründung hieß es, Beschäftigte von kirchlichen Häusern seien zumindest zu neutralem Verhalten verpflichtet. Das Kopftuch als Symbol der Zugehörigkeit zum Islam sei damit nicht vereinbar. Je nach konkreter Tätigkeit könne die Entscheidung aber auch anders ausfallen – etwa dann, wenn eine Beschäftigte während der Arbeit wenig Kontakt zu anderen Menschen habe.

Im konkreten Fall hatten sich Arbeitsrichter mit der Klage einer 36-jährigen moslemischen Krankenschwester auseinanderzusetzen.  Die türkischstämmige Frau war mehrere Jahre in den Evangelischen Augusta-Krankenhaus in Bochum beschäftigt, wo sie auch ihre Berufsausbildung absolviert hatte. Nach der Geburt ihrer Kinder und der Elternzeit wollte sie im Jahr 2010 wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.

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