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Freitag, 12 Februar 2016 08:36

Teil 693: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (70- 75)

Teil 693: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (70- 75)
Wir möchten heute, liebe Hörerfreunde, die Besprechung der Sure Qasas, Sure 28 bei dem Vers 70 wieder aufnehmen. Dort steht:

(28: 70- 75)


وَهُوَ اللَّـهُ لَا إِلَـٰهَ إِلَّا هُوَ ۖ لَهُ الْحَمْدُ فِي الْأُولَىٰ وَالْآخِرَةِ ۖ وَلَهُ الْحُكْمُ وَإِلَيْهِ تُرْجَعُونَ

„Und Er ist Allah; es ist kein Gott außer Ihm. Ihm gebührt aller Preis und Dank im Diesseits und im Jenseits.  Sein ist die Herrschaft, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht." (28: 70)

Sie haben gesehen, liebe Hörerfreunde, dass der Koran in der Sure 28 in mehreren Versen dementiert hat, dass es Teilhaber neben Gott gibt. Niemand außer Gott ist Schöpfer und wir sollen nur  Ihm dienen. Der Vers 70 spricht nun davon, dass Gott Alleinherrscher über das Dasein ist.  Er ist der Herr über alles. Die Menschen, die Teilhaber neben Gott stellen, werden gefragt: Gibt es jemanden außer Ihm, der Segen und Gaben für euch schickt?  Alle Segnungen, ob materiell oder immateriell, werden doch von Ihm an euch gesandt! Und daher gebührt nur Ihm Dank und Preis. Er ist der einzige Herrscher über diese Welt und die kommende. Gibt es jemanden der die Macht besäße über diese gewaltige Daseinswelt zu herrschen?  Am Ende eures Lebens werdet ihr zu Ihm zurückkehren und nicht zu denen, die ihr für Götter gehalten und angebetet habt.

Wir sehen:

Erstens:  Preis und Anbetung gebühren nur Dem Einen,  in Dessen Hand der Anfang und das Ende des Menschen und der Welt liegt.

Zweitens:  Die Herrschaft Gottes  über alles im  Dasein und Seine Herrschaft als Gesetzgeber über das Leben der Menschen gehen daraus hervor, dass Er der Schöpfer ist und dass Ihm alle Geschöpfe gehören.

Die Verse 71 bis 73 beinhalten folgendes:


قُلْ أَرَأَيْتُمْ إِن جَعَلَ اللَّـهُ عَلَيْكُمُ اللَّيْلَ سَرْمَدًا إِلَىٰ يَوْمِ الْقِيَامَةِ مَنْ إِلَـٰهٌ غَيْرُ اللَّـهِ يَأْتِيكُم بِضِيَاءٍ ۖ أَفَلَا تَسْمَعُونَ

„(O Prophet!) Sprich (zu den Götzenanbetern): 'Was haltet ihr davon, wenn Allah die Nacht über euch bis zum Tage der Auferstehung dauern ließe? Welcher Gott außer Allah könnte euch ein Licht bringen? Wollt ihr denn nicht hören?'" (28: 71)



قُلْ أَرَأَيْتُمْ إِن جَعَلَ اللَّـهُ عَلَيْكُمُ النَّهَارَ سَرْمَدًا إِلَىٰ يَوْمِ الْقِيَامَةِ مَنْ إِلَـٰهٌ غَيْرُ اللَّـهِ يَأْتِيكُم بِلَيْلٍ تَسْكُنُونَ فِيهِ ۖ أَفَلَا تُبْصِرُونَ

„Sprich: 'Was haltet ihr davon, wenn Allah den Tag über euch bis zum Tage der Auferstehung dauern ließe? Welcher Gott außer Allah könnte euch eine Nacht zur Ruhe bringen? Wollt ihr es denn nicht einsehen?" (28: 72)


وَمِن رَّحْمَتِهِ جَعَلَ لَكُمُ اللَّيْلَ وَالنَّهَارَ لِتَسْكُنُوا فِيهِ وَلِتَبْتَغُوا مِن فَضْلِهِ وَلَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

" Und in Seiner Barmherzigkeit schuf Er für euch die Nacht und den Tag, auf dass ihr darin ruhen möget und auf dass (am Tag)  ihr nach Seiner Huld (seiner Versorgung und dem täglichen Einkommen)  trachtet und dankbar sein möget." (28: 73)

Die obigen Verse der Sure Qasas  machen auf die absolute Herrschaft Gottes über das Dasein aufmerksam. Gott könnte die Erde, wenn Er das nur wollte, an ihrer Umdrehung hindern, so dass es überall, wo gerade  Tag ist, bis ans Ende der Welt Tag bleibt bzw. überall, wo gerade Nacht ist, es nie wieder mehr Tag werden würde,  bis die Welt untergeht.  Wenn Gott dies tun wollte, könnte dann einer von den Göttern, die sich einige  in ihrer  Phantasie einbilden und ehren, die Erde wieder in Bewegung setzen und wieder Nacht und Tag auf die ganze Erde verteilen?

