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Montag, 09 Juni 2014 15:21

Internationale Konferenz "Imam Khomeini - Mystik in Theorie und Praxis"

Internationale Konferenz "Imam Khomeini - Mystik in Theorie und Praxis"
  Anläßlich des 25. Todestages von Imam Khomeini am 4. Juni fand in Teheran eine internationale Konferenz zum Thema "Imam Khomeini - Mystik in Theorie und Praxis" statt.
An der Konferenz nahmen zahlreiche in- und ausländische Gäste teil. Sie begann mit einer Videoübertragung von Grußadressen renommierter Gelehrter. Sodann hielt Fatemeh Tabatabai, die Schwiegertochter Imam Khomeinis und Direktorin des Imam-Khomeini-Forschungszentrums, die Eröffnungsansprache.
 
In ihrer Rede wie auch in den weiteren Vorträgen stand die mystische Dimension im Werk Imam Khomeinis im Zentrum. Denn sie sei es, die maßgeblich  zur Aufrechterhaltung des Friedens, zur Lösung von Konflikten und zur Bewahrung vor dem gesellschaftlichen und moralischen Niedergang beigetragen habe.
 
Die Erkenntnsse des späteren Begründers der Islamischen Republik Iran haben als spirituelle Lehre Weltgeltung erlangt und die unterdrückten Völker in den verschiedensten Regionen der Welt zum Widerstand ermutigt. Seine Werke Imam werden nicht nur im Iran, sondern in weiten Teilen der Welt nach wie vor mit Hochachtung gelesen. Unüberschaubar ist mittlerweile die Anzahl der über seine Werke verfaßten Forschungsarbeiten, von denen etliche auch in andere Sprachen übersetzt worden sind.  
 
Einige Themen der diesjährigen Konferenz waren "Islamische Mystik in Theorie und Praxis", "Mystik und der Sinn des Lebens", "Mystik und Umwelt", "Mystische Praxis und Ethik", "Jesus und die Stufen islamischer Mystik" und "Mystik und soziale Dynamik". Neben den zwanzig an diesem Tag gehaltenen Referaten lagen den Veranstaltern weitere Manuskripte vor, von denen die besten veröffentlicht werden sollen.  
 
Die Veranstaltung endete mit einem Abendessen auf Einladung von Hassan Khomeini, dem Enkel von Imam Khomeini und Sohn von Fatemeh Tabatabai.
 
In einem Exklusivinterview mit der Tageszeitung Iran Daily erläuterte Fatemeh Tabatabai, die auch Vorsitzende der Iranischen Wissenschaftlichen Vereinigung zur Erforschung der Islamischen Mysik ist, die Organisation und Zielsetzung dieser ersten der islamischen Mystik gewidmeten internationalen Konferenz. Sie sei, sagte Tabatabai, in Kooperation mit mehreren libanesischen Universitäten und Kulturinstituten geplant worden und hätte ursprünglich auch im Libanon stattfinden sollen. Schließlich sei aber Teheran als Veranstaltungsort gewählt worden. 
 
Ziel der Veranstaltung sei es gewesen, die reine Mystik vorzustellen. Bekanntlich seien diejenigen, die die Realität nicht wahrnehmen, dadurch gefährdet, dass sie auf Phantasiegebilde hereinfallen. Deswegen ging es auch um irrige Interpretationen der Mystik und Denkschulen, die falsche Lehren verbreiten, doch im Zentrum stehe die Beschäftigung mit Texten über die wahre Mystik. Zu diesem Zweck seien mit verschiedenen Hochschulen Vereinbarungen getroffen worden, so dass es künftig möglich sein wird, jährliche Konferenzen zu diesem Themenbereich abzuhalten.
 
Über die Iranische Wissenschaftliche Vereinigung zur Erforschung der Islamischen Mysik berichtet Tabatabai, dass diese bisher neun Ausgaben einer Zeitschrift mit Artikeln zu den verschiedensten Aspekten der Mystik in Theorie und Praxis veröffentlicht hat. An eine breite Öffentlichkeit richte sie sich mit Filmen zu Themen im Bereich der Mystik. Beispielsweise habe Imam Khomeini in seinem Buch "Vierzig Hadithe" über die Eifersucht als eine Selbstschädigung geschrieben. An anderer Stelle gehe es um Neid, der letztlich zu einer Verneinung der göttlichen Gerechtigkeit führt.
 
Auf die Frage, ob Mystik eine Grundlage für die Annäherung der Religionen sein und konfessionelle Spannungen in der muslimsichen Welt verringern könne, antwortet Tabatabai, das dies nach ihrer Überzeugung möglich ist: "Ich glaube, dass durch Befolgen der Anweisungen von Imam Khomeini konfessionelle Konflikte durch eine stärkere Annäherung an Allah ersetzt werden können."
 
In der Mystik Imam Khomeinis gehe es auch um moralische Werte und Menschenrechte. So enthalte das, was er über die Würde des Menschen sagt, auch die Menschenrechte. Die Würde des Menschen habe im Werk Imam Khomeins eine hohe Bedeutung und beinhalte die Garantie bürgerlicher und sozialer Rechte. Die Würde des Menschen dürfe nach seiner Lehre nicht verletzt werden. Dies sei der Grundsatz seiner Botschaft der Mäßigung und des Friedens an die Weltgemeinschaft.
 
Wenn die Empfehlungen Imam Khomeinis in der richtigen Weise verstanden und befolgt werden, so Tabatabai, dann werden wir alle Hürden und Probleme überwinden, vor denen die Gesellschaft heutzutage steht, und sie vor dem gesellschaftlichen und moralischen Niedergang bewahren.

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