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Sonntag, 16 Oktober 2016 09:00

Teil 725: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (1- 6)

Teil 725: Sure Luqman (Das byzantinische Reich) Verse (1- 6)
Wir haben die Sure 30, Sure Rom, zu Ende besprochen und eröffnen heute die Sure 31, die nach dem Weisen Luqman benannt wurde.

 

Diese Sure hat 34 Verse. In ihr spricht Gott nicht nur über Seine Zeichen in der Schöpfung von Himmel und Erde und den Lebewesen sondern Er lässt auch Luqman zu Wort kommen. Luqman ist ein weiser Mann aus der Mitte des Volkes und Gott zitiert die guten Ratschläge, die dieser Weise seinem Sohn gibt.

Die Sure 31 wird wie 113 der 114 Koransuren mit folgenden Worten eröffnet:

bismillahirrahman-irrahim – „Im Namen Gottes des Allerbarmers, des Gütigen"

Daraufhin heißt es in den ersten drei Versen:

(31: 1- 6)


الم

Alif-Lām-Mīm." (31: 1)


تِلْكَ آيَاتُ الْكِتَابِ الْحَكِيمِ 

„Dies sind die Zeichen des weisen Buches," (31: 2)


هُدًى وَرَحْمَةً لِّلْمُحْسِنِينَ 

eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gutes Tuenden," (31: 3)

Die Sure Luqman gehört zu den 29 Suren des Heiligen Korans,die mit Siglen beginnen. Diese Siglen aus Einzelbuchstaben, hier die Buchstaben Alif,(A) Lam (L) und Mim (M) werden u.a. als Hinweis auf die Größe des Korans verstanden. Das göttliche Wunder„Koran" besteht nämlich aus diesen einfachen Buchstaben, aberniemand kann ein ähnliches Buch vorlegen. Der Koran ist ein Buchvoller weiser Worte, denn es wurde von Gott dem Allwissenden herabgesandtund es ist von tiefem Inhalt und großer Schönheit. Kein falsches Wort steht in diesem Himmelsbuch. Es ist ein Buch - rein von jeglichem Aberglauben. Es sagtnur die Wahrheit und es ist immer der Weg der Wahrheit, auf den derKoran einlädt.

Zwarist der Koran zur Rechtleitung aller Menschen herabgesandt worden, aber nur diejenigen können diese Rechtleitung nutzen, die Gutes und Rechtschaffendes tun. Die Sündigen wollen entweder den Inhalt erst gar nicht hören oder lesen, oder sie weisen weil ihre Seele bereits zu verschmutzt ist, die Wahrheit ab und kehren ihr den Rücken.

Wir sehen:

Erstens: Die Rechtleitung der Menschheit muss aufgrund von Weisheit und mit festen Argumenten erfolgen. Der Koran bezeichnet sich selber als weises Buch.

Zweitens: Die Rechtleitung und Wegweisung der Menschen muss freundlich und zusammen mit guten Taten geschehen, um die größte Wirkung zu erzielen.

Wir sollten die nächsten beiden Verse betrachten. In diesen Versen 4 und 5 der Sure Luqman, Sure 31 heißt es:


الَّذِينَ يُقِيمُونَ الصَّلَاةَ وَيُؤْتُونَ الزَّكَاةَ وَهُم بِالْآخِرَةِ هُمْ يُوقِنُونَ 

„die das Gebet verrichten und die Zakat-Abgabe entrichten, und sie, die sie vom Jenseits überzeugt sind." (31: 4)



أُولَـٰئِكَ عَلَىٰ هُدًى مِّن رَّبِّهِمْ ۖ وَأُولَـٰئِكَ هُمُ الْمُفْلِحُونَ 

„Jene verfahren nach einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht." (31: 5)


Im Vers 4 wurde zunächst beschrieben, wer unter den Gutes Tuenden (Muhsenin)zu verstehen ist. Das Gutsein betrifft sowohl das Handeln als auch die Anschauung. Zu den guten Werken gehört der tägliche Gebetsdienst und die Zahlung der Zakat-Steuer und zu den guten Anschauungen der Glaube an das Jenseits.

In der religiösen Kultur sind Gott-Dienen und Gott-Anbeten nicht getrennt von der Hilfsbereitschaft zu sehen. Sie ergänzeneinander. Es gibt heute leider viele, die zwar die Moschee besuchen und das tägliche Gebet verrichten, aber die Bedürftigen in der Gesellschaft vergessen, wobei sie denken, die üblichen gottesdienstlichenHandlungenwürden genügen.

