Diese Webseite wurde abgebrochen. Wir wechseln auf Pars Today German.
Mittwoch, 27 Januar 2016 05:48

Teil 686: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (38- 42)

Teil 686: Sure Qasas (Die Geschichten) Verse (38- 42)
Wir setzen die Besprechung der Sure 28 (Qasas) bei dem Vers 38 fort. Dort heißt es:

(28: 38- 42) 


وَقَالَ فِرْعَوْنُ يَا أَيُّهَا الْمَلَأُ مَا عَلِمْتُ لَكُم مِّنْ إِلَـٰهٍ غَيْرِي فَأَوْقِدْ لِي يَا هَامَانُ عَلَى الطِّينِ فَاجْعَل لِّي صَرْحًا لَّعَلِّي أَطَّلِعُ إِلَىٰ إِلَـٰهِ مُوسَىٰ وَإِنِّي لَأَظُنُّهُ مِنَ الْكَاذِبِينَ

"Und Pharao sagte: 'O ihr Vornehmen, ich kenne keinen anderen Gott für euch außer mir; so brenne mir (für eine weitere Untersuchung), o Haman, (Ziegel aus) Ton und baue  mir einen Turm, damit ich den Gott Moses'  erblicken kann, obgleich ich ihn gewiss für einen Lügner erachte.'" (28: 38)

Wie Sie wissen wollten der Pharao und seine Leute nicht anerkennen, dass Moses von Gott zu ihnen ausgesandt worden war. Sie nannten die Wunder, die Gott ihnen mitgegeben hatten,  menschliches Zauberwerk.  Außerdem behaupteten sie, ihre Vorväter hätten auch den Gott Moses'nicht gekannt und nicht angebetet.

Im Vers 38 heißt es daraufhin, dass Pharao befahl, einen hohen Turm zu bauen, damit er und die Vornehmen seines Volkes ihn besteigen und nachprüfen, ob Gott, von dem Moses spricht, im Himmel zu sehen ist oder nicht. Dies war ein weiterer Schritt, mit dem der Pharao gegen Moses vorgehen und verhüten wollte, dass die Botschaft unter dem Volke Verbreitung findet.

Der Pharao wollte einen solchen Turm bauen,  um das Volk zu täuschen. Er wollte ihnen vormachen,  dass er selber ihr Gott ist und es keinen anderen Gott gäbe. Er sagte: Ich werde einen Turm bauen, damit eure Vornehmen sich davon überzeugen können, dass es keinen Gott im Himmel gibt und dass Moses lügt.

Wir sehen:

Erstens:  Stolz, Hochmütigkeit und Überlegenheitsgefühle behindern die Anerkennung der Wahrheit und des Rechtes.

Zweitens: Es gehört zu den Methoden der arroganten Herrenmächte sich als Wahrheitssuchende auszugeben, um die Volksmasse zu täuschen.

Drittens: Die Mustakbirin – die arroganten Herrscher - betrachten sich selber als Dreh- und Angelpunkt aller Dinge. Sie denken, sie würden auf der Erde herrschen und den anderen stünden keine Rechte zu. Auch heute gibt es Mächte, die wie Pharaonen denken und vorgehen. Sie  meinen,  sie könnten über alles auf der Welt bestimmen.

In den Versen 39 und 40 der Sure 28 (Qasas) steht wie folgt:


وَاسْتَكْبَرَ هُوَ وَجُنُودُهُ فِي الْأَرْضِ بِغَيْرِ الْحَقِّ وَظَنُّوا أَنَّهُمْ إِلَيْنَا لَا يُرْجَعُونَ

„Und er (der Pharao) und seine Heerscharen verhielten sich ohne Recht hochmütig im Lande. Und sie meinten, nie zu Uns zurückgebracht zu werden." (28: 39)


فَأَخَذْنَاهُ وَجُنُودَهُ فَنَبَذْنَاهُمْ فِي الْيَمِّ ۖ فَانظُرْ كَيْفَ كَانَ عَاقِبَةُ الظَّالِمِينَ

„So erfassten Wir ihn und seine Heerscharen und setzten sie mitten im Meer aus. Schau darum, wie der Ausgang der Missetäter war!" (28: 40)


Aus dieser Stelle im Koran erfahren wir über das irdische Ende des   Pharaos und seiner Scharen. Sie hatten einerseits geleugnet, dass Gott ihr Schöpfer und Herr ist und alle zu Ihm zurückkehren. Andererseits hatten sie  die Menschen unterdrückt. Deshalb wurden sie schon in dieser Welt bestraft und im Nil ertränkt.  Derselbe Fluss, mit dessen Hilfe sie an Macht und Reichtum gelangt waren, wurde zu ihrem Grab. Er zog den Pharao mit seinem Heer in die Tiefe.

Der Vers 39 nennt zwei Attribute der pharaonischen Herrschaft, welche ihren Untergang herbeiführten: zum einen ihr hochmütiges Denken und Streben nach Vorherrschaft und der Gedanke, sie seien besser als das Volk  und zum anderen das Unrecht, dass sie den Schwachen in der Gesellschaft  und den Untertanen antaten und die Verletzung deren natürlichen Rechte.

Wir  sehen:

Erstens: Wir sollten uns nicht gegen Recht und Wahrheit stellen, denn dies führt letztendlich zu unserem Untergang.

Zweitens: Der fehlende Glaube an die Auferstehung und das Jüngste Gericht verleitet den Menschen zur Hochmütigkeit. Dies sind die Ursprünge des Unrechts und der Verbrechen der Unterdrücker und arroganten Herrenmenschen.

Drittens: Gott straft nicht nur im Jenseits. Er bereitet den hochmütigen Herrenmenschen bereits im Diesseits Schmach.

Viertens:  Alle Unterdrücker erwartet das gleiche Schicksal.

Wir möchten noch die Verse 41 und 42 der Sure Qasas besprechen:  Dort steht:


وَجَعَلْنَاهُمْ أَئِمَّةً يَدْعُونَ إِلَى النَّارِ ۖ وَيَوْمَ الْقِيَامَةِ لَا يُنصَرُونَ

„Und Wir machten sie zu Führern, welche (Menschen) zum Feuer (der Hölle) einluden; und am Tage der Auferstehung werden sie keinen Beistand finden." (28: 41)


وَأَتْبَعْنَاهُمْ فِي هَـٰذِهِ الدُّنْيَا لَعْنَةً ۖ وَيَوْمَ الْقِيَامَةِ هُم مِّنَ الْمَقْبُوحِينَ

„Und Wir ließen ihnen in dieser Welt einen Fluch folgen; und am Tage der Auferstehung werden sie unter den Hässlichen sein." (28: 42)


Während vorher von der Bestrafung Pharaos und seiner  Leute im Diesseits gesprochen wurde, heißt es nun in dem Vers 41, dass sie Führer der  Sündigen, die auf die Verdammnis zugehen, sind. Sowohl in der diesseitigen als auch der jenseitigen Welt sind sie deren Anführer. Außerdem folgt ihnen ein Fluch, denn im Diesseits werden sie von denen, die sie unterdrückt haben, verflucht. Zudem werden sie auch noch von den  nachfolgenden Generationen der Gläubigen wegen ihres hässlichen Wesens verwünscht. Ihr schlechtes Wesen wird im Jenseits Gestalt annehmen, denn  gemäß dieser Koranstelle werden ihre Gesichter im Jenseits hässlich sein.

Wir sehen:

Erstens : Leute, die sich heute  stolz und blind ihrer Macht und ihres Reichtums erfreuen und an nichts anderes denken, werden im Jenseits niemanden haben, der ihnen hilft und sind  nicht in der Lage sich selber, geschweige denn andere zu retten.

Zweitens: Gott erlaubt es, die Frevler und Unterdrücker zu verdammen und Parolen gegen sie auszugeben.

Drittens: Diejenigen die im Leben den Vorbildern des Unglaubens und des Irrweges folgen, werden im Jenseits unter denen sein, die hinter diesen  Ungläubigen und Verirrten herziehen. Sie werden am Jüngsten Tag zusammen mit ihnen versammelt und zusammen mit ihnen ins Höllenfeuer befördert.

Viertens: Hässliches Verhalten des Menschen im Diesseits lassen sein Gesicht am Jüngsten Tag hässlich werden.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren