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Samstag, 06 September 2014 03:00

ZRD: Muslime müssen sich ständig für die Taten der Terroristen rechtfertigen

Viele Muslime demonstrieren gegen die Terrormiliz der IS. - Foto: dpa Viele Muslime demonstrieren gegen die Terrormiliz der IS. - Foto: dpa
Stuttgart (SZ/dtj/IRIB)- Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) warnt vor einem Generalverdacht gegen den Islam.
Angesichts der neuen Gewalt der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) im Nahen Osten unterscheide die Öffentlichkeit nicht mehr zwischen Extremismus und Religion, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) . Das treffe auch Muslime in Deutschland. „Ob in der Schule oder im Arbeitsalltag, müssen Muslime sich ständig für die Taten der Terroristen rechtfertigen.“ Zugleich räumte Mazyek ein, dass die Muslimen sich stärker von Extremisten distanzieren müssten, so Mazyek weiter. Doch neben öffentlichen Bekundungen und Rechtserklärungen, sogenannten Fatwas, gegen die Unterstützung terroristischer Aktionen, wie sie in England erlassen wurden, brauche es in Deutschland einen öffentlichen Schulterschluss. „Wir müssen das Problem ganzheitlich sehen, es sind in erster Linie unsere deutschen Jungs, die vor die Hunde gehen und nicht 'die Muslime'“, so Mazyek. Der ZMD-Vorsitzende kündigte an, dass nach dem Freitagsgebet in zwei Wochen alle großen Islam-Verbände bundesweit zum Frieden aufrufen würden. Dort werde man sich auch zur Gewalt gegen Muslime in Deutschland äußern sowie zu Kriegen im Nahen Osten, denen sowohl Christen als auch Muslime und Jesiden zum Opfer fielen.

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