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Samstag, 03 September 2016 10:15

Teil 724: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (55- 60)

Teil 724: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (55- 60)
  Wir begrüßen Sie zur Besprechung der letzten Verse der Sure 30, Sure Rom. Die Verse 55 bis 57 dieser  Sure beinhalten Folgendes:

(30: 55- 60) 


وَيَوْمَ تَقُومُ السَّاعَةُ يُقْسِمُ الْمُجْرِمُونَ مَا لَبِثُوا غَيْرَ سَاعَةٍ ۚ كَذَٰلِكَ كَانُوا يُؤْفَكُونَ

Und am Tag, da die Stunde der Auferstehung kommt, schwören die Übeltäter, sie hätten nicht länger als eine Stunde verweilt. So pflegten sie sich (von der Wahrheit) abwendig machen zu lassen.“ (30: 55)


وَقَالَ الَّذِينَ أُوتُوا الْعِلْمَ وَالْإِيمَانَ لَقَدْ لَبِثْتُمْ فِي كِتَابِ اللَّـهِ إِلَىٰ يَوْمِ الْبَعْثِ ۖ فَهَـٰذَا يَوْمُ الْبَعْثِ وَلَـٰكِنَّكُمْ كُنتُمْ لَا تَعْلَمُونَ

„Und diejenigen, denen Wissen und Glauben gegeben worden ist, sagen: `Nach Allahs Buch habt ihr bis zum Tag der Auferweckung verweilt. Das ist nun der Tag der Auferweckung, aber ihr wusstet (es) nicht`.“ (30: 56)


فَيَوْمَئِذٍ لَّا يَنفَعُ الَّذِينَ ظَلَمُوا مَعْذِرَتُهُمْ وَلَا هُمْ يُسْتَعْتَبُونَ

„So wird an jenem Tag denjenigen, die Unrecht tun, ihre Entschuldigung nicht nützen, und sie werden nicht aufgefordert, sich zu entschuldigen (und zu bereuen).“ (30: 57)

Für die sündigen und ungläubigen Menschen ist es typisch, dass sie im Leben den Tag der Auferstehung geleugnet und nicht daran geglaubt haben.  Wie die obige Stelle in der Sure 30 zeigt, sind sie sogar am Tag der Auferstehung nicht bereit zu akzeptieren, dass er wahr ist und dass sie von den Toten auferweckt worden sind. Sie denken, dass sie sich im Diesseits befinden  und sie nur ein bisschen geschlafen hätten. Aber diejenigen, die glauben und die Wahrheit erkannt haben, besitzen Wissen und sagen zu ihnen: Nein, es ist der Tag der Auferweckung von den Toten! Der Jüngste Tag!  Gott wollte, dass ihr in der Zwischenwelt nach dem Erdenleben und vor der Auferstehung verbracht habt  und nun sollt ihr vor das Jüngste Gericht.

Wenn nun die Frevler und Sünder die Wahrheit namens Jüngstes Gericht vor sich sehen, beginnen sie nach Entschuldigungen  zu suchen und ihre Reue zu bekennen. Aber laut diesen Koranversen, nützen ihnen am Jüngsten Tag Entschuldigungen überhaupt nichts mehr. Ihre Reue wird nicht mehr angenommen.

 

Wir können uns Folgendes einprägen:

Erstens: Falsches Denken führt den Menschen auf  den falschen Weg. Abwegige Anschauungen haben die Zunahme von Vergehen und Sünde in der Gesellschaft zur Folge.

Zweitens: Wissen und Imam stehen in wechselseitiger Beziehung.  Wahres Wissen spornt den Menschen zum Glauben an und der Glaube zum Erwerb von Wissen.

Drittens:  Das Schicksal des Menschen hängt von seinem Handeln ab.  Unrecht und Vergehen führen  weder im Diesseits noch im Jenseits zu einem guten Endresultat.

Viertens: Nur im Diesseits nützen Entschuldigungen und die reuevolle Abkehr von Sünden. Im Jenseits sind sie zwecklos.

 

Es folgen die Verse 58 und 59 der Sure 30:


وَلَقَدْ ضَرَبْنَا لِلنَّاسِ فِي هَـٰذَا الْقُرْآنِ مِن كُلِّ مَثَلٍ ۚ وَلَئِن جِئْتَهُم بِآيَةٍ لَّيَقُولَنَّ الَّذِينَ كَفَرُوا إِنْ أَنتُمْ إِلَّا مُبْطِلُونَ

„Wir haben ja den Menschen in diesem Koran  allerlei Gleichnisse geprägt. Und wenn du zu ihnen mit einem Zeichen und Wunder  kommst, sagen ganz gewiss diejenigen, die ungläubig sind: `Ihr bringt nur Falsches (und redet nur Sinnloses)`.“ (30: 58)


كَذَٰلِكَ يَطْبَعُ اللَّـهُ عَلَىٰ قُلُوبِ الَّذِينَ لَا يَعْلَمُونَ

„So versiegelt Allah die Herzen derjenigen, die nicht Bescheid wissen.“ (30: 59)


Der Koran ist das Buch der Rechtleitung.  In diesem Himmelsbuch steht alles, was den Menschen rechtleitet: von den Verheißungen bis zu den Mahnungen, den Geboten und Verboten, der Lenkung und dem guten Rat, dem Lob und dem Tadel, den einleuchtenden Argumenten und Beweisen. Alle Methoden, die dazu dienen können, den Menschen auf den rechten Weg zu bringen und ihn vom falschen fernzuhalten, werden eingesetzt.

In den Versen des Korans werden die Beweise dafür, dass es nur den Einen Gott gibt, und dass der Mensch nur Ihm dienen soll, angeführt. Es wird in vielfältiger Form dargelegt, wie man rechtschaffen lebt und wie man sich von verwerflichen Eigenschaften freihält.  Das Gottdienen zu den verschiedenen Tageszeiten und im Jahr wird erklärt.  Im Laufe der mehr als 6000 Verse des Korans werden die Gebote und die ethischen Anweisungen, welche die Grundlage für Denken und Handeln eines jeden Menschen, der an den Einen Gott glaubt und nur Im dient, bilden,  dargelegt. Alles wie gesagt auf abwechslungsreiche Art. Aber jemand, der nicht die Wahrheit akzeptieren und am Unglauben und der Leugnung festhalten will, für den gilt dies alles als falsch und haltlos und oftmals sind solche Leute noch nicht einmal bereit, sich die Zeichen Gottes auch nur  anzuhören.

 

Im Vers 59 sagt Gott, dass diese Ablehnungvon daher rührt, dass Er ihre Herzen, weil sie  zahlreiche Sünden begangen haben, versiegelt hat  und sie von der Erkenntnis der Wahrheit ausgeschlossen worden sind; wie Diebe, die wegen ihrer Verbrechen hinter Schloss und Riegel kommen. Wennjemandeinen Raubüberfall begeht, ist der Richterwegen der Gerechtigkeit und wegen dieses Vergehens gezwungen den Täter einsperren zu lassen, sodass diesem der Segen der Freiheit entzogen wird.

Wenn Sünder reuevoll Umkehr machen und ihr Vergehen nichtmehrwiederholen, dann verzeiht Gott ihnen. Aber wenn sie weiter an ihren Sünden festhalten, dann werden ihre Herzen versiegelt und ihnen wird der Segen, die Wahrheit zu erkennen,genommen. 

 

Wir können uns merken:

Erstens:  Der Koran ist für alle gedacht. Er benutzt verschiedene Methoden zur Rechtleitung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Zweitens: Wer auf der falschen Bahn ist, der akzeptiert nicht nur nicht die Wahrheit, sondern hält sie sogar für Schein und bezeichnet die Gläubigen als Leute, die sich irren und Sinnloses sagen.  Wir müssen uns also vor dem Einfluss des Propagandalärms derjenigen, die den falschen Weg gehen, in Acht nehmen.

Drittens:  Die Strafe für Unglauben und Eigensinn gegenüber der Wahrheit und dem Recht, besteht in dem Entzug der Möglichkeit, göttliche Rechtleitung zu erfahren und dies bedeutet mit Sicherheit Schaden für den Menschen selber und nicht für Gott. 

Die Sure 30 schließt mit dem folgenden Vers 60:


فَاصْبِرْ إِنَّ وَعْدَ اللَّـهِ حَقٌّ ۖ وَلَا يَسْتَخِفَّنَّكَ الَّذِينَ لَا يُوقِنُونَ

„So sei standhaft. Gewiss, Allahs Versprechen (dass er Beistand schickt)  ist wahr. Und diejenigen, die nicht (von Gott und dem Jenseits) überzeugt sind, sollen dich ja nicht ins Wanken bringen.“ (30: 60)

Es war schon immer so, dass die Gläubigen  von den Ungläubigen schlecht behandelt und beleidigt wurden. Also muss man Geduld haben und standhaft bleiben und soll sich nicht von ihren Drohungen und ihrer Propaganda einschüchtern lassen. Denn Gott hat den Gläubigen versprochen, dass sie siegen werden, wenn sie standhaft sind.

Der letzte Vers der Sure 30 enthält die Mahnung:  Wenn ihr euch von diesem Gerede einschüchtern lasst, wird euch Furcht überkommen, so dass ihr nicht mehr standhaft seid, sondern euch unterschätzt und  wankelmütig werdet oder euch über die Verleumdungen der Feinde so sehr aufregt, dass ihr die Fassung verliert und etwas tut, was eurem eigenen Ansehen schadet.

Wir sehen:

Erstens:  Die Gläubigen müssen festen Schrittes ihren Weg fortsetzen und gegenüber dem unwürdigen Verhalten der Feinde geduldig bleiben.

Zweitens: Die Agitationen von Leuten, die nicht glauben, sollen nicht unsere Entscheidungen beeinflussen. Wir sollten an die Verheißungen Gottes über den Sieg der Anhänger der Wahrheit über die Anhänger der Unwahrheit glauben, denn dass flößt uns Ruhe ein und gibt uns Zuversicht.

Drittens: Wer nicht geduldig ist, der wird von den anderen im Rang niedriger eingestuft werden. 

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