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Mittwoch, 30 Oktober 2013 06:51

London will islamisches Finanzzentrum werden

London will islamisches Finanzzentrum werden
London (orf.at/euronews) - Die Londoner City will zum Zentrum für den Finanzhandel islamischer Länder werden.

Unter anderem soll an der Börse ein eigener Islamischer Index eingeführt werden, kündigte Premierminister David Cameron am Dienstag zur Eröffnung des World Islamic Economic Forum (WIEF) in London an.

Der Index soll sich aus Unternehmen islamischer Länder zusammensetzen und es Investoren aus der Region erleichtern, passende Investitionsmöglichkeiten zu finden.

Zudem wolle Großbritannien das erste Land außerhalb der islamischen Welt werden, das eigene islamische Anleihen (Sukuk) zeichne, sagte Cameron. Die Anleihe soll 200 Millionen Pfund schwer sein.
Der Handel mit schariakompatiblen Anleihen gilt als einer der größten Wachstumsmärkte im Finanzsektor.

Für Anleihen nach der Scharia, dem islamischen Recht, gelten besondere Regeln: So sind Zinsen verboten, sie gelten als Wucher. Den Papieren müssen daher reale Sachwerte zugrundeliegen, etwa Immobilien, von deren Entwicklung Anleihehalter profitieren. Ferner sind Investitionen in Firmen verboten, die mit Waffen, Alkohol, Erotik oder Schweinefleisch zu tun haben.

Bei dem Treffen, das erstmals in einem nicht-islamischen Land stattfindet, werden bis Donnerstag mehr als 1.800 Delegierte aus 115 Ländern, darunter zahlreiche hohe Politiker, erwartet.

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