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Samstag, 03 September 2016 09:21

Teil 717: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (27- 29)

Teil 717: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (27- 29)
Wir betrachten  heute drei weitere Verse der Sure Rom, Sure 30 und beginnen mit Vers 27. In diesem Vers heißt es:

(30: 27- 29)

وَهُوَ الَّذِي يَبْدَأُ الْخَلْقَ ثُمَّ يُعِيدُهُ وَهُوَ أَهْوَنُ عَلَيْهِ ۚ وَلَهُ الْمَثَلُ الْأَعْلَىٰ فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ ۚ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

„Und Er ist es, Der die Schöpfung hervorbringt, dann wiederholt (und erneuert) Er sie, und dies fällt Ihm noch leichter. Und Ihm gebühren die höchsten Attribute   in den Himmeln und auf Erden; und Er ist der Allmächtige, der Allweise.“ (30: 27)

 

Wie Sie erfuhrenhat der Heilige Koran  bis hierher in der Sure Rom, mehrere Zeichen Gottes im Diesseits  angeführt,die für das endlose Wissen, die Weisheit und Allmacht Gotteszeugen. ImVers 27 wirft er nun auch Licht auf das Jenseits und es heißt: Genauso wie Gott die Schöpfung begonnen hat, vermag Ersie amJüngsten Tagerneut hervorzubringen.

 

Für Gott ist alles einfach und keine Angelegenheit ist  schwieriger als eine andere. Wir Menschen sind es, für die einige Dinge schwierig und andere  leichter bewerkstelligen können. Der Mensch stößt auf viele Grenzen, aberGottes Macht kennt keine Grenzen. Wenn Gott im Vers 27 sagt, dass ihm die Wiederholungder Schöpfung noch leichter fällt als die Schöpfung selber , bringt Er folgenden Gedanken nahe:  Wenn es für euch Menschen leicht ist, etwas erneut anzufertigen,dann ist es doch erst recht für Gott, derkeine Schranken kennt, leicht, die Schöpfung im Jenseits erneut hervorzubringen. 

 

Wir können uns merken:

Erstens: Die Attribute Gottes übersteigen unsere Vorstellungs- und sprachliche Ausdruckskraft. Nichts und niemand ließen sich mitIhm vergleichen. Er steht in jeder Hinsicht über Seinen Geschöpfen.

Zweitens: Die göttliche Weisheit schließt mit ein, dass es nach dem Tod eine andere Welt gibt und das Schicksal des Menschen nicht mit dem Tod für immer abbricht.

Hier nun der Vers 28 der Sure Rom, Sure 30:


ضَرَبَ لَكُم مَّثَلًا مِّنْ أَنفُسِكُمْ ۖ هَل لَّكُم مِّن مَّا مَلَكَتْ أَيْمَانُكُم مِّن شُرَكَاءَ فِي مَا رَزَقْنَاكُمْ فَأَنتُمْ فِيهِ سَوَاءٌ تَخَافُونَهُمْ كَخِيفَتِكُمْ أَنفُسَكُمْ ۚ كَذَٰلِكَ نُفَصِّلُ الْآيَاتِ لِقَوْمٍ يَعْقِلُونَ

„Er prägt euch ein Gleichnis aus eurer eigenen Lage. Habt ihr unter denen, die ihr von Rechts wegen (als Sklaven) besitzt, Teilhaber an dem, was Wir euch beschert haben? Seid ihr darin (in Bezug auf den Besitz) also gleich (und) fürchtet sie, wie ihr einander (und eure Teilhaber)  fürchtet? So machen Wir die Zeichen klar für ein Volk, das begreift.“ (30: 28)

 

Die Götzendiener zur Zeit des Propheten stellten Gott  Geschöpfe als Teilhaber zur Seite und dachten, dass diese wie Gott Macht besäßen und Einfluss auf die Dinge hätten.  Um diesen Aberglauben zu widerlegen,  führt Gott ein Beispiel aus dem Leben der Menschen an und zwar sagt zu den Götzendienern: „Haben eure Sklaven denn an eurem Hab und Gut teil und betrachtet ihr sie als Partner, die genauso über euren Besitz verfügen können wie ihr selbst? Ihr betrachtet doch eure Leibeigenen auch nicht als gleichgestellt mit euch! Wie könnt ihr dann Geschöpfe Gottes, die alle Seine Untertanen sind, mit Ihm auf dieselbe Stufe stellen und ihnen das Recht zuschreiben, sich in Gottes Angelegenheiten einzumischen? Wieso glaubt ihr, dass sie auf irgendeine Angelegenheit in der Daseinsordnung einen Einfluss hätten?

Wenn ihr nicht akzeptieren wollt, dass eure Sklaven eure Teilhaber sind und über euren Besitz verfügen dürfen, wie könnt ihr dann akzeptieren, dass ein Geschöpf Gottes  ohne dessenErlaubnis, sich in Dinge, die Gott gehören und zustehen, einmischt?

Wir können uns einprägen:

Erstens: Das Gewissen des Menschen ist der beste Richter. WirMenschen betrachten andere, die unsere Untergebenen sind nicht als Teilhaber. Wie kann es da angehen, dass wir Personen oder Gegenstände, die keinerlei Ähnlichkeit mit Gott haben und alle von Ihm erschaffen wurden, Ihm zur Seite stellen und als Seine Teilhaber betrachten?

Zweitens: Der Koran spricht die Vernunft des Menschen an und lädt ihn laufend zum Nachdenken ein.

Der letzte Vers in diesem Teil ist der Vers 29 der Sure 30 (Sure Rom):

 
بَلِ اتَّبَعَ الَّذِينَ ظَلَمُوا أَهْوَاءَهُم بِغَيْرِ عِلْمٍ ۖفَمَن يَهْدِي مَنْ أَضَلَّ اللَّـهُ ۖ وَمَا لَهُم مِّن نَّاصِرِينَ

„Doch die Ungerechten folgen ohne Wissen ihren persönlichen Neigungen. Und wer kann den leiten, den Allah den Irrweg gehen ließ? Für solche wird es keine Helfer geben." (30: 29)

 

Im Vers 28 hatte Gott ein einleuchtendes Beispiel angeführt und  nun spricht er im Vers 29, dass diejenigen, die Ihm einen Teilhaber zur Seite stellen, sich von der Vernunft abgewandt haben und sich nur nach ihren persönlichen Neigungen richten.  Sie haben sich ohne triftigen Grund und ohne Wissen dem Götzentumzugewandt und begehen damit das größte Unrecht sich selbst gegenüber.

 

Leute, die Wissen und Vernunft beiseitelassen und ihren Neigungen folgen, geraten auf den falschen Weg,  und es besteht keine Hoffnung auf ihre Rechtleitung mehr.  Denn die Rechtleitung setzt voraus, dass wir unseren Verstand nutzen. Die Logik ist es,  die den Menschen an die Wahrheit heranführt und ihm zu Wissen und Bewusstsein verhilft. Aber diejenigen die nichts von der Wahrheit wissen wollen, sondern nur nach Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche streben, gehorchen nicht der Vernunft, sondern folgen diesen Wünschen.  EinMensch kann,solange er so ist, nicht den richtigen Weg finden und niemand kann ihm helfen, es sei denn er selber möchte von seinen persönlichen Neigungen ablassen und auf den Weg der Vernunft zurückkehren.

Im Zusammenhang mit  obigem Vers können wir uns Folgendes merken:

Erstens:  Jedes Abweichen von der geraden Linie des Tauhid (des Glaubens an den Einen Gott) ist eine Art Unrecht des Menschen sich selbst gegenüber. Gemäß Islam ist das Unrecht, das der Mensch sich selber zufügt,  nicht weniger hässlich wie das Unrecht gegenüber anderen, denn das Unrecht gegenüber sich selbstgeht mit dem Unrecht gegenüber Gott und Seinen Propheten einher.

Zweitens: Die Anbetung vonGötzen neben Gott, welche heute in Religionen wie Buddhismus und Hinduismus inForm der Anbetung von verschiedenen Götzenbildern und Menschen- und Tierfiguren fortgesetzt wird, ist ein Zeichen für moderne Ignoranz.  Der Mensch setzt heute inallen Bereichen die Vernunft und Wissen ein,  aber hinsichtlich seiner Ansichten überdenUrsprung desDaseins, ist er noch in Ignoranz und Aberglauben verwickelt.

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