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Dienstag, 19 April 2016 08:12

Teil 700: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (14- 18)

Teil 700: Sure Ankabut (Die Spinne) Verse (14- 18)
Wir begrüßen Sie zu einem weiteren Teil unserer Sendung in Richtung Licht. Wie Sie wissen haben wir die Kurzexegese der Sure 29, Sure Ankabut, begonnen. Heute besprechen wir den Abschnitt Vers 14 bis Vers 18 dieser Sure. Es folgen  die beiden Verse 14 und 15:

(29: 14- 18)


وَلَقَدْ أَرْسَلْنَا نُوحًا إِلَىٰ قَوْمِهِ فَلَبِثَ فِيهِمْ أَلْفَ سَنَةٍ إِلَّا خَمْسِينَ عَامًا فَأَخَذَهُمُ الطُّوفَانُ وَهُمْ ظَالِمُونَ

„Und wahrlich, Wir sandten Noah zu seinem Volke (als Propheten), und er weilte unter ihnen eintausend Jahre weniger fünfzig Jahre (aber die meisten bekannten sich nicht zu ihm). Da ereilte sie die Sintflut, weil sie Missetäter waren." (29: 14)


فَأَنجَيْنَاهُ وَأَصْحَابَ السَّفِينَةِ وَجَعَلْنَاهَا آيَةً لِّلْعَالَمِينَ

„Aber Wir erretteten ihn und die Schiffsinsassen; und Wir machten sie zu einem Zeichen für alle Völker." (29: 15)


Diese Verse und darauffolgende verweisen auf frühere Völker die zur Zeit von Propheten wie Nuh (Noah) Ibrahim (Abraham) und Mussa (Moses) gelebt haben. Sie  sprechen davon, inwieweit diese Völker gläubig wurden und sich ihren Propheten anschlossen oder nicht auf sie hörten.

Gemäß den eben genannten Versen hat sich nur eine sehr kleine Schar zum Propheten Noah bekannt, obwohl er fast tausend Jahre alt wurde.  Die meisten wählten den Unglauben und blieben halsstarrig.  Daher schickte Gott eine harte Strafe auf sie und ließ eine schwere Sturmflut über sie kommen. Alle Feinde des Propheten wurden vernichtet und nur Prophet  Noah und die Gläubigen fanden Rettung. Dies soll den darauffolgenden Generationen und Völkern als Lehre dienen, nämlich dass ein Volk, das den Weg des Unrechts wählt und das Recht bekämpft, untergehen wird.

Wir können dieser Stelle im Koran entnehmen:

Erstens: Glauben und Unglauben wirken sich schon in dieser Welt auf das Schicksal der Völker aus, nämlich in Form von Rettung bzw. Vernichtung.

Zweitens: Gemäß Koran  ist ein langes Leben von tausend Jahren möglich. Deshalb ist es kein Ding der Unmöglichkeit, dass der Weltenretter Imam Mahdi (Gott möge sein Erscheinen beschleunigen) bereits  1200 Jahre lebt.

Drittens: Die Verkündigung der Religion erfordert Ausdauer und Standhaftigkeit. Aber man sollte nicht erwarten, dass die Mehrheit gläubig wird.

Es folgen die Verse 16 und 17 der Sure Ankabut:


وَإِبْرَاهِيمَ إِذْ قَالَ لِقَوْمِهِ اعْبُدُوا اللَّـهَ وَاتَّقُوهُ ۖ ذَٰلِكُمْ خَيْرٌ لَّكُمْ إِن كُنتُمْ تَعْلَمُونَ

„Und Abraham sagte zu seinem Volk: 'Dient Allah und fürchtet Ihn. Das ist besser für euch, wenn ihr es wüsstet.'" (29: 16)


إِنَّمَا تَعْبُدُونَ مِن دُونِ اللَّـهِ أَوْثَانًا وَتَخْلُقُونَ إِفْكًا ۚ إِنَّ الَّذِينَ تَعْبُدُونَ مِن دُونِ اللَّـهِ لَا يَمْلِكُونَ لَكُمْ رِزْقًا فَابْتَغُوا عِندَ اللَّـهِ الرِّزْقَ وَاعْبُدُوهُ وَاشْكُرُوا لَهُ ۖ إِلَيْهِ تُرْجَعُونَ

