Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Samstag, 03 September 2016 09:07

Teil 716: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (23- 26)

Teil 716: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (23- 26)
Die nächsten Verse aus der Sure 30, Sure Rom, die wir besprechen möchten, sind  die Verse 23 bis 26. Wir beginnen mit den Versen 23 und 24:

 (30: 23- 26)


وَمِنْ آيَاتِهِ مَنَامُكُم بِاللَّيْلِ وَالنَّهَارِ وَابْتِغَاؤُكُم مِّن فَضْلِهِ ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِّقَوْمٍ يَسْمَعُونَ

„Und zu Seinen Zeichen zählt euer Schlafen bei Nacht und euer Trachten nach (eurem Unterhalt aus) Seiner Gnadenfülle bei Tage. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das hört.“ (30: 23)


وَمِنْ آيَاتِهِ يُرِيكُمُ الْبَرْقَ خَوْفًا وَطَمَعًا وَيُنَزِّلُ مِنَ السَّمَاءِ مَاءً فَيُحْيِي بِهِ الْأَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَاتٍ لِّقَوْمٍ يَعْقِلُونَ 

„Und zu Seinen Zeichen gehört dies, dass Er euch den Blitz zu Furcht und Hoffnung zeigt und Wasser vom Himmel herniedersendet und damit die Erde nach ihrem Tod belebt. Hierin sind wahrlich Zeichen für ein Volk, das begreift.“ (30: 24)

 

Sie erfuhren beim letzten Mal, dass der Koran an einer Stelle in der Sure 30, der Sure Rom,die Zeichen Gottes im Zusammenhang mit der Erschaffung des Menschen und der Welt  aufführt.  Die  Verse 23 und 24 bringen im Anschluss daran zwei weitere Beispiele aus dem Leben des Menschen.

 

Der Wechsel von Schlaf und Wachsein im Laufe von 24 Stunden, auf den Vers 23 hinweist, mag für uns etwas Selbstverständliches sein  - jedoch ist auch dies ein Zeichen für die Weisheit Gottes. Am Tag kann der Mensch mit neuer Energie nach dem Lebensunterhalt streben und wenn er am Abend müde geworden ist, kann er sich von der Arbeit ausruhen. Hätte der Mensch keinen Schlaf, dann würde er ständig Müdigkeit und Überdruss empfinden und besäße nicht mehr die notwendige Lebensfrische.

Ein weiteres Zeichen Gottes liegt in den Gewittern, worauf der Vers 24 hindeutet. Gewitter versetzen auf der einen Seite mit Donner und Blitz die Menschen in Furcht, aber sie sind auf der anderen Seite Vorboten für den Regen, welcher die Erde belebt und den Menschen,  Pflanzen und Tiere brauchen.  Wenn in einem Gebiet längere Zeit kein Regen fällt, verspüren seine Bewohner besonders intensiv,  wie wertvoll dieses Lebenselixier ist.

Heutzutage werden für den Transfer von Öl und Gas in Städte und Dörfer  Milliarden für die Verlegung von Pipelines und den Erhalt von Anlagen ausgegeben.

Unterdessen hat Gott im Rahmen eines natürlichen Systems für den kostenlosen Transfer des Meereswassers zu den Bewohnern des Festlandes gesorgt, indem er mit verdunstetem Meerwasser Wolken bildet, sie durch den Wind zum Festland weiterleitet und aus ihnen Regen herabschickt.

Wir sollten in der Tat etwas genauer  über die zahllosen guten Gaben Gottes nachdenken, damit wir dem Schöpfer gegenüber dankbar dafür sind.

 

Aus den angeführten Versen der Sure Rom können wir folgende Merkpunkte ableiten:

Erstens: Wir sollten nicht einfach achtlos an den Segensgeschenken Gottes vorbeigehen. Ein solcher Segen ist zum Beispiel der Wechsel zwischen Schlaf und Wachsein.

Zweitens:  Die Religion empfiehlt  und begrüßt  Arbeit und das Streben nach einem erlaubten Unterhalt und Stillung der Lebensbedürfnisse.

Drittens: Der Blitz bei Gewittern, der Herabfall von Regen und das Wachstum der Pflanzen sind kein Zufall.  Alle Ereignisse in der Natur erfolgen aufgrund eines detaillierten und gezielten Planes seitens des Herrn der Welten.

Viertens: Gotterkenntnis muss auf Wissenschaft und Nachdenken beruhen.

 

Es folgt der  Vers 25 der Sure 30, Sure Rom:

 
وَمِنْ آيَاتِهِ أَن تَقُومَ السَّمَاءُ وَالْأَرْضُ بِأَمْرِهِ ۚ ثُمَّ إِذَا دَعَاكُمْ دَعْوَةً مِّنَ الْأَرْضِ إِذَا أَنتُمْ تَخْرُجُونَ

„Und unter Seinen Zeichen ist dies, dass Himmel und Erde auf Sein Geheiß hin fest stehen. Alsdann, wenn Er euch mit einem Ruf aus der Erde ruft, seht, dann werdet ihr (daraus) hervorgehen.“ (30: 25)

 

In den vorhergehenden Versen wurde auf die Schöpfung von Himmel und Erde gesprochen und der Vers 25 verweist darauf, dass sie auf Geheiß Gottes fest stehen.

Die riesigen Himmelskörper im All, über das der  Mensch trotz seiner fortgeschrittenen Kenntnissevon Sternen und Planeten vielesnoch nichtweiß,  bilden ein festes System. Sollten die Himmelskörper nur ein wenig von ihrer Bahnabweichen, ist es möglich, dass ein Teil der Welt zumBeispiel die Erde mit ihren Bewohnern vernichtet wird.  Doch auf Geheiß des Schöpfers folgen die Himmelskörper weiter der aufgrund des Gesetzes der Anziehungs- und Abstoßungskraft für sie festgelegten Bahn und bleibt die Weltordnung weiter bestehen.  Aber Gott kann jederzeit, wenn Er das will, diese Ordnung beenden und eine neue einführen.  In diese neue Welt werden die Menschen nicht mehr hineingeboren, sondern sie erheben sich wie die Pflanzen aus der Erde.  Jeder Mensch wird alleine in diese neue Welt gerufen, wobei die Verbindung zu  Eltern, Geschwistern und Verwandten abgebrochen ist. Nach dieser Auferstehung von den Toten muss jeder über seine Taten in der  vorherigen Welt – im Diesseits nämlich - Rechenschaft ablegen.

 

Der Vers 25 der Sure Rom lehrt uns:

Erstens: Es ist kein Zufall, dass die Schöpfungswelt fest besteht. Sie besteht weil Gott es so will. Niemand anderer und nichts anderes spielt hierbei eine Rolle.

Zweitens: Nicht nur die Schöpfung kommt von Gott,  sondern auch die Regelung der Dinge auf der Welt liegt bei Ihm. Er hat die Welt nach der Erschaffung nicht sich selber überlassen, sondern verwaltet sie -. Ein Gärtner begnügt sich ja auch nicht mit dem Säen, sondern er plant, nachdem er  ein Korn in die Erde gelegt hat, für alle Phasen des Wachstums bis zur Ernte   und ergreift entsprechend lenkende Initiativen.

Drittens: Der obige Vers, indem es heißt, dass Gott die Menschen mit einem Ruf aus der Erde ruft,  spricht dafür, dass wir  am Jüngsten Tag mit unserem Körper  auferstehen. Es ist ja nicht die Seele, die in die Erde gelegt wird, sondern  der Körper.

Wir möchten uns nun noch den Vers 26 der Sure Rom anschauen:

 
وَلَهُ مَن فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ ۖ كُلٌّ لَّهُ قَانِتُونَ 

„Und Sein ist, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm (im Rahmen der Schöpfungsordnung) gehorsam.“ (30: 26)

 

Im Anschluss an den Vers 25, in dem es zum Schluss hieß, dass der Mensch von dieser Welt in eine andere gebracht wird, werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Gott der Besitzer des Menschen und aller Lebewesen,  der Engel und Dschinn ist. Gott kann also mit allen verfahren, wie Er  möchte undkeinervermag dagegenanzugehen.  Der Mensch und die Dschinn können zwar gegen das Religionsgesetz  Gottes aber nicht  gegen die Gesetze der Schöpfungsordnung verstoßen. Sie  müssen sich den Gesetzen in der Schöpfungsordnung Gottes beugen. Auch ihre Entscheidungsfreiheit verdanken sie nur Gott.

Wir sehen:

Erstens:  Nicht nur leblose Gegenstände, Pflanzen und Tiere sind unfähig sich der Herrschaft Gottes zu entziehen,  sondern auch Wesen mit Begriffsvermögen wie der Mensch, die Engel und die Dschinn.

Zweitens: Der Mensch gehorcht im Rahmen der Schöpfung seinem Herrn und aufgrund dieses Gehorsamserreicht er die  körperliche Reife. Genauso  findet er zur immateriellen Vollkommenheit und zum wahren Wohl, wenn er sich aufgrund eigener Entscheidung der Gesetzesordnung Gottes unterwirft und die göttlichen Gebote befolgt.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren