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Dienstag, 12 Juli 2016 07:47

Teil 714: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (14- 19)

Teil 714: Sure Rom (Das byzantinische Reich) Verse (14- 19)
Wir besprechen weitere 6 Verse von den insgesamt 60 Versen der Sure 30, Sure Rom.  Die Verse 14 und 16 lauten:

(30: 14- 19)



وَيَوْمَ تَقُومُ السَّاعَةُ يَوْمَئِذٍ يَتَفَرَّقُونَ

„Und an dem Tage, da die Stunde herankommt, an jenem Tage werden sie (die Menschen) voneinander getrennt sein." (30: 14)



فَأَمَّا الَّذِينَ آمَنُوا وَعَمِلُوا الصَّالِحَاتِ فَهُمْ فِي رَوْضَةٍ يُحْبَرُونَ

„Was nun die betrifft, die glaubten und gute Werke taten, so werden sie in einem (Paradies-) Garten Glück finden." (30: 15)



وَأَمَّا الَّذِينَ كَفَرُوا وَكَذَّبُوا بِآيَاتِنَا وَلِقَاءِ الْآخِرَةِ فَأُولَـٰئِكَ فِي الْعَذَابِ مُحْضَرُونَ

„Jene aber, die ungläubig waren und Unsere Zeichen und die Begegnung (mit Uns) im Jenseits leugneten, werden zur Bestrafung vorgeführt." (30: 16)


Laut den eben angeführten Versen werden die Menschen im Jenseits am Jüngsten Tag in zwei Gruppen eingeteilt – die eine besteht aus den  Gläubigen, die rechtschaffen handelten, und die andere aus denen,  deren Verhalten auf  Unglauben und Leugnung der Wahrheit basierte.

Was auf Erden zur Unterscheidung der Menschen und ihrer Einteilung in Gruppen führt, wie Alter, Bildungsniveau, Geschlecht, Ethnie, Sprache, Besitz, gesellschaftliche Position usw. spielt am Jüngsten Tag alles keine Rolle mehr. Das einzige was im Jenseits für das Schicksal des Menschen ausschlaggebend ist, sind der Glaube und Nicht-Glaube, nämlich die beiden Faktoren,  die zu redlichen  bzw. zu falschen und schlechten  Taten führen.

Es fällt bei dieser Stelle im Koran auf, dass der Glaube für sich alleine nicht für die Einkehr ins Paradies reicht, sondern mit rechtschaffenen Werken einhergehen muss, während  der Unglaube für sich genügt, um in das Inferno der Hölle geschickt zu werden. Denn der Nicht-Glaube ist in sich das größte Unrecht, dass der Mensch sich selber antun kann und ein Vergeuden des  Lebens und Kapitals, das Gott ihm zur Verfügung gestellt hat.

Wir können uns anhand dieser Verse merken:

Erstens: Der Jüngste Tag ist der Tag der Trennung der Reinen von denen, die nicht rein sein, und der Guten von den Schlechten und Sündern.

Zweitens: Gute Werke sind wertvoll, wenn sie im  Glauben verwurzelt sind und aus ihm hervorgehen.

Drittens: Die Leugnung der göttlichen Zeichen und des Jenseits geht auf den Geist des Unglaubens und auf Starrsinn zurück.

Viertens: Das jenseitige Schicksal des Menschen hängt von seinem Verhalten im diesseitigen Leben ab.

Es folgen die Verse 17 und 18 der Sure 30:



فَسُبْحَانَ اللَّـهِ حِينَ تُمْسُونَ وَحِينَ تُصْبِحُونَ

„Preis sei denn Allah, wenn ihr den Abend und wenn ihr den Morgen verbringt; (30: 17)



وَلَهُ الْحَمْدُ فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَعَشِيًّا وَحِينَ تُظْهِرُونَ

„denn Ihm gebührt alles Lob in den Himmeln und auf Erden und am Ende des Tages  und zu eurer Mittagsruhe." (30: 18)


Nach  Ansicht einiger Koranexegeten verweisen die Verse 17 und 18 der Sure 30  auf die Zeiten für das Pflichtgebet innerhalb von 24 Stunden. Denn  es heißt, dass die Gläubigen Gott am Morgen und Abend, Mittag und Nachmittag  preisen sollen. Sie sollen Gott preisen, weil alles in der Daseinswelt für seine Heiligkeit und Herrlichkeit zeugt und Zeichen für Sein Allwissen und Seine endlose Macht ist.

In der Tat soll der Mensch, um sich vor  Götzenverehrung reinzuhalten,  immer den Einen Gott preisen und im Herzen und mit der Zunge bekennen, dass Gott rein ist von jedem Mangel und keinerlei Teilhaber hat.

Wir können uns einprägen:

Erstens: Die Preisung Gottes ist zu jeder Zeit und an allen Orten (in den Himmeln und auf der Erde) etwas Gutes. Aber einige Zeitpunkte sind für das Gedenken an Gott besonders geeignet.

Zweitens: Die Huldigung Gottes mit  „Subhanallah" für seine Reinheit von jeglichem Mangel  ist eine gute Vorbereitung auf die Dankespreisung (Alhamdullillah). Wir sehen in der obigen Koranstelle dass das „Subhan" dem „Hamd" vorausgeht.

Wir besprechen noch den Vers 19 der Sure Rom. Und zwar steht in diesem Vers Folgendes:



يُخْرِجُ الْحَيَّ مِنَ الْمَيِّتِ وَيُخْرِجُ الْمَيِّتَ مِنَ الْحَيِّ وَيُحْيِي الْأَرْضَ بَعْدَ مَوْتِهَا ۚ وَكَذَٰلِكَ تُخْرَجُونَ

„Er lässt das Lebendige aus dem Toten und das Tote aus dem Lebendigen hervorgehen; und Er belebt die Erde nach ihrem Tod, und in gleicher Weise sollt ihr (auch) wieder (aus den Gräbern) hervorgebracht werden." (30: 19)


Dieser Vers ist eine Antwort auf diejenigen, die die Auferstehung von den Toten leugnen.  Es gibt schon im Diesseits  Beispiele für die Wiederbelebung von Totem. Warum halten die Ungläubigen die Auferstehung von den Toten für unwahrscheinlich, obwohl Gott doch ständig Lebendiges aus dem Toten hervorbringt – wie zum Beispiel, wenn er jedes Jahr im Frühling die Pflanzen, die im Winter abgestorben waren, wiederbelebt? Dieses großartige Schauspiel wird uns jedes Jahr vor Augen geführt.  Jedes Jahr wachsen aus der Erde alle möglichen Pflanzen hervor und demonstrieren Leben.  Zugleich, und darauf weist der obige Vers auch hin, sind viele Lebewesen gestorben und haben sich  in tote Erde verwandelt.

Wasser und Nahrung, die wir zu uns nehmen, leben nicht,   aber wenn sie unserem Körper zugeführt werden, werden sie in lebende Zellen umgewandelt.  In der Natur geht ständig Leben mitten aus dem Toten hervor und der Tod mitten aus dem Leben.  Dies beweist doch auf beste Weise die Macht des Schöpfers, die Toten am Jüngsten Tag wieder ins Leben zurückzurufen.

Der obige Vers von der Wiederbelebung wird auch  auf spiritueller Ebene gedeutet. In einigen Überlieferungen  heißt es, dass mit dem Lebendigen, welches dank Gottes Macht aus dem Totem hervorgeht,  auch  der Wandel eines Ungläubigen in einen Gläubigen oder der Wandel eines Unwissenden in einen Wissenden gemeint ist. Wenn es umgekehrt heißt, dass  Gott das Tote aus dem Lebendigen hervorgehen lässt, bedeutet es auf der spirituellen Ebene, dass  aus einem Gläubigen ein Ungläubiger und aus einem Gelehrten ein Ignorant wird.

Wir können uns merken:

Erstens: Ein kluger und gerechter Mensch wird niemals Zweifel an der Auferstehung von den Toten hegen, denn Gott hat schon im Diesseits gezeigt, dass er die Macht besitzt, die Geschöpfe nach ihrem Tod  wieder zu beleben.

Zweitens: In der hiesigen Daseinsordnung werden wir Zeuge davon, dass die Lebewesen dem Kreislauf von Tod und Leben unterworfen sind. Wir sollten wissen, dass dieser  Prozess bis zum Tag der Auferstehung anhält.

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