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Montag, 02 Juni 2008 14:34

Interview mit dem Leiter des Zentrums für zeitgenössische islamische Denkweise in Kanada, Zafar Bangasch

über die Beleidigung des Koran und Diskriminierung des Islam im Westen

Rundfunk: Was meinen Sie über die jüngsten Beleidigungen des Islam seitens des Westens, wie die Denunzierung des Koran durch einen US Soldaten, und das, wo die Muslime niemals andere Religionen beleidigt haben?


Zafar Bangasch: Diese Aktionen stammen von einer gewollten Politik. Diese Politik versucht durch Diffamierung des Islam die Muslime zu erniedrigen und zu schwächen. Sie wird von den Regierungsverantwortlichen, vielen Denker, Medien und selbst von den Schriftstellern unterstützt.
Diese Denkweise hat sogar Soldaten und Polizeioffiziere und andere Militanten beeinflusst.
Sie denken, dass die Beleidigung der Muslime etwas Natürliches ist, und einer der Wege ist die Beleidigung des Koran, des Propheten und der Druck blasphemischer Karikaturen.
Diese Aktionen sind keinesfalls zufällig, sondern folgen einer gewollten Politik.

 

Rundfunk: Sie sind der Meinung, dass diese Beleidigungen Absicht sind, doch glauben Sie, dass die USA mit dieser Methode Erfolg hatte, um die Islamflüchtigkeit zu verbreiten, oder hatte es den Gegeneffekt, und dadurch wurde der Islam verbreitet.


Zafar Bangasch: Soweit die Bemühungen der Amerikaner untersucht worden sind, hatten sie bis jetzt keinen Erfolg.
Interessant ist es zu wissen, je mehr der Islam und die Muslime beleidigt werden, desto größere Erkenntnis erhalten die Muslime von der diabolischen Natur dieser Pläne.
Zuvor hegten die Muslime gewisse Zweifel über die Natur und wahre Politik des Westens, doch nun sind alle Zweifel beiseite geschoben. Die Menschen im Westen besitzen keine umfassenden Informationen über den Islam, und diese negative Propaganda erweckten die Neugier in ihnen; sobald sie nach der Wahrheit suchen, ändert sich ihre Einstellung über den Islam.
Obwohl dies nicht im Sinne der westlichen Politik liegt, muss ich doch betonen, dass die Hervorhebung der Probleme oder die Beleidigung des Koran und des Propheten, zur Erhöhung der Kenntnisse der Menschen im Westen führt.
Die Zahl der Muslime im Westen nahm nach dem 11. September in den USA stark zu. Anders gesagt, führt die Politik des Westens zu der erweiterten Verbreitung des Islam und weckt das Interesse in den Menschen, mehr über den Islam und die wahre Botschaft des Koran zu erfahren, was den Muslimen zugute kommt.


Rundfunk: Warum bezieht der Westen gegenüber dem Islam und seinem Propheten, der Jesus Christus als Geist Gottes bezeichnet, eine so aggressive Stellung? Ist denn der Westen mit dem Zionismus, der Jesus und Maria beleidigt, nicht verbündet?


Zafar Bangasch: Der Westen sieht im Islam und den Muslimen seine Feinde, denn er braucht einen imaginären Feind, um reinen Gewissens Milliarden von Dollar in die Rüstung zu stecken.
Wenn wir zurückblicken, sehen wir, dass nach dem Zerfall der Sowjetunion Ende 1991, das Hauptgesprächsthema die Interessenwahrung des Friedens bildete.
Sie hofften, da der Kalte Krieg beendet war, könne das Rüstungsbudget zur Lösung der sozialen Probleme ausgegeben werden. Doch dies geschah nicht, weil Länder wie die USA, die zu den größten Herstellern und Verbrauchern von Militärausrüstungen gehören, kein Interesse am Frieden haben.
Sie versuchen, ihre Waffenproduktion zu steigern, um größeren Gewinn zu machen.
Die Rüstungsindustrie bringt immer dreimal so viel Gewinn, wie investiert wurde. Das heißt ein Handel mit 300% Gewinn. Die USA besitzen so eine Industrie, und ziehen es vor, von dieser Industrie Nutzen zu ziehen.
Ein Weg zur Nutzung dieser Industrie ist die Präsenz eines Feindes. Sie versuchen die Muslime als ihre Feinde darzustellen, und da die Muslime eine tiefe innere Beziehung zu dem geehrten Propheten haben, beleidigen die USA den Propheten und diskriminieren ihn im Antlitz der Muslime, um ihre Feindschaft unter Beweis zu stellen, und somit ihre Rüstungsindustrie in Gang zu halten.

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