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Sonntag, 21 September 2014 09:21

Islamische Theologie an deutschen Hochschulen

Islamische Theologie an deutschen Hochschulen
Berlin (© Auswärtiges Amt/BMBF/Dt.Botschaft) - An deutschen Schulen lernen 700.000 muslimische Schüler. Religionslehrer für den Islamunterricht werden deshalb dringend benötigt. Vier Zentren für Islamische Theologie bilden Religionslehrer und Theologen aus und die Nachfrage ist groß.

In Deutschland leben etwa vier Millionen Muslime. Sie bilden die nach evangelischen und katholischen Christen drittgrößte religiöse Gruppe in Deutschland. Die Einrichtung von Studiengängen für Islamische Theologie an deutschen Hochschulen ist Teil einer zeitgemäßen Integrationspolitik. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb über fünf Jahre mit rund 20 Millionen Euro Zentren für Islamische Theologie an den vier Standorten Münster/Osnabrück, Tübingen, Frankfurt/Gießen und Nürnberg-Erlangen.
Für eine flächendeckende Einführung islamischen Religionsunterrichtes in Deutschland werden rund 2.000 Lehrkräfte benötigt. Eine fundierte Ausbildung dieser Lehrkräfte ist ohne ein entsprechendes universitäres Umfeld, das auch anspruchsvolle Islamische Theologie umfasst, nicht vorstellbar.
Das Angebot für Islamische Theologie an deutschen Hochschulen schließt eine wissenschaftliche Lücke, indem sie die Chance zu einer historisch-kritischen Methode im Umgang mit dem Koran eröffnet. Zugleich ermöglicht sie durch die ausgebildeten Theologinnen und Theologen einen fundierten bekenntnisorientierten schulischen Religionsunterricht.

Prof. Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie:
„In Westeuropa gibt es so ein Projekt der Etablierung der Islamischen Theologie als bekenntnisorientiertes Fach an Universitäten gar nicht. Deutschland ist das erste westeuropäische Land, dass so etwas einführt. Und ich hoffe, dass dieses Projekt auch in
diesem Sinne Erfolg haben wird, dass wir andere europäische Länder anstecken, gerade dort, wo der Anteil der muslimischen Bevölkerung groß ist.“ „Im ersten Jahr haben sich 630 Studierende beworben, dieses Jahr 1.200. Das hat sich verdoppelt.“ „Wir wollen hier objektiv über den Islam forschen, nicht nur über den Islam reden, sondern in einem bekenntnisorientierten Studiengang vom Glauben heraus den Islam darlegen und erforschen.“ „Es zählt heute auch als wichtige Kompetenz für Firmen, die international tätig sind, dass sie Angestellte haben, die eben diese Expertise besitzen und Rücksicht nehmen auf bestimmte Sensibilitäten in islamischen Ländern.“



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