Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Sonntag, 24 April 2016 05:37

Teil 706: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (41- 45)

Teil 706: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (41- 45)
Wir eröffnen einen neuen Teil unserer Reihe „In Richtung Licht" mit dem Segensgruß an den Propheten des Islams und den Edlen aus seinem Hause.  Diesmal machen wir Sie mit den Versen 41 bis 45 der Sure 29, Sure Ankabut, vertraut. In den Versen 41 und 42 dieser Sure steht Folgendes:

(29: 41- 45)


مَثَلُ الَّذِينَ اتَّخَذُوا مِن دُونِ اللَّـهِ أَوْلِيَاءَ كَمَثَلِ الْعَنكَبُوتِ اتَّخَذَتْ بَيْتًا ۖ وَإِنَّ أَوْهَنَ الْبُيُوتِ لَبَيْتُ الْعَنكَبُوتِ ۖ لَوْ كَانُوا يَعْلَمُونَ

„Das Gleichnis derer, die sich Helfer außer Allah nehmen, ist wie das Gleichnis von der Spinne, die sich ein Haus baut; und das schwächste der Häuser ist gewiss das Haus der Spinne - wenn sie es nur begreifen würden!" (29: 41)


إِنَّ اللَّـهَ يَعْلَمُ مَا يَدْعُونَ مِن دُونِهِ مِن شَيْءٍ ۚ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

„Wahrlich, Allah kennt all das, was sie an Seiner Statt anrufen; und Er ist der Allmächtige, der Allweise." (29: 42)

Wir haben über die  Hinweise des Korans auf den schlimmen Ausgang von eigensinnigen Völkern und einzelnen Widersachern gesprochen, welche die Propheten bekämpften.  Im Vers 41 kommt nun die Spinne vor. Nach diesem Tier wird die Sure 29 benannt. Ankabut ist nämlich das arabische Wort für dieses Tier.

Der Vers 41 der Sure Ankabut veranschaulicht  den Zustand der Gott-Leugner und Gott-Verleumder.  Diese wenden sich nicht hilfesuchend an Gott sondern an Gegenstände oder Menschen usw.  obwohl doch jeder davon angesichts der Macht Gottes völlig schwach und unbedeutend ist, selbst wenn es sich um so  mächtige Herrscher handelt wie der Pharao.

Das Haus der Spinne besteht aus dünnen Fäden und kann schon bei ein wenig Wind zerrissen werden. Diejenigen, die bei anderen oder anderem als Gott Halt suchen, haben sich auf etwas so Schwaches gestützt wie auf die Fäden eines Spinnennetzes. Auf die Dinge, bei denen sie Halt suchen, ist kein Verlass in schweren Zeiten.  Wenn die Götzenanbeter begreifen würden, dass die Dinge, bei denen sie Hilfe erhoffen, wie Spinnfäden sind, würden sie nicht mehr auf sie vertrauen. Sie würden außerdem von diesen Dingen ablassen und zu Gott umkehren, wenn sie begreifen würden,  dass Gott, ihr Herr und Erschaffer, weiß, dass sie nicht Ihn, sondern  Seine Geschöpfe zum Herrn und Helfer ausgesucht haben.

Zu der obigen Stelle in der Sure 29, Ankabut, können wir noch Folgendes sagen:

Erstens: Eine Methode,  die der Koran zur Veranschaulichung der Wahrheit verwendet,  sind Gleichnisse und Vergleiche. Die besten Vergleiche sind diejenigen, die allerorts und jederzeit für alle Bevölkerungsschichten nachvollziehbar sind.

Zweitens: Der Glaube ist ein festes Gebäude, aber das Gebäude des Götzenglaubens ist völlig unsicher.

Drittens: Anstatt sich auf etwas zu stützen, das so schwach ist wie ein  Spinngewebe, sollten wir uns an Gott wenden und Ihm vertrauen, denn er ist Unbesiegbar und Weise.

Es folgen die Verse 43 und 44 der Sure Ankabut:


وَتِلْكَ الْأَمْثَالُ نَضْرِبُهَا لِلنَّاسِ ۖ وَمَا يَعْقِلُهَا إِلَّا الْعَالِمُونَ

„Und dies sind Gleichnisse, die Wir den Menschen prägen; doch es verstehen sie nur jene, die Wissen haben." (29: 43)


خَلَقَ اللَّـهُ السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضَ بِالْحَقِّ ۚ إِنَّ فِي ذَٰلِكَ لَآيَةً لِّلْمُؤْمِنِينَ

„Allah erschuf die Himmel und die Erde in Weisheit. Hierin liegt wahrlich ein Zeichen für die Gläubigen. „ (29: 44)

Der Vers 43 hebt die Bedeutung der Gleichnisse im Koran hervor. Keiner soll denken es wären simple überflüssige Vergleiche!  Vielmehr sind  es Gleichnisse, die Gott geprägt hat, um zu verdeutlichen was Glaube und was Unglaube ist.  Auch wenn solche Gleichnisse der breiten Masse bedeutungslos erscheinen mögen, so enthalten sie jedoch für die gelehrigen Menschen wertvolle tiefe Weisheiten. Wissende können sie bei geistiger Vertiefung mit dem Verstand erfassen.

Im Vers 44 wird daraufhin wieder die Schöpfungsmacht Gottes hervorgehoben. Gott, der Allweise und Allmächtige, hat das Dasein nicht zum Spiel erschaffen sondern aufgrund  von Recht und Wahrheit. Die Gläubigen begreifen dies, aber die Ungläubigen und Götzendiener wollen es nicht begreifen.

Wir sehen:

Erstens: Die koranischen Gleichnisse haben eine tiefe Bedeutung und nur die Gelehrten und Wissenden erkennen ihren tieferen Sinn.

Zweitens: Die Welt wurde gemäß einem Plan und mit einem konkreten Ziel erschaffen. Sie ist nicht das Resultat eines unbeabsichtigten  Zufalls.

Drittens: Die Polytheisten und Atheisten machen bei den Erscheinungen des Daseins Halt, aber diejenigen, die glauben, gehen weiter. Sie sehen in den Daseinserscheinungen die Zeichen für die Existenz Gottes und gelangen an Gotterkenntnis.

Wir beenden diesen Teil mit der Besprechung des Verses 45 der Sure Ankabut, nämlich:


اتْلُ مَا أُوحِيَ إِلَيْكَ مِنَ الْكِتَابِ وَأَقِمِ الصَّلَاةَ ۖ إِنَّ الصَّلَاةَ تَنْهَىٰ عَنِ الْفَحْشَاءِ وَالْمُنكَرِ ۗ وَلَذِكْرُ اللَّـهِ أَكْبَرُ ۗ وَاللَّـهُ يَعْلَمُ مَا تَصْنَعُونَ

„Verlies, was dir (o Prophet) von dem (Himmels)Buche offenbart wurde, und verrichte das (Ritual)Gebet. Wahrlich, das Gebet hält von schändlichen und abscheulichen Dingen ab; und Allahs zu gedenken, ist gewiss das Höchste. Und Allah weiß, was ihr begeht." (29: 45)

Dieser Vers  enthält zwar eine Aufforderung an den Erhabenen Propheten, aber er richtet sich nicht nur an ihn, sondern an alle Gläubigen. Gott spricht den Propheten direkt an, um die Aufmerksamkeit der Gläubigen für Seine Offenbarung zu gewinnen.

Im Vers 45 der Sure Ankabut empfiehlt Gott zwei Dinge  nämlich das Verlesen des Korans und das Verrichten des Ritualgebetes.  Es wirkt sich sehr positiv auf das Leben des Menschen aus, wenn er sich an diese beiden Empfehlungen hält. Umgekehrt schwächt es den Glauben, wenn er sie vernachlässigt. Der Koran und das rituale Gebet spenden den Gläubigen Kraft. Natürlich hat die Koranrezitation eine größere Wirkung und stärkt den Glauben, wenn über seinen Inhalt nachgedacht wird.

Das Verrichten des Gebetes umfasst täglich 17 Rak'at , wobei ein Rakat ein Abschnitt des Gebetes  genannt wird, der sich aus mehreren Körperhaltungen und Bewegungen in Begleitung von  entsprechenden Worten aus dem Koran und des Gott-Gedenkens  zusammensetzt. In einer Rakat steht der Betende aufrecht vor Gott, verbeugt sich und vollbringt zwei Niederwerfungen vor Ihm. Bei korrekter andächtiger Verrichtung des Gebetes werden die Voraussetzungen für die Abwendung von Sünden und hässlichem Tun geschaffen. Einer der Vorzüge des Ritualgebetes ist die Läuterung der Seele von Schmutz.  Aber dieses Gebet hat noch größeren Nutzen und zwar ist es ein Gedenken an Gott, Seine Gnade und Seine Gaben. Das Gott-Gedenken wird in diesem Vers als  das Höchste bezeichnet.

Wir können anmerken:

Erstens: Die Rezitation des Korans und die Verrichtung des Gebetes stehen im Charakter veredelnden Konzept des Islams an erster Stelle. Die Großen der Religion haben das  aufmerksame Verlesen des Korans und die Verrichtung des Gebetsrituals besonders empfohlen.

Zweitens:  Der Koran gibt den Sinn einiger Religionsgebote bekannt. Zum Beispiel sagt er, dass der tägliche Gebetsdienst  den Menschen  von dem Hässlichen fernhält und seine Aufmerksamkeit auf Gott lenkt.

Drittens:  Rechtschaffene Werke wie die Koranlesung und die Erfüllung der Gebetspflicht  halten den Menschen auf natürliche Weise von schlechten Taten ab.

Viertens: Das Gebet spielt eine große Rolle bei der Heilung des Einzelnen und der Gesellschaft.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren