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Sonntag, 16 Oktober 2016 09:24

Teil 726: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (7- 11)

Teil 726: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (7- 11)
Wir besprechen die Verse 7 bis 11 der Sure 31, Sure Luqman. Wir beginnen mit dem Vers 7:

 (31: 7- 11)



وَإِذَا تُتْلَىٰ عَلَيْهِ آيَاتُنَا وَلَّىٰ مُسْتَكْبِرًا كَأَن لَّمْ يَسْمَعْهَا كَأَنَّ فِي أُذُنَيْهِ وَقْرًا ۖ فَبَشِّرْهُ بِعَذَابٍ أَلِيمٍ

„Und wenn ihm Unsere Zeichen verlesen werden, kehrt er sich hochmütig ab, als ob er sie nicht gehört hätte, (oder) als ob in seinen Ohren Schwerhörigkeit wäre. So verkünde ihm schmerzhafte Strafe.“ (31: 7)

Im vorherigen Vers der Sure Luqman, nämlich Vers 6, wurde auf einige hingewiesen, die Unsinniges und Falsches verbreiten und die anderen damit ablenken und davon abhalten wollen, dass sie sich dem Wort Gottes zuwenden bzw. es anerkennen. In diesem Vers heißt es nun über solche Leute, dass sie noch nicht einmal bereit sind, die Verse des Korans zu hören. Erst recht nicht sind sie bereit, darüber nachzudenken, so dass sie ihnen einleuchten und sie gläubig würden.  Aus dem Vers 7 geht auch hervor, dass diese Abkehr von der Wahrheit mit Hochmut zu tun hat. Diese Leute halten sich für besser als der Prophet Gottes und die Gläubigen und deshalb wollen sie ihnen nicht zuhören. 

Es leuchtet ein, dass  der Mensch, der sich in einem solchen Zustand befindet,  die Strafe Gottes auf sich zieht, denn sein Unglauben geht nicht auf Unkenntnis sondern auf Hochmütigkeit zurück.
 

Wir kennen uns merken:

Erstens: Hochmut verhindert das Bekenntnis zur Wahrheit und führt den Mensch auf den Irrweg und an den Abgrund.

Zweitens: Wenn der Mensch unsinnigem und falschem Gerede zuhört, wird ihm die Bereitschaft geraubt, die Wahrheit zu akzeptieren.

 

Die beiden nächsten Verse sind die Verse 8 und 9, nämlich:


إِنَّ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ لَهُمْ جَنَّاتُ النَّعِيمِ

„Gewiss, diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, für sie wird es die(Paradies-)Gärten der Wonne geben;“ (31: 8)



 خَالِدِينَ فِيهَا ۖ وَعْدَ اللَّـهِ حَقًّا ۚ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

„ewig darin zu bleiben. (Das ist) Allahs Versprechen in Wahrheit. Und Er ist der Allmächtige  (Unbesiegbare) und Allweise.“ (31: 9)

 

Wie gesagt gibt es Leute, die nach  Lüge und sinnlosem Gerede streben, Unglauben verbreiten und sich dafür die Strafe Gottes einhandeln. Im Gegensatz zu ihnen, gibt es aber auch  Menschen, die an Gott den Schöpfer glauben und von der Rückkehr zu ihm überzeugt sind und schließlich wegen der  Werke, die Gottes Wohlgefallen finden, von Ihm  reichlich belohnt werden.  Es sind diejenigen, die den Koran genau studieren und genau zuhören, darüber nachdenken und auf der Basis der  Erkenntnis gläubig werden.  Sie verhalten sich nicht hochmütig gegenüber dem Schöpfer des Daseins, sondern sind Gott ergeben und unterwerfen sich seinen hohen Geboten und bleiben auch gegenüber  den Menschengeschöpfenbescheiden.  Gott verspricht diesen Dienern das ewige Paradies. Diese Verheißung wird mit Sicherheit in Erfüllung gehen. Denn Gott ist Allmächtig und Allweise. Es ist für ihn kein Problem, Sein Versprechen zu erfüllen und Er verspricht nie unbedacht etwas.

 

Diese Koranstelle lehrt uns wieder mehrere Dinge:

Erstens: Der Glaube führt alleine noch nicht ins Paradies, ebensowenig wie gute Werke als Garant für das gute Ende im Jenseitsgelten. Erst der Glaube zusammen mit rechtschaffenen Werken wird etwas bewirken und den Menschen an die Ewige Seligkeit gelangen lassen.

Zweitens: Das Paradies ist die Stätte der vielfältigen Segnungen Gottes; Segnungen nicht nur materieller sondern auch immaterieller Art. Im Paradiesverspürt zum Beispiel niemand Ermüdung, Langweile oder Überdruss.

Drittens: Wir sollten an Verheißungen und die Belohnungen Gottes glauben und keinen Vergleich zu den Versprechungen von Menschen ziehen, die diese entweder von  Anfang annicht zu erfüllen beabsichtigen, oder die sie gar nicht erfüllen können.

 

Wir schließen die Erläuterungen zur Sure 31, Sure Luqman,  für heute mit den Versen 10 und 11:

 
خَلَقَ السَّمَاوَاتِ بِغَيْرِ عَمَدٍ تَرَوْنَهَا ۖ وَأَلْقَىٰ فِي الْأَرْضِ رَوَاسِيَ أَن تَمِيدَ بِكُمْ وَبَثَّ فِيهَا مِن كُلِّ دَابَّةٍ ۚ وَأَنزَلْنَا مِنَ السَّمَاءِ مَاءً فَأَنبَتْنَا فِيهَا مِن كُلِّ زَوْجٍ كَرِيمٍ

„Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, erschaffen und auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, dass sie nicht mit euch wanke, und auf ihr allerlei Tiere sich ausbreiten lassen. Und Wir lassen Wasser vom Himmel herabkommen und dann viele edle Arten auf ihr wachsen.“ (31: 10)

 
هَـٰذَا خَلْقُ اللَّـهِ فَأَرُونِي مَاذَا خَلَقَ الَّذِينَ مِن دُونِهِ ۚ بَلِ الظَّالِمُونَ فِي ضَلَالٍ مُّبِينٍ

„Das ist Gottes Schöpfung. Zeigt mir nun, was diejenigen außer Ihm erschaffen haben. Aber nein! Die Ungerechten befinden sich in deutlichem Irrtum.“ (31: 11)

 

Der Vers 10  in der Sure Luqman, Sure 31, verweist auf fünf Zeichen für die Schöpfungsmacht Gottes: Er hat das riesige System der Himmel und Galaxien errichtet, ohne dass es von sichtbaren Säulen gestützt würde. Ebensoschuf er die hohen Berge,welche der Erde Festigkeit und Sicherheit verleihen. Zudem erschuf er eine große Zahl von verschiedenen Lebewesen auf dem Festland und im Meer. Ersandte zudem Regen herab und ließ die Pflanzen gedeihen.

All dies zeugt von der unendlichen Macht des Daseinsschöpfers und niemand wird der Aufforderung im Vers 11 der Sure, nämlich: „Zeigt mir nun, was diejenigen außer Gott erschaffen haben“, nachkommen können.  Denn nichts und niemand ist an dem großartigen Schöpfungswerk Gottes mitbeteiligt! 

Aus dem Vers 10 geht indirekt hervor, dass der Weltraum mit seinen Himmelskörpern auf unsichtbare Weise aufrecht und im Gleichgewicht gehalten wird.  Es wird auch darauf hingewiesen, dass die Berge eine wichtige Rolle dabei spielen, die Erde davor zu bewahren, dass sie ins Schwanken gerät. Diese Aussagen, die heute von der Wissenschaft bestätigt werden,  wurden dem Propheten  vorJahrhunderten offenbart, als noch  niemand von dieser Wahrheit ahnte. Dies zählt zu den Wundern des Koraninhaltes. Hier wurde verborgenes Wissen geoffenbart.

Trotz dieser klaren Zeichen Gottes im Dasein, betrachten einige aus Unwissenheit oder aufgrund falscher Vermutungen, andere oder Gegenstände als Gottheit und bilden sich ein, dass diese ihr Schicksal ändern könnten. Sie glauben offensichtlich, dass Gott  einen Teil des Daseins und dessen  Angelegenheiten,  diesen vermeintlichen Teilhabern Gottes überlassen habe.   Daher werden sie auch im Vers 11 gefragt, welche Dinge in der Natur denn diese Teilhaber erschaffen haben sollen.Wenn diese noch nicht einmal eine Mücke in der Lage sind zu erschaffen, wie können sie dann all die Pflanzen und das All erschaffen?

 

Zum Schluss des Verses 11 der Sure 31  wird diese Denkweise als einUnrecht verurteilt – Es ist ein Unrecht des Menschen, einGeschöpf Gottes neben Gott zu stellen und anstelle den Herrn und Schöpfer etwas oder jemand anderen anzubeten und ihm zu dienen. Damit frevelt er auch gegen sich selber.

 

Wir können uns vier Dingemerken:

Erstens: Einerseits ist es ein Zeichen für die göttliche Allmacht, dass Milliarden Himmelskörper im All sich scheinbar ohne Stützen bewegen oder sozusagen im All  schweben und andererseits ist es ein Wunder, dass der Koran unsichtbare Stützen den Grund dafür nennt. Diese  unsichtbaren Stützen,von den der Koran vor Jahrhunderten gesprochen hat, sind die physikalischen Kräfte, die der Mensch erst viel später entdeckt hat, wie die Kräfte der Anziehung und Abstoßung.

Zweitens: Wasser, Erde,  Pflanzen und die Natur sind vor Gott etwas Kostbares. Daher muss der Mensch auch seine Umwelt achten und dieses große göttliche Pfand würdig schützen und pflegen.

Drittens:  Ein Weg zur Gotterkenntnis besteht darin, einen Vergleich zwischen der Macht Gottes und denFähigkeiten der anderen anzustellen.

Viertens: Wer sich jemandem anderen zuwendet als Gott, der begeht Unrecht und dieses Unrecht führt ihn auf den Irrweg. 

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