Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Freitag, 03 Juni 2016 09:39

Teil 708: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (50- 55)

Teil 708: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (50- 55)
Wir machen Sie  in diesem Teil mit weiteren 6 Versen der Sure 29, Sure Ankabut, vertraut. In  den Versen 50 und 51 dieser Sure lesen wir wie folgt:

(29: 50- 55)


وَقَالُوا لَوْلَا أُنزِلَ عَلَيْهِ آيَاتٌ مِّن رَّبِّهِ ۖ قُلْ إِنَّمَا الْآيَاتُ عِندَ اللَّـهِ وَإِنَّمَا أَنَا نَذِيرٌ مُّبِينٌ

"Und sie sagten: 'Warum wurden keine (Wunder und )  Zeichen zu ihm von seinem Herrn herabgesandt?' Sprich: Die Zeichen (und Wunder)  sind allein bei Allah, und ich bin nur ein deutlicher Warner. " (29: 50)



أَوَلَمْ يَكْفِهِمْ أَنَّا أَنزَلْنَا عَلَيْكَ الْكِتَابَ يُتْلَىٰ عَلَيْهِمْ ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَرَحْمَةً وَذِكْرَىٰ لِقَوْمٍ يُؤْمِنُونَ

„Genügt es ihnen denn nicht, dass Wir dir das Buch herniedergesandt haben, das ihnen verlesen wird? Wahrlich, hierin ist eine Barmherzigkeit und Ermahnung für ein Volk, das glaubt." (29: 51)


Im letzten Teil haben wir  auf der Basis des Koraninhaltes Zeichen für die Echtheit des Korans und der Aussendung des Propheten angeführt. Die obige Koranstelle besagt nun, dass die Leugner trotz dieser Zeichen nach Ausflüchten suchten und sagten: Warum überbringt Mohammad denn keine Wunder – wie die Wunder, die Moses und Jesus vollbracht haben?  Warum geht er nicht auf unsere Forderungen nach Wundern ein? Weshalb ruft  er keine Quellen in der trockenen Wüste hervor? Wieso überbringt er keinen schriftlichen Brief von seinem  Gott für uns?

Diese Gottesleugner lehnten in Wahrheit von Grund auf den Glauben ab. Viele Völker vor ihnen haben die Propheten, die zu ihnen ausgesandt worden waren, wie  Moses und Jesus, nicht anerkannt, obwohl diese Wunder   mit Gottes Erlaubnis Wunder vollbracht haben. Auch die Gegner  Prophet  Mohammads (s)  versuchten sich herauszureden und bedingten sich Wunder aus.

Unterdessen hat Gott dem Propheten ein großes unvergängliches  Wunder mitgegeben, nämlich den Koran.  Niemand hat auch nur eine einzige Sure ähnlich der Suren in diesem Himmelsbuch aufstellen können.

Die obige Koranstelle, genauer gesagt der Vers 50 dieser Sure,  weist auch auf einen weiteren wichtigen Punkt hin, nämlich dass die Propheten selber, von sich aus,  kein Wunder vollbringen können. Ein Wunder kann nur dann geschehen, wenn Gott es will und nicht wenn die Ungläubigen es verlangen.

Die wichtigste Aufgabe der Propheten  ist es, die Menschen mit Hilfe von Mahnungen und Verheißungen  auf den rechten Weg zu führen. Es muss eine  Rechtleitung sein, die von der  Vernunft und der Gott gegebenen Natur des Menschen akzeptiert wird.

Die Gegner des Propheten wollten materielle Wunder sehen, die vorübergehender Natur waren,  während das Wunder, welches Prophet Mohammad (s) überbracht hat, ein ewiges Wunder und von spiritueller Beschaffenheit ist. Dieses Buch mit seinen hohen Inhalten wurde von jemandem überbracht, der keine Schule besucht hatte, der aber – dank Gottes Huld – zum Lehrer für die ganze Menschheit wurde.

Wir können uns merken:

Erstens: Das Wunder, das der letzte Prophet Gottes überbracht hat, besteht aus geschriebenen Worten, die universal sind und ewig gelten.

Zweitens: Der Koran ist ein umfassendes Buch, welches alle immateriellen Bedürfnisse des Menschen stillt und von allen Generationen verstanden werden kann.

Drittens: Der Koran schützt den Menschen vor Oberflächlichkeit und durch ihn empfängt er die endlose Huld und Barmherzigkeit Gottes.

Nun wenden wir uns den Versen 52 und 53 der Sure Ankabut (Sure 29) zu: Dort steht:


قُلْ كَفَىٰ بِاللَّـهِ بَيْنِي وَبَيْنَكُمْ شَهِيدًا ۖ يَعْلَمُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ ۗ وَالَّذِينَ آمَنُوا بِالْبَاطِلِ وَكَفَرُوا بِاللَّـهِ أُولَـٰئِكَ هُمُ الْخَاسِرُونَ 

„Sprich (zu den Ungläubigen, o Prophet):  Allah genügt als Zeuge gegen mich und euch. Er weiß, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Und diejenigen, die das Falsche annehmen und Allah ablehnen - das sind die Verlierenden." (29: 52)


وَيَسْتَعْجِلُونَكَ بِالْعَذَابِ ۚ وَلَوْلَا أَجَلٌ مُّسَمًّى لَّجَاءَهُمُ الْعَذَابُ وَلَيَأْتِيَنَّهُم بَغْتَةً وَهُمْ لَا يَشْعُرُونَ

„Und sie verlangen von dir, dass du die (Herabsendung der göttlichen) Strafe beschleunigen sollst. Wäre nicht eine Frist (für sie) festgesetzt worden, hätte die Strafe sie schon ereilt; Sie wird gewiss plötzlich über sie hereinbrechen, wenn sie nicht damit rechnen" (29: 53)

Der Verse 52 der Sure 29 spendet dem Propheten Trost. Denn Gott versichert ihm, dass er Zeuge über seine Bemühungen um den Weg Gottes ist und ihn unterstützen wird. Er soll also nicht verzagen, wenn die Ungläubigen seine Aussendung leugnen.  Auch soll er die Ungläubigen daran erinnern, dass Gott Zeuge über alles ist.  Gott würde ihn, wenn er  - wie sie behaupten -  kein Prophet sein sollte, mit Gewissheit  entlarven.

Am Vers 53 sehen wir wie die Ungläubigen reagierten. Sie meinten nämlich: Wenn du Recht hast, dann lass doch die Strafe Gottes über uns kommen. Dabei ist ihnen nicht klar gewesen, dass Gott  den Menschen im Leben eine Frist gibt, damit sie frei ihren Weg wählen.

Wir entnehmen dieser Stelle in der Sure 29:

Erstens: Die Gläubigen  sollten nicht enttäuscht werden, wenn die Ungläubigen am falschen Weg festhalten und nicht gläubig werden, denn Gott  ist gegenwärtig und Zeuge und schließlich werden die Ungläubigen die Verlierer sein und den Schaden haben.

Zweitens: Gott bestätigt die Wahrhaftigkeit des Propheten und zeugt für sie.

Drittens: Die göttliche Strafe ist begründet, beruht auf Weisheit  und erfolgt nicht überstürzt.  Sie gehorcht dem göttlichen Willen und nicht dem Wunsch von unwissenden engstirnigen Leuten.

Wir beenden diesen Teil mit den beiden Versen 54 und 55 der Sure 29:


يَسْتَعْجِلُونَكَ بِالْعَذَابِ وَإِنَّ جَهَنَّمَ لَمُحِيطَةٌ بِالْكَافِرِينَ

"Sie verlangen von dir, dass du die Strafe beschleunigen sollst; doch wahrlich, die Hölle umfasst die  Ungläubigen." (29: 54)



يَوْمَ يَغْشَاهُمُ الْعَذَابُ مِن فَوْقِهِمْ وَمِن تَحْتِ أَرْجُلِهِمْ وَيَقُولُ ذُوقُوا مَا كُنتُمْ تَعْمَلُونَ

"An dem Tage, da die Strafe sie von oben und von ihren Füßen her überwältigen wird, wird Er sprechen: 'Kostet nun die (Früchte) eure(r) Taten.'" (29: 55)

Im Anschluss an die spöttische Forderung der Ungläubigen, der Prophet solle doch bald die Strafe über sie kommen lassen, wird ihnen bewusst gemacht, dass sie in Wahrheit bereits in der Hölle sind, aber es nicht merken – Sie sind in der Hölle des Unrechts und der Ungerechtigkeit, der Hölle des Krieges und  des Blutvergießens, der Hölle der Unsicherheit und Unruhe, der Hölle der Besorgnis und Trübsal.  Die Gegner des Propheten dachten die Strafe Gottes würden  höchstens Sturm, Überschwemmung und  Erdbeben sein.

Natürlich handeln sie sich mit ihrem Verhalten schon auf Erden Probleme für sich selber und ihre Gesellschaft ein. Die irdische Strafe ist  das Resultat ihrer unwürdigen Taten.  Aber sie werden erst recht im Jenseits Pein erfahren. Sie werden in die Hölle abgeführt, wo sie vom Feuer eingeschlossen sind und es keinen Fluchtweg für sie gibt.

Wir sehen:

Erstens: Wenn Gott die Vernichtung der Gottesleugner auf der Erde hinauszögert, so ist es eine Gelegenheit zur reuevollen Rückkehr für sie, aber sie nehmen diese Chance nicht wahr.

Zweitens: Jede Tat hat eine verborgene Seite, die im Jenseits offenbar wird. Die Hölle ist die Manifestation  der schlechten Taten, die der Mensch im Leben begangen  hat.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren