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Sonntag, 16 Oktober 2016 09:25

Teil 727: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (12- 13)

Teil 727: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (12- 13)
Wir sind beim Vers 12 der Sure Luqman, Sure 31, angelangt. Dieser Vers lautet:

(31: 12- 13)


وَلَقَدْ آتَيْنَا لُقْمَانَ الْحِكْمَةَ أَنِ اشْكُرْ لِلَّـهِ ۚ وَمَن يَشْكُرْ فَإِنَّمَا يَشْكُرُ لِنَفْسِهِ ۖ وَمَن كَفَرَ فَإِنَّ اللَّـهَ غَنِيٌّ حَمِيدٌ

Und Wir gaben ja Luqmāndie Weisheit: 'Sei Allah dankbar!' Und wer dankbar ist, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil dankbar. Und wer undankbar ist, – (der muss wissen:) Gott (braucht nichts und niemanden und keiner kann Ihm schaden, dennEr) ist reich und lobenswürdig." (31: 12)

Dieser Vers und einige darauffolgende handeln von Luqman und den Ratschlägen, die er seinem Sohn gab. Wie aus den Versen des Korans und Überlieferungen hervorgeht, ist Luqman kein Prophet gewesen. Er war jedoch ein hervorragender kluger Mensch, den GottWeisheit lehrte. Weisheit besteht in Erkenntnis und Weitsicht, welche aus religiösem Wissen hervorgegangen ist und sich in Wort und Tat des Menschen zeigt. Der Mensch gelangt an Weisheit, wenn er darauf achtet, was er sagt, seine Gelüste zügelt, zuverlässig und bescheiden ist und Sinnloses unterlässt. Nicht nur jemand wie Luqman kann an Weisheit gelangen, sondern jedem Gläubigenwird, wenn er in Wort und Tat aufrichtig und rechtschaffen ist, von Gott von einem solchen großen Segen wie die Weisheit beschert werden.

Die Ratschläge von Luqman hätte Gott direkt von Seiner Seite aus im Koran den Menschen offenbaren können, aber er lässt sie aus dem Munde Luqmanskommen, der seinem Sohn wohlgemeinten Rat gibt. Auf diese Weise bringt er uns nahe, was Weisheit bedeutet und dass die Weisen den anderen den Weg zeigen und ihnen guten Rat geben sollen.

Die Empfehlungen von Luqman an seinen Sohn lassen sich zusammenfassend nach Empfehlungen für ein überlegtes Handeln und Reden im Umgang mit den anderen in der Familie und in der Gesellschaft einerseits und andererseits nach der Befolgung der Gebote Gottes im Leben unterscheiden. Diese Empfehlungen sind Hikma – Weisheit- und ein wahrer Weise ist jemand, der die empfohlenen Eigenschaften aufweist und die anderen dazu aufruft, sie sich anzueignen.

Es liegt auf der Hand, dass jemand, der eine solche Stufe erreicht und mit einer derartig großen Gabe gesegnet wird, sehr dankbar sein muss. Wahre Dankbarkeit besteht darin, jede Gottesgabe an der richtigen Stelle einzusetzen, so dass sie dem Menschen nützt und ihm auf dem Weg zur Vervollkommnung weiterhilft. Umgekehrt besteht Undankbarkeit gegenüber einem Segen darin, diesen Segen falsch zu verwenden. In einem solchen Fall ist und bleibt der Mensch undankbar, auch wenn er mit dem Munde Gott dankt. Die Undankbarkeit schadet dem Menschen selber, und nicht Gott.

Aus dem obigen Vers 12 der Sure 31 können wir also folgende Dinge ableiten:

Erstens: Auch ganz normale Menschen, die keine höhere Gelehrtenbildung erfahren haben, können, wenn sie ihren Charakter veredelt und sich geläutert haben und rechtschaffen handeln, von Gott mit Weisheit begnadet werden.

Zweitens: Gewinn und Schaden von Taten kommen auf den Menschen selber zurück. Ebenso wirken sich die Folgen von Dankbarkeit bzw. Undankbarkeit gegenüber Gottes Gaben und Segnungen auch auf den Menschen selber aus.


Der zweite Vers aus der Sure 31 (Luqman), den wir heute erklären, ist der Vers 13. Er lautet wie folgt:


وَإِذْ قَالَ لُقْمَانُ لِابْنِهِ وَهُوَ يَعِظُهُ يَا بُنَيَّ لَا تُشْرِكْ بِاللَّـهِ ۖ إِنَّ الشِّرْكَ لَظُلْمٌ عَظِيمٌ

Und (gedenke,) als Luqmān zu seinem Sohn sagte, indem er ihn ermahnte: „O mein lieber Sohn, geselle Allah nicht(s) bei, denn Götzendienst ist fürwahr ein gewaltiges Unrecht." (31: 13)

Die erste Mahnung Luqman an seinen Sohn lautet, dass er sich vor Götzendienst hüten soll.Er soll weder gedanklich noch in der Praxis Teilhaber an die Seite Gottes stellen.

In der Geschichte haben verschiedene Völker Götzendienst betrieben. Sie haben Sonne, Mond und die Sterne oder sogar Tiere als Götter betrachtet und angebetet. Viele haben aus Ignoranz gedacht, dass leblose Dinge etwas an ihrem Schicksal ändern könnten. Sie haben diese Dinge und Lebewesen angebetet, weil sie glaubten, dass sie eine Art Göttlichkeit besitzen und über die Angelegenheiten der Welt und des Menschen bestimmen könnten.

Es gibt sogar unter den Gottgläubigen sehr viele, die Götzendienst betreiben. Sie sind zwar von dem Einen Gott überzeugt und werfen sich vor nichts anderem nieder als vor ihm, aber sie handeln wie Götzendiener. Sie vergöttern zum Beispiel Geld und Macht, und um diese weltlichen Güter zu gelangen, sind sie bereit jeglichen Verstoß gegen Gottes Gebote und jegliche Untat zu begehen.

Luqman der Weise kennt die Gefahren des Götzentums und bevor er seinem Sohn ethische Ratschläge gibt, warnt er ihn als erstes vor jeder Art des Götzendienstes und bezeichnet einen solchen als ein großes Unrecht. Götzendienst ist in der Tat ein Unrecht, durch das der Mensch als erstes sich selber schadet und dann den Propheten Gottes und der Religion Gottes.

Es ist interessant, dass dieser Koranvers in der Sure Luman indirekt die Aufgabe der Eltern hervorhebt, die Kinder zu erziehen und ihnen den Glauben zu lehren. Natürlich hängt hierbei der Erfolg auch von der Ausdrucksweise und Methode ab. Mahnungen sind viel erfolgreicher als ein befehlshafter Ton und Kinder lassen sich eher mahnen als etwas vorschreiben. Die Mahnung ist insbesondere in Begleitung von gefühlvollen Worten erfolgreicher, wie: mein Kind, mein Sohn!


Wir können uns im Zusammenhang mit dem Vers 13 der Sure Luqman merken:


Erstens: Alle Menschen brauchen Mahnungen. Gemäß Überlieferungen hat Imam Ali (Friede sei ihm) manchmal zu seinen Anhängern gesagt: „Mahnt mich, denn im Hören steckt eine Wirkung, die im Wissen nicht steckt."

Zweitens: Die pädagogischen Methoden sollten wir beiden Weisen und Großen der Religion erlernen, damit wir weniger Fehler machen.

Drittens: Wir sollten die Erziehung unsere Kinder nicht vernachlässigen. Die Kinder brauchen die Mahnung ihrer Eltern: Eine der besten Erziehungsmethoden besteht in freundlichen Gesprächen und Beachtung von Kindern.

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