Die Menschen sollten sich einmal klar machen, welcher große Segen der laufende Wechsel von Tag zur Nacht und von der Nacht zum Tag für sie und alle Lebewesen ist!  Falls die in der Nacht von der Sonne abgewandte Erdhälfte nie mehr deren Licht und Wärme erhalten würde, dann würde das Leben dort vernichtet und wenn  die andere Erdhälfte ständig dem Licht und der Wärme ausgesetzt sein würde, könnten ebenso viele Lebewesen nicht mehr weiterexistieren.  Durch Umdrehung der Erde um sich selber entsteht in einem geordneten Rhythmus der Wechsel von Tag und Nacht, wobei  bei Sonnenuntergang die Temperaturen sinken und bei Sonnenaufgang wieder steigen.

Die Menschen und Lebewesen brauchen das Licht und die Wärme am Tag, aber auch die Dunkelheit der Nacht und die nächtliche Abkühlung  sind wichtig, damit sie sich ausruhen können. Auch das ist großer Segen, der nicht genug  beachtet wird.

Wir können uns vier Dinge merken:

Erstens:  Gott lädt zur Betrachtung des Daseins  und der Planung in der Daseinswelt ein. Eine solche Betrachtung ist der beste Weg zur Gotterkenntnis.

Zweitens: Die Nacht ist fürs Ausruhen und der Tag fürs Arbeiten gedacht.

Drittens: Fragen können wachrütteln und wegweisend sein. Durch Fragen kann man andere zum Nachdenken anregen.

Viertens:  Die Erkenntnis über die Segensgeschenke Gottes macht den Menschen dankbar gegenüber seinem Schöpfer. Wir sollten unsere heranwachsenden Kinder und die jungen Menschen auf diese Gaben aufmerksam machen, um in ihnen das Verlangen nach Anbetung und Dankespreisung Gottes zu vergrößern.

Es folgen noch die Verse 74 und 75 der Sure Qasas, Sure 28:



وَيَوْمَ يُنَادِيهِمْ فَيَقُولُ أَيْنَ شُرَكَائِيَ الَّذِينَ كُنتُمْ تَزْعُمُونَ

"Und (sag: ) an jenem Tage   wird Er (Gott)  sie rufen und sprechen: 'Wo sind nun Meine Partner, die ihr erfunden habt?'" (28: 74)



وَنَزَعْنَا مِن كُلِّ أُمَّةٍ شَهِيدًا فَقُلْنَا هَاتُوا بُرْهَانَكُمْ فَعَلِمُوا أَنَّ الْحَقَّ لِلَّـهِ وَضَلَّ عَنْهُم مَّا كَانُوا يَفْتَرُونَ

"Und Wir werden aus jedem Volke einen (kundigen und gerechten) Zeugen holen und (zu den Götzenanbetern) sprechen: 'Bringt euren Beweis (für euer Götzentum) herbei.' Dann werden sie erkennen, dass die Wahrheit Allahs ist. Und das, was sie zu erdichten pflegten, wird für sie verloren sein." (28: 75)


Der Koran wiederholt die Frage Gottes am Jüngsten Tage, die er den Götzenanbetern zuruft und die  bereits im Vers 62 dieser Sure vorkam, nämlich 'Wo sind nun Meine Partner, die ihr erfunden habt?'"

Diejenigen; die sich im Leben nicht an Gott, sondern an Menschen oder Wesen wandten, von denen sie glaubten, dass sie über ihr Schicksal bestimmen, werden am Jüngsten Tag  in Anwesenheit der Propheten, die sie zu Gott herbeiriefen, nach ihren Beweisen gefragt.  Sie werden gefragt, wieso sie sich von Gott abgewandt haben und sich fiktiven Teilhabern Gottes zuwandten, obwohl Gott ihnen Propheten geschickt hatte und sie die Möglichkeit hatten, Ihren Schöpfer und Herrn zu kennen.

Dann weist die Sure 28 noch darauf hin, dass  die Götzenanbeter in dem Moment einsehen, wie falsch ihre Götzenbilder waren und ihnen klar wird, dass diese vermeintlichen Götter ihnen nichts helfen können  und die Wahrheit nur bei Gott und Seinen Propheten ist.

Wir sehen:

Erstens: Die Hinweise des Korans auf die Szenen am Jüngsten Tag sind eine Mahnung an gläubige Menschen vor der ernsthaften Gefahr der Götzenanbetung. Wenn sie nicht achtgeben, kann es sein, dass sie Teilhaber neben Gott stellen und damit Schirk – Götzenanbetung – begehen.

Zweitens:  Die Propheten und Gottesfreunde werden Zeugen am Jüngsten Gericht sein.  Also müssen wir darauf Acht geben, dass der Prophet Gottes sich nicht vor dem Göttlichen Gericht über uns beklagt, sondern dass er Fürbitte für uns einlegt.

Drittens:  Götzentum  besitzt keinen Rückhalt und kann sich nicht auf logische Argumente stützen.

Viertens:  Im Jenseits weichen die Schleier und die Wahrheit erstrahlt im vollen Licht.

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