„'Ihr dient nur Götzen statt Allah, und ihr ersinnt eine große Lüge. Jene, denen ihr statt Allah dient, vermögen euch nicht zu versorgen. Sucht darum bei Allah die Versorgung und dient Ihm und seid Ihm dankbar. Zu Ihm werdet ihr zurückgebracht werden". (29: 17)

Nach Noah ist Abraham der zweite  Ulul-Azm – Prophet. Ulul – Azm bedeutet Leute des Entschlusses" (Ulul-Azm) und ist ein Begriff aus dem Heiligen Koran(46:35) der eine hohe Stufe der Gesandten  und Propheten beschreibt. Noah und Abraham mahnten die Menschen vor der Götzenanbetung und riefen sie auf, nur den Einen Gott anzubeten und nur Ihm zu dienen. Prophet Abraham führte die Götzenanbetung unter anderem auf finanzielle Bedürfnisse des Volkes zurück und lehrte sie: Auch wenn ihr wegen Armut und Not euren Götzen dient, so wisset, dass diese toten Gegenstände nichts an eurem Leben ändern und euch nicht aus der Not helfen können. Wenn ihr aber Gott anbetet und Ihm dient und für Seine Gaben dankt, dann seid ihr sowohl von der Anbetung dieser toten Gegenstände befreit, als dass ihr euch vor jemandem verbeugt und niederkniet, in dessen Hand eure Versorgung im Diesseits liegt und der nach eurem Tod über euren Ausgang entscheidet.

Wir können uns drei Dingen im Zusammenhang mit der Koranstelle 29: 16 und 17 merken, nämlich:

Erstens: Ein Gott-Dienen und Gott-Preisen nützt nichts, wenn der Mensch nicht gottesfürchtig handelt und sich vor Sünden hütet.

Zweitens: Diejenigen, die denken, andere als Gott würden sein stoffliches Leben beeinflussen, sind in Wahrheit einer Art Götzentum anheimgefallen.

Drittens: Die Religion fordert die Menschen nicht nur auf, nach Wohl im Leben und nach Stillung ihrer materiellen Bedürfnisse zu streben, sondern möchte auch, dass sie Gott für die Gaben im Leben danken und nur Ihm dienen.

Es folgt noch der Vers 18 dieser Sure, der Sure 29:


وَإِن تُكَذِّبُوا فَقَدْ كَذَّبَ أُمَمٌ مِّن قَبْلِكُمْ ۖ وَمَا عَلَى الرَّسُولِ إِلَّا الْبَلَاغُ الْمُبِينُ

"Und wenn ihr es für Lüge erklärt, (ist es nicht verwunderlich, denn) so haben Völker vor euch es für Lüge gehalten. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Verkündigung der Religion."" (29: 18)

Im Vers 18 wird Prophet Abraham weiter zitiert, der zu den Götzendienern sagt: Ich erwarte nicht dass alle Menschen die Religion Gottes annehmen, denn  die Geschichte zeigt, dass auch ein großer Teil früherer Völker die Gesandten Gottes dementierten und ihren Aufruf unbeachtet ließen.  Meine Aufgabe und die Aufgabe aller Propheten Gottes ist nur die Verkündigung des göttlichen Aufrufes und ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn jemand nicht dem Aufruf Gottes folgt.  Ich bin nur für die Erfüllung meiner Pflicht, die Religion Gottes zu verkünden,  verantwortlich.  Selbst wenn  alle Menschen ungläubig würden, bin ich nicht daran schuld.

Wir sehen:

Erstens: Die Propheten haben die Menschen nicht dazu gezwungen, den Glauben anzunehmen. Sie betrachteten nur die Verkündigung der Religion als ihre Pflicht.

Zweitens: Gläubige Menschen sollen nicht erwarten, dass alle Menschen wie sie an Gott glauben. Sie sollen ihre Pflicht der Verkündigung erfüllen, aber sie sind nicht daran schuld, wenn jemand an seinem Unglauben festhält.

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