Dann gibt es auch leider andere, die zwar an die Bedürftigen denken und ihnen helfen, aber nicht die Gebote der Religion und das Gebet und die Preisung Gottes beachten. Aber in der obigen Stelle ausder Sure Luqmansteht, dass diejenigen die besondere Rechtleitung Gottes nutzen können und selig werden, die sowohl anderen Gutes tun, als auch die Gebetspflichten erfüllen und Gott dienen und ihren Ausgang im Jenseits im Auge behalten.

Wir lernen:

Erstens: Inder Islamischen Kultur gehören der Gebetsdienst und die Zakat-Zahlung untrennbar zusammen. Die gläubigen Menschenmüssen immer an beides denken.

Zweitens: Ein Gutes Tuender (muhsenin) ist in Wahrheit jemand, der sowohl an die anderendenkt und ihnen bei Schwierigkeiten hilft, als auch an seine spirituelle Weiterentwicklung denkt, und nicht eines von beiden dem anderen opfert.

Drittens
: Die Rettung hängt vomGlauben an Gott und das Jenseits sowie der Erfüllung der religiösen Pflichten wie die Verrichtung des Gebetsdienstes und die Zahlung der Zakat-Abgabe ab. Glaube ohne gute Taten oder gute Taten ohne Glaube genügen nicht.


Es folgt Vers 6 der SureLuqman:


وَمِنَ النَّاسِ مَن يَشْتَرِي لَهْوَ الْحَدِيثِ لِيُضِلَّ عَن سَبِيلِ اللَّـهِ بِغَيْرِ عِلْمٍ وَيَتَّخِذَهَا هُزُوًا ۚ أُولَـٰئِكَ لَهُمْ عَذَابٌ مُّهِينٌ

„Unter den Menschen gibt es manchen, der zerstreuende Unterhaltung erkauft, um (die Menschen) von Allahs Weg ohne (richtiges) Wissen in die Irre zu führen und sich über ihn lustig zu machen. Für solche wird es schmachvolle Strafe geben." (31: 6)


Dieser Vers verweist auf einen der wichtigsten Faktoren für die Irreführung des Menschen, nämlich unsinniges haltloses Gerede. In einigen historischen Schriften steht, dass manche arabische Handelsleute, die in Gebiete wie den Iran reisten, dort Märchen und Erzählungen kennenlernten,wie die von Rostam und Esfandiyar und Geschichten überdie Könige.Nach ihrer Rückkehr nach Mekkaversammelten sie das Volk um sich und sagten: Mohammad erzählt die Geschichte vonAad und Thamud, aber wir halten noch interessantere Geschichten füreuch parat.

Auf diese Weise versuchtensie,die Menschen davon abzubringen, dass sie dem Propheten und der Verlesung von Koranversen zuhören. Auch lenkten einige Sängerinnen das Volk durch Liebeslieder und ähnliches davon ab, dem Koranvortrag zu lauschen.
Oft gingen die Leute so weit, dass sie sogar das Wort Gottes und den Propheten verspotteten und für wertlos hinstellten.

Aber der obige Vers in der Sure Luqman mahnt, dass jeder, der auf irgendeine Weise die Menschen vom Weg Gottes abhalten und die Verse Gottes für wertlos bezeichnet oder verspottet, eine Strafe erhält, welche ihm im Diesseits und Jenseits Schmach bereitet.

Wir sehen:

Erstens: Jegliches Gerede ob als Gesang oder ohne Musik, welches den Menschen vom Weg Gottes abhält und ihn achtlos werden lässt, wird von der Religion abgelehnt.

Zweitens: Einer der Faktoren welche die Menschen insbesondere die jungen Menschen irreführen, besteht darin sich Musik anzuhören, die in ihrer Art oder / und mit ihrem Text unpassend und unsinnig ist, und den Menschen dazu veranlasst sich mit den weltlichen Gelüsten zu beschäftigen.

Drittens: Der Feind des Islams bedient sich zur Bekämpfung der islamischen Denkweise weitgehend geschriebener und gesprochener Kultur und verbreitetsie im Rahmen der Kunst wie Film, Theater und Musik in der Gesellschaft.

 

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