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Samstag, 03 September 2016 09:52

Teil 721: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (43- 46)

Teil 721: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (43- 46)
 Wir haben, wie Sie wissen, die Sure Rum, Sure 30  bis zum Vers 42 besprochen. Im Vers 43 steht nun wie folgt:

(30: 43- 46)

 
فَأَقِمْ وَجْهَكَ لِلدِّينِ الْقَيِّمِ مِن قَبْلِ أَن يَأْتِيَ يَوْمٌ لَّا مَرَدَّ لَهُ مِنَ اللَّـهِ ۖ يَوْمَئِذٍ يَصَّدَّعُونَ

„Richte also dein Antlitz(vollständig)  auf den beständigen Glauben, bevor der Tag kommt, den niemand gegen Gottes Verfügung abzuwenden vermag!  An jenem Tage werden sie (die Menschen)  sich in Gruppen spalten.“ (30: 43)

 

Der Islam zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er mit der Vernunft des Menschen und seiner angeborenen Natur (der Fitra) im Einklang steht. Daher wird er in dem obigen Vers als eine Religion vorgestellt, die beständig ist, denn er basiert auf einer festen Grundlage.  Der Islam berücksichtigt das Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft.  Der Segen der Gottesreligion wird dann den muslimischen Gesellschaften zuteil, wenn sie sich ihr vollständig zuwenden und in allen Fragen des Lebens nach ihr handeln. Das bedeutet,dass sie nicht  nach Belieben einen Teil der Religion beachten und einen anderen beiseitelassen.  Wenn der Mensch sich bewusst macht, das das Leben kurz ist  und viel schneller, als er denkt, zu Ende geht, wird er versuchen, diese  einmalige Gelegenheit optimal zu nutzen, damit er später weniger Versäumnisse bereuen muss.

Am Jüngsten Tag werden die Menschen in Gruppen aufgeteilt. Die Gläubigen werden von den Ungläubigen und den Irregegangenen getrennt. Auch das geht aus dem Vers 43 der Sure 30 hervor.

 

Wirkönnen uns merken:

Erstens: Die Beachtung der Religion und ihrer Lehren muss ernsthaft und vollständig sein.  Es darf keine vorübergehende saisonweise Angelegenheit  und eine Randerscheinung darstellen.

Zweitens: Was die Gesellschaft vor moralischen und sozialen Schäden schützt, ist die vollständige Zuwendung zu den religiösen Lehren.

 

In den Versen 44 und 45 der Sure 30 lesen wir Folgendes:

 
مَن كَفَرَ فَعَلَيْهِ كُفْرُهُ ۖ وَمَنْ عَمِلَ صَالِحًا فَلِأَنفُسِهِمْ يَمْهَدُونَ

„Wenn jemand ungläubig ist, so lastet auf ihm selber sein Unglaube! Und der, der Rechtes tut, bereitet es (den glücklichen ewigen Ausgang)  für sich selbst vor,“ (30: 44)

 

لِيَجْزِيَ الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ مِن فَضْلِهِ ۚ إِنَّهُ لَا يُحِبُّ الْكَافِرِينَ

„auf dass Gott  aus Seiner Gnadenfülle diejenigen belohnen möge, die glauben und das Rechte tun. Wahrlich, Er liebt die Ungläubigen nicht.“ (30: 45)

 

Im vorherigen Vers 43 hieß es, dass die Menschen am Jüngsten Tag in Gruppen gespalten werden. Die Gläubigen werden von den Ungläubigen getrennt. Aus dem  Vers 44 und dem Vers 45 geht nun hervor, dass die jenseitige Belohnung bzw.  Strafe Gottes das Resultat des menschlichen Handelns im Leben ist.  Unglauben schadet dem Menschen  und macht ihn zum Hölleninsassen, und Glauben und rechtschaffene Taten bescheren ihm den Frieden und die Sicherheit im Paradies.

Die Ungläubigen werden entsprechend der Intensität ihres Unglaubens und gemäß ihrer hässlichen Taten bestraft, während die Gläubigen  über den Lohn ihrer guten Werke hinaus, von Gott mit besonderen Segen bedacht werden  und seine Gnadenfülle erfahren.  Von dieser Gnadenfülle sind  diejenigen, die dem Unglauben frönten, absolut ausgeschlossen.

 

Wir können uns merken:

Erstens:  Gott braucht den Glauben der Menschen nicht und ebensowenig schadet ihm deren Unglaube.  Der Schaden für Unglauben betrifft den Ungläubigen selber und der Nutzen des Glaubens wird dem Gläubigen selber zuteil.

Zweitens: Gott verfährt mit den Ungläubigen aufgrund Seiner Gerechtigkeit und den Gläubigen undRechtschaffenen   begegnet er mit Seiner Gnadenfülle.

 

Nun noch der Vers 46 der Sure Rom:

 
وَمِنْ آيَاتِهِ أَن يُرْسِلَ الرِّيَاحَ مُبَشِّرَاتٍ وَلِيُذِيقَكُم مِّن رَّحْمَتِهِ وَلِتَجْرِيَ الْفُلْكُ بِأَمْرِهِ وَلِتَبْتَغُوا مِن فَضْلِهِ وَلَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

„Und zu Seinen Zeichen der Macht und Weisheit gehört dies, dass Er die Winde mit froher Botschaft (des Regens)  entsendet, auf dass Er euch von Seiner Barmherzigkeit kosten lasse, und auf dass die Schiffe auf Sein Geheiß hin fahren mögen, und auf dass ihr nach Seiner Huld (Seiner Versorgung mit dem täglichen Brot) trachtet, und auf dass ihr dankbar sein möget.“ (30: 46)

In diesem Vers wird wie zu Beginn der Sure Rom  auf die Zeichen des harmonischen Zusammenspiels in der Natur, welches ein Hinweis auf den Einen Schöpfer und Herrn ist, hingewiesen. Die Menschen sollten auf die natürlichen Erscheinungen achten, wie Wind und Regen  und sich auf diese Weise von der Macht und Weisheit Gottes und seiner Einheit überzeugen.  Ihnen wird bewusst werden, dass diese beiden auf den ersten Blick schlichten Naturerscheinungen den Lebewesen das Leben ermöglichen.Durch diese beiden Phänomene werden Pflanzen, Tiere und Menschen überall auf der Welt mit dem versorgt, was sie brauchen.  Die Landwirtschaft und Viehzucht die zwei wichtigen Nahrungsquellen des Menschen sind, verdanken dem Wind und dem Regen ihre Existenz.

 Außerdem wird in dem Vers 46  auch auf den Segen des Windes für die Segelschiffe hingewiesen, die zurzeit des Propheten, als es noch keine motorisierten Schiffe gab, das beste  Transportmittel, zur Überquerung des Meeres waren. Schiffe sind heute das  wichtigste Transportmittel für Massengut.

Das  Gesetz von der Auftriebskraft(welches Archimedes entdeckt hat)  macht die Schifffahrt möglich, ob diese Schifffahrt durch Motoren oder mit der Kraft des Windes betrieben wird.  Dieses Gesetz ist ebenso ein göttlicher Segen.

 Leider achten die Menschen allgemein nicht auf solche großen himmlischen Gaben, die ihnen zur Verfügung gestellt wurden und betrachten sie als Erscheinungen der Natur, die von selber und nicht durch eine überirdische Macht entstanden sind.

 

Wir können uns anhand dieses Verses einprägen:

Erstens: Der Wind sorgt für die Wanderung der Wolken, verteilt diese großen Wasserspeicher durch die Luft über die verschiedenen Orte des Festlandes und versorgt die dürstenden Böden mit Wasser.

Zweitens: In Wahrheit steuert nicht der Kapitän sondern Gott die Schiffe übers Meer, denn Gott hat in der Natur Gesetze aufgestellt, die die Voraussetzung dafür schaffen, dass Schiffe überhaupt schwimmen können. Dank dieser Gesetze können riesige Passagier- und Transportschiffe weite Strecken zurücklegen und Passagiere und Güter von einem Ort zum anderen bringen.

Drittens: Der Koran  regt die Menschen dazu an, nach einem Unterhalt zu streben, der  religionsgesetzlich erlaubt (halal) ist. Der Mensch soll, auch wenn er sich selber Mühe um ein solches Einkommen gegeben hat, dennoch nicht denken, dass er diesen Unterhalt seinem eigenen Wissen und seiner Planung verdankt, sondern er sollte sich bewusst sein, dass jede Versorgung in Wahrheit Gott  zu verdanken ist und er seinem Schöpfer und Herrn  dankbar dafür sein muss. 

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