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Dienstag, 12 August 2014 11:49

Zwei Anschläge auf zwei Moscheen in Deutschland

Tatort Moschee: Polizisten und Kriminaltechniker untersuchen die Brandursache in dem Neubau in Berlin Tatort Moschee: Polizisten und Kriminaltechniker untersuchen die Brandursache in dem Neubau in Berlin
Berlin/Bielefeld (dpa/IRIB) - Das Feuer am Anbau der Mevlana-Moschee an der Skalitzer Straße in Kreuzberg in der Nacht auf Dienstag ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gelegt worden.
Dies berichtet der Tagesspiegel. Nach Angaben der Polizei gebe es keine Hinweise auf einen technischen Defekt, der Staatsschutz ermittle. Das Feuer hatte in einem noch nicht fertiggestellten Anbau der Mevlana-Moschee Baumaterialien erfasst, die auf Holzpaletten gelagert waren. „Die Flammen sprangen auch auf die Folie vor den Fenstern über und züngelten an der Fassade hoch“, sagte ein Feuerwehrsprecher. In einer Moschee in der Stadt Bielefeld sollen zwei Koran-Bücher angezündet und weitere Heilige Schriften, die sich an Ort und Stelle befanden, im Gebetsraum auf den Boden geschleudert worden sein. Die Flammen eines brennenden Korans griffen laut Polizeisprecherin Sonja Rehmert auf einen Teppich und eine Wandverkleidung über. Es entstand geringer Gebäudeschaden. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Die Zahl der Übergriffe auf Moscheen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dies ging aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag vom Juni 2014 hervor. Demnach wurden zwischen 2001 und 2011 im Schnitt 22 Übergriffe pro Jahr gezählt, 2012 und 2013 stieg die Zahl auf 35 beziehungsweise 36 im Jahr. Von Anfang 2012 bis März 2014 wurden 78 Attacken registriert, davon 13 in Niedersachsen.

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