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Mittwoch, 17 Februar 2016 06:09

Teil 688: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (47- 50)

Teil 688: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (47- 50)
Wir haben die Sure 28, Sure Qasas, bis zum Vers 46 besprochen und werden heute die nächsten 4 Verse behandeln.  In den beiden Verse 47 und 48 heißt es:

(28: 47- 50)
 

وَلَوْلَا أَن تُصِيبَهُم مُّصِيبَةٌ بِمَا قَدَّمَتْ أَيْدِيهِمْ فَيَقُولُوا رَبَّنَا لَوْلَا أَرْسَلْتَ إِلَيْنَا رَسُولًا فَنَتَّبِعَ آيَاتِكَ وَنَكُونَ مِنَ الْمُؤْمِنِينَ

"Und wäre es nicht (nur deshalb), dass sie nicht sagen können, wenn ein Unglück sie um dessentwillen treffen sollte, was ihre Hände vorausgeschickt haben: 'Unser Herr, warum hast Du uns keine Gesandten geschickt, dass wir Deine Zeichen hätten befolgen können und dann unter den Gläubigen gewesen wären?'(hätten wir ihre Strafe beschleunigt)." (28: 47)


فَلَمَّا جَاءَهُمُ الْحَقُّ مِنْ عِندِنَا قَالُوا لَوْلَا أُوتِيَ مِثْلَ مَا أُوتِيَ مُوسَىٰ ۚ أَوَلَمْ يَكْفُرُوا بِمَا أُوتِيَ مُوسَىٰ مِن قَبْلُ ۖ قَالُوا سِحْرَانِ تَظَاهَرَا وَقَالُوا إِنَّا بِكُلٍّ كَافِرُونَ

"Doch als nun die Wahrheit von Uns zu ihnen kam, da sagten sie: 'Warum ist ihm nicht das gleiche gegeben worden wie das, was Moses gegeben wurde?' Haben sie denn nicht das geleugnet, was Moses zuvor gegeben wurde? Sie hatten gesagt: '(Dies – die Thora und der Koran sind) zwei Zauberwerke, die einander stützen.' Und sie sagten: 'Wir leugnen beide.'" (28: 48)

Diese Koranverse verweisen auf eine ewige Tradition Gottes in der Geschichte. Sie verweisen darauf, dass Gott den Menschen Verstand gegeben hat und sie mit dem Verstand, bei vielen Dingen das  Gute vom Schlechten unterscheiden und erkennen können, ob eine Ansicht oder ein Brauch richtig ist oder nicht.  Dennoch ist es Gottes Brauch, ein Volk  nicht für seine Taten zu bestrafen, solange kein Prophet   zu ihm gekommen ist, denn dann könnte es sich herausreden und sagen, wenn ein Prophet zur Rechtleitung zu uns gekommen wäre, wären wir sicherlich der Rechtleitung gefolgt und hätten Rettung gefunden.

Es heißt weiter, dass einige, nachdem der Prophet zu ihnen geschickt wurde, weiter nach Ausflüchten suchten und sagten: Warum hat Prophet Mohammad keine Wunder überbracht, wie die von Moses?  Warum hat er seinen Stab nicht in eine Schlange verwandelt? Warum hat er nicht wie Moses das Meer geteilt, damit die Feinde Gottes ertrinken?

Der Koran macht in Erwiderung dieser Ausflüchte darauf aufmerksam, dass ja gar nicht  alle gläubig wurden,  die die Wunder von Moses mit eigenen Augen gesehen haben! Glaubt ihr etwa, dass wenn der Prophet des Islams die gleichen Wunder überbringt, es keinen mehr geben wird, der nach Ausflüchten sucht, um ein Bekenntnis zu umgehen?

In  Wahrheit verhält es sich doch so, dass diejenigen, die sich herausreden wollten, immer die Wunder Gottes als Zauberei abgetan haben und nicht bereit waren und sind sie anzuerkennen. Sowohl die Gegner von Moses als auch die Gegner von Mohammad (s) bezeichneten ihren Propheten als Zauberer.  Die einen sagten es sei Zauberwerk, als Moses mit Gottes Hilfe seinen Hirtenstab in eine lebendige Schlange verwandelte und  die anderen sagten, die Verse des Korans, die der Prophet Mohammad (Gottes Segen sei auf ihm und seinem Hause) überbrachte,  wären menschliches Zauberwerk.

Wir sehen:

Erstens: Gott hat durch Aussendung der Propheten den Menschen den letzten Beweis geliefert, so dass sie sich nicht mehr herausreden und rechtfertigen können, wenn sie nicht glauben.

Zweitens: Viele  Ereignisse im Leben sind das Resultat unserer eigenen Taten. Unsere Taten, ob gut oder schlecht, wirken sich auch im Leben aus.

Drittens: Die Ungläubigen verleumdeten die  göttlichen Propheten vor allen Dingen als  Zauberer.  Diese Leugner behaupteten, dass die Thora und der Koran zwei Zauberbücher seien, die sich gegenseitig stützen.

Es folgen die Verse 49 und 50 der Sure 28:


قُلْ فَأْتُوا بِكِتَابٍ مِّنْ عِندِ اللَّـهِ هُوَ أَهْدَىٰ مِنْهُمَا أَتَّبِعْهُ إِن كُنتُمْ صَادِقِينَ

"(Prophet!) Sprich: 'So bringt ein Buch von Allah herbei, das eine bessere Führung als diese beiden hat, damit ich ihm folge, wenn ihr wahrhaftig seid (und die Thora und der Koran nicht von Gott kommen).'" (28: 49)


فَإِن لَّمْ يَسْتَجِيبُوا لَكَ فَاعْلَمْ أَنَّمَا يَتَّبِعُونَ أَهْوَاءَهُمْ ۚ وَمَنْ أَضَلُّ مِمَّنِ اتَّبَعَ هَوَاهُ بِغَيْرِ هُدًى مِّنَ اللَّـهِ ۚ إِنَّ اللَّـهَ لَا يَهْدِي الْقَوْمَ الظَّالِمِينَ

„Doch wenn sie deinem Vorschlag nicht nachkommen, dann wisse, dass sie nur ihren eigenen Neigungen folgen. Und wer ist irrender als der, der ohne Führung Allahs seinen eigenen Neigungen folgt? Wahrlich, Allah leitet das ungerechte Volk nicht." (28: 50)


Während die  vorherigen Verse von den Ungläubigen handeln, die den Gottgesandten Zauberei vorwerfen, empfehlen die obigen Verse 49 und 50, was der Prophet des Islams seinen Gegnern erwidern soll. Der Prophet soll zu ihnen sagen:

Wenn ihr die beiden Bücher Gottes Thora und den Koran leugnet,  so legt doch selber ein Buch vor, welches besser rechtleitet als diese beiden. Ihr könnt sicher sein, dass ich dann diesem Buch folgen werde.

Der Prophet soll damit also ausdrücken: Es geht bei der Aussendung von Propheten darum,  die göttliche Rechtleitung zu übermitteln. Wenn auch ihr von Gott ausgesandt worden seid und von ihm ein Buch bringt, werde ich es akzeptieren und ihm folgen.

Es ist natürlich klar, dass die Gegner des Propheten  kein solches Buch von Gottes Seite überbringen konnten und es kein Buch gibt, das vollendeter wäre als der Koran. Es liegt auf der Hand, dass die Prophetengegner sich nur  nach ihren eigenen egoistischen Wünschen richten  und da die himmlischen Bücher und die Propheten nicht ihren Verlangen und Wünschen entsprechen,  lehnen sie sie ab.

In Wahrheit ist es die Liebe zum Ego und den egoistischen Wünschen,  die an der Anerkennung des Rechtes hindert und die Menschen in die Irre führt, und zwar so sehr, dass Leute, die ihren Gelüsten frönen, sich sogar erlauben,  die Propheten Gottes als irregeführt zu bezeichnen und sich selber als rechtgeleitet und aufgeklärt.

Wir sehen:

Erstens: Um Recht und Wahrheit zu beweisen, muss man manchmal zum Disput  herausfordern. Einer der Beweise für die Wahrhaftigkeit des Propheten und des Korans ist diese Herausforderung zum Disput.

Zweitens: Der Mensch muss der Wahrheit folgen. Er muss ein wahres und gerechtes Wort selbst dann akzeptieren, wenn es aus dem Mund seines Gegners kommt.

Drittens: Wahre Rechtleitung ist dann gegeben, wenn sie aus dem Allwissen und der unendlichen Weisheit Gottes kommt. Wahre Rechtleitung kann  nicht aus unvollkommenem Wissen, welches sich mit den menschlichen Gelüsten und Wünschen vermischt hat, hervorgehen